TU BRAUNSCHWEIG

» Dr. phil. Monika Wulz

 

» Zur Person 

 

Email: m.wulz@tu-braunschweig.de




» Tätigkeiten 

Monika Wulz war

  • Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Habilitandin) am Seminar für Philosophie der TU Braunschweig
  • Zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit des Seminars und für die Organisation der Philosophie-Ringvorlesung "Fehlkonstruktionen I" im SoSe 2012
  • Zuständig für das philosophische Lehrangebot im Masterstudiengang KTW


» Biographisches 

Geb. 1977 in Villach, Österreich. Studium der Philosophie, Kunstgeschichte und Slawistik (Slowenisch) in Wien; 2007 Promotion zur Dr. phil. an der Universität Wien mit einer Arbeit zur Epistemologie des französischen Philosophen und Wissenschaftstheoretikers Gaston Bachelard (Buchveröffentlichung 2010). Diplom 2002 an der Universität Wien im Fach Philosophie zu historiographischen Strategien der Wissensproduktion in slowenischen Grammatiken seit der Reformation.

2002-2008

Anlaufstelle der Israelitischen Kultusgemeinde Wien für jüdische NS-Verfolgte in und aus Österreich: Mitarbeiterin in den Bereichen Kunstrestitution und Liegenschaftsrestitution; historische und juristische Forschung zu Vermögensentzug während der NS-Zeit und Restitution in Österreich nach 1945

2007-2010

Postdoc-Stipendiatin am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin (Abteilung III, Prof. Dr. Hans-Jörg Rheinberger)

2010-2011

Lehrbeauftragte am Institut für Philosophie der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Österreich

2011

Stipendiatin an der Akademie Schloss Solitude (Stuttgart), Programm: arts, science & business (in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin)

2011

Research Fellow am IFK Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften in Wien


» Arbeitsgebiete 

Wissenschaftsphilosophie, insbesondere epistemologische Positionen des 20. Jahrhunderts (u.a. historische Epistemologie, insb. Bachelard, Canguilhem, Foucault, Althusser und; Wiener Kreis, insb. Edgar Zilsel, Otto Neurath; Pragmatismus). Historische Bedingtheit von Wissen; prozessorientierte, kollektive und situative Konzeptionen von Wissenschaft und ihre ethischen Implikationen. Der Fokus liegt dabei auf den Veränderungen und Verschiebungen von Wissens- und Wissenschaftstheorien im Zusammenhang mit den Entwicklungen in der physikalischen, biologischen, psychologischen sowie sozialwissenschaftlichen Forschung seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert.

Forschungsinteressen betreffen ferner die Schnittstelle zwischen erkenntnistheoretischen Fragestellungen und politischer Theorie (z.B. die Konzepte Demokratie, Kritik und Materie in der Wissenschaftstheorie und politischen Theorie des 20. Jahrhunderts; Wiener Kreis und Austromarxismus; Poststrukturalismus), die epistemologische Funktion von Geschichtsschreibung und Daten-Sammlung sowie die Rolle von Nicht-Wissen, 'Lücken' und Kontingenz.

Weitere Schwerpunkte liegen in der französischen Wissenschaftstheorie: historische Epistemologie, Poststrukturalismus, Science and Technology Studies.


» Publikationen (in Auswahl)


»Monographie

2010

Erkenntnisagenten. Gaston Bachelard und die Reorganisation des Wissens. Kadmos: Berlin 2010

» Aufsätze & Beiträge 

2012

Intervals, possibilities, and encounters. The trigger of a ruptured history in Bachelard. In: Henning Schmidgen, Peter Schöttler (Hg.): Epistemologie und Geschichte: Von Bachelard und Canguilhem zur Wissenschaftsgeschichte von heute. MPIWG Preprint (im Druck)

Vom Nutzen des Augenblicks für die Projekte der Wissenschaft. In:Berichte zur Wissenschaftsgeschichte Jg. 35, Heft 2, 2012.

The Material Memory of History: Edgar Zilsel’s Epistemology of Historiography. In: Studies in East European Thought (online first
2011

Unendliche Rationalisierung und unfertige Gesellschaft. Edgar Zilsels Epistemologie der Massenerscheinungen. In: Roland Innerhofer , Katja Rothe, Karin Harrasser (Hg.): Das Mögliche regieren. Gouvernementalität in der Literatur- und Kulturanalyse (S. 295-316). transcript: Bielefeld 2011

Franz and Gwendolin. In: Abteilung III des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte Berlin (Hg.): Eine Naturgeschichte für das 21. Jahrhundert. Zu Ehren von Hans-Jörg Rheinberger (S. 63-64). Berlin 2011.

2004

Dorotheum und Vugesta als Institutionen der NS-Kunstenteignung (zusammen mit Sabine Loitfellner). In: Ingrid Bauer, Helga Embacher, Ernst Hanisch, Albert Lichtblau, Gerald Sprengnagel (Hg.), Sechster Österreichischer Zeitgeschichtetag 2003: Kunst - Kommunikation – Macht (S. 209-213). Studienverlag: Innsbruck 2004

2002 Von cosmopolitischen Palmen und anderen Luxusartikeln (zusammen mit Renate und Veronika Wöhrer). In: sinn-haft. Zeitschrift zwischen Kulturwissenschaften 13 (S. 15-22). Wien 2002

» Vorträge (in Auswahl)

2012


2011

"Die Thermodynamik der Gesellschaft. Zum Transfer naturwissenschaftlicher Methoden in Soziologie und Geschichte", Interdisziplinäres Zentrum für Wissenschafts- und Technikforschung der Bergischen Universität Wuppertal (20.06.2012)

"'Die Verlorenen' - Restaurierung und Rekonstruktion eines verlorenen Films", Eröffnung des Filmprojekts "The Lost" von Reynold Reynolds an der Akademie Schloss Solitude, Stuttgart (14.11.2011)

“Induktion um 1930: Verhaltensanweisung in der unordentlichen Wirklichkeit (Erkenntnistheorie, Soziologie, Kino)”, IFK Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften (27.06.2011), Wien

“Die Nutzlosigkeit der Geschichte als chronologischer Anordnung: Gaston Bachelards Konzept der Geschichtsschreibung in seinen frühen Schriften”, Tagung “Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftsphilosophie” der Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte (GWG) (19.-21.05.2011), Wien

2010

“Intervals, possibilities, and encounters. The trigger of a ruptured history in Bachelard”, Tagung des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte in Kooperation mit dem Institut d’Histoire et de Philosophie des Sciences et des Techniques “Epistemologie und Geschichte: Von Bachelard und Canguilhem zur Wissenschaftsgeschichte von heute” (9.-11.12.2010), Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW), Berlin

“The Material Memory of History. The Materialist Discourse on Historiography in the 1920s”, Institut Wiener Kreis und Institut für Philosophie der Universität Wien, Tagung “Reconsiderung Edgar Zilsel’s Philosophical and Historical Projects” (15.-16.10.2010), Wien

“Demokratie und Wissenschaft”, Bildungspolitischer Kongress der JUSO-Hochschulgruppen (25.-27.06.2010), Bundestag Berlin

2009

“Die unfertige Gesellschaft. Edgar Zilsels Methodologie der Wirklichkeitswissenschaften”, Historisches Seminar (Arbeitsgruppe Wissenschaftsgeschichte), 08.12.2009, Goethe-Universität Frankfurt am Main

„Quantitative Methoden in der Wissenschaftstheorie um 1930: Edgar Zilsels epistemologische Konzeptionen von ihren gesellschaftspolitischen Hintergründen 1918 und 1933“, Graduiertenkonferenz „Das Mögliche regieren“ (02.-04.07.2009), Institut für Germanistik der Universität Wien

„Collective Cognitive Processes around 1930. Edgar Zilsel’s Epistemology of Mass Phenomena“, Conference of the Society for Philosophy of Science in Practice (18.-20.06.2009), University of Minnesota, Publikation: http://philsci-archive.pitt.edu/view/confandvol/2009spspsfposipminj18202009.html



» Sonstiges

2010 Rezension: Cristina Chimisso, Writing the History of the Mind: Philosophy and Science in France, 1900 to 1960s (2008). In: NTM Zeitschrift für Geschichte der Wissenschaften, Technik und Medizin, 18 (2010), S. 563-565
2009

Rezension: Thomas Raab, Avantgarde-Routine (2008). In: Wespennest Zeitschrift für brauchbare Texte und Bilder, 157 (2009), S. 106-107

Aufenthalt dazwischen. In: Sonia Leimer, Chinese Wall / M (S. 9-19). schlebrügge.editor: Wien 2009

2008 continued from http://schmiere.blogspot.com/. In: Princess Lulu, issue 12/08
2007 „– Gesine, wach auf. Wo warst du. – Vor ein paar Jahren“. Text zum Ausstellungsbeitrag von Sonia Leimer. In: this is happening (S. 103). Ausstellungskatalog Georg Kargl Fine Arts, Wien, Jänner-März 2007
2003 „Handeln ist Vermischen. Und Handeln ist auch immer ein bisschen Mafia“. Interview mit Klaus Theweleit (zusammen mit Renate Wöhrer). In: malmoe10 (2002), S. 30. Langfassung in: Unique 01 (2003), S. 9

You play games, I play tricks (zusammen mit Renate und Veronika Wöhrer). In: fiber 2 (2003), S. 12-13

2002 Barbaren! Karrieren eines Begriffs (zusammen mit Theo Steiner). In: Basler Magazin Nr. 43. Politisch-kulturelle Wochenend-Beilage der Basler Zeitung Nr. 250 (Oktober 2002), S. 8-9
2001 „Wir werden dich erschießen und wir werden dich in guter Erde begraben“. Slavoj Žižek im Interview (zusammen mit Yves Mettler und Renate Wöhrer), in: IG Kultur Österreich (Hg.), kulturrisse 3 (2001), S. 5-8



Monographie/Herausgeberschaft:


  aktualisiert am 27.08.2012
TU_Icon_E_Mail_1_17x17_RGB Zum Seitenanfang