BIVA-WATT

Untersuchung der lokalen und räumlichen Rauheitswirkung von Austernriffen und Miesmuschelbänken

Kurzbeschreibung

In den letzten Jahren ist die pazifische Auster (Crassostrea gigas) als wahrscheinliche Folge der erhöhten Wassertemperatur durch den Klimawandel in das deutsche Wattenmeer eingewandert. Seitdem breiten sich die Austern auf den Wattflächen großflächig aus und verdrängen die vorher typischen Miesmuschelbänke. Dabei bilden die Austern Riffe, die eine höhere Widerstandsfähigkeit gegen hydromechanische Belastungen aufweisen als Miesmuschelbänke. Sie verändern somit ihr Umfeld und fungieren als „ecosystem engineering species“. Dabei sind die Auswirkungen auf die Hydro- und Morphodynamik bisher wenig untersucht, obwohl von gravierenden Auswirkungen ausgegangen wird. Ziel des BIVA-WATT Projektes ist es die Auswirkungen der eingewanderten pazifischen Austern und natürlich vorkommenden Miesmuscheln als biologischer sowie küsteningenieurlicher Sicht zu beleuchten, besser zu verstehen und zu quantifizieren.

Methodisch werden die Forschungsfragen mithilfe von Feldstudien zur Ermittlung relevanter Ausbreitungsmuster und geometrischer Parameter, durch Laboruntersuchungen zu Wellen- und Strömungsauswirkungen infolge der invasiven Art sowie durch konzeptionelle Arbeiten zur zukünftigen numerischen Behandlung der Prozesse bearbeitet.