Game-based Learning

Tools für Game-based Learning

Mini-Simulationsspiele erstellen mit Twine

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Bildnachweis: Screenshot vom twinery/TU Braunschweig

Twine ist eine Open-Source Software zur Erstellung textbasierter Spiele. Dabei handelt es sich um eine Hypertextstruktur (einem Wiki vergleichbar). Die Spielenden finden durch ihre Entscheidungen unterschiedliche Pfade in einer nichtlinearen Geschichte mit verschiedenen möglichen Enden. Zur Erstellung von Spielen mit Twine sind keine besonderen Kenntnisse erforderlich. Durch einige wenige programmspezifische-, sowie HTML- und CSS Befehle kann die Spielerfahrung aber deutlich verbessert werden. So ist auch die Einbindung multimedialer Elemente (z.B. Bilder oder Ton) möglich.

Weder zum Spielen noch zum Erstellen von Spielen ist eine Anmeldung erforderlich. Die Spiele werden im Browser ausgeführt. Sie können auf einem eigenen Server gehostet oder als Download zur Verfügung gestellt werden. So lassen sich mit geringem Aufwand kleine Lernspiele erstellen. Die Bandbreite reicht von elaborierten, narrativ angereicherten Multiple-Choice Tests bis zu sog. Mini- (oder Short-) Sims. In deren Rahmen müssen die Lernenden die präsentierten Szenarien unter Anwendung ihres Vorwissens analysieren. Sie treffen informierte Entscheidungen, deren Konsequenzen für sie unmittelbar erfahrbar werden.

Beispiele für Simulationen

Diese Spiele eignen sich gut für alle Lehr- und Lernszenarien, die Online-Selbstlernphasen beinhalten. Wichtig ist, die Ergebnisse der Spiele zu reflektieren, um ihre Übertragung auf Anwendungssituationen und theoretische Bezüge zu ermöglichen.


Einfach Lernspiele erstellen mit LearningApps.org

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Bildnachweis: Screenshot von Learningapps/TU Braunschweig

LearningApps.org erlaubt es, einfach interaktive Übungen und Lernspiele zur Unterstützung von Lehr-/Lernprozessen zu erstellen. Studierende werden so auf unterhaltsame Weise zur Wiederholung und Überprüfung ihrer Lerninhalte angeregt.

Rund 20 verschiedene Templates für Multiple-Choice- und Zuordnungsaufgaben können schnell und intuitiv mit eigenen Inhalten gefüllt werden. Die Einbindung von Multimediainhalten ist möglich und auch Spiele sind in Lernmanagementsystemen wie Stud.IP integrierbar. LearningApps bietet die Möglichkeit, dass Aufgaben von mehreren Studierenden gleichzeitig bearbeitet werden können. Die Studierenden können, im Sinne des Lernens durch Lehren, selbst Spiele erstellen.

Die Nutzung mit einer erforderlichen Registrierung ist kostenlos. Das Einbinden von Video- und Audiodateien ist bisher leider nur über YouTube möglich. Geeignet ist das Tool für alle Lehr-/Lernveranstaltungen, in denen das Lernen von Begriffen und deren korrekte Zuordnung eine Rolle spielen.

Zum Erstellen von Spielen ist eine Anmeldung erforderlich, dabei wird die e-mail Adresse erfasst. Auf der Seite wird versichert, dass die Daten nicht weitergegeben werden. Die Spiele zu spielen erfordert keine Anmeldung. Die erstellten Spiele sind grundsätzlich frei zugänglich, werden aber auf der Seite nur veröffentlicht, wenn dies von den Erstellenden bestätigt wird.

Eine anschauliches Beispiel für die Arbeit mit Learningapps.org bietet dieses Lehrvideo zum Erstellen eines “Millionenspiels”:

Vorschaubild des Videos zu Learning-Apps

Bitte beachten Sie: Sobald Sie sich das Video ansehen, werden Informationen darüber an Youtube/Google übermittelt. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Google Privacy.


Multimediale Rallyes erstellen mit Actionbound

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Bildnachweis: Screenshot von actionbound/TU Braunschweig

Actionbound ist eine vielseitige und intuitiv bedienbare Mobile-App, die Quizelemente mit den Optionen einer Schnitzeljagd vereint. In Sequenz aufeinander folgende Einträge können in beliebiger Form aus Text-, Bild-, Video- und Audiodateien zusammengesetzt werden. Auf Wunsch wird der Folgeeintrag erst durch das Erreichen einer bestimmten GPS-Lokation oder durch das Beantworten einer Frage freigeschaltet. Hierfür kann der Nutzer mit Punkten belohnt und durch Zusatzinformationen angeregt werden.

Somit eignet sich die App hervorragend für etwa kompetitive Wissensrallyes durch die Stadt oder eine spielerische Einführungstour durch die Bibliothek. Die Daten der TeilnehmerInnen werden dabei zentral erfasst und die Ergebnisse können (von den TeilnehmerInnen selbst) eingesehen und ausgewertet werden. Der denkbare Erstellungsaufwand reicht dabei, je nach Lern- oder Aktivitätsziel, vom Schreiben kurzer Fragetexte bis hin zu aufwendig produzierten Videobotschaften, welche die TeilnehmerInnen potentiell in den Verlauf einer Geschichte einbinden.

Durch eine kreative Kombination der App-Funktionen können mit Actionbound eine Vielzahl an individuellen Pfaden entstehen, seien es ortsgebundene Audioguides, ortsunabhängige Quizszenarien oder themenspezifische Mischformen. Die private Verwendung im kleinen Rahmen ist kostenfrei, eine institutionelle Verwendung hingegen ist kostenpflichtig.

Der Hersteller hat ein Einführungsvideo erstellt, mit dem die Funktionen der App anschaulich erklärt werden:

Vorschaubild zum Video Action Bound

Bitte beachten Sie: Sobald Sie sich das Video ansehen, werden Informationen darüber an Youtube/Google übermittelt. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Google Privacy.


Die passende Methode finden mit MobiDics

MobiDics
Bildnachweis: Projektgruppe Lehre und Medienbildung/TU Braunschweig

MobiDics (Mobile-Didactics) bietet eine Datenbank hochschuldidaktischer Methoden. Eine Reihe von Suchoptionen erlaubt es, gezielt die für die jeweilige Lehr-/Lernsituation passende Methode zu finden. Es kann z.B. nach Gruppengröße, Veranstaltungsart, Zeitbedarf oder Sozialform gefiltert werden.

Nützlich ist dies vor allem für Lehrende, die ihr Methodenrepertoire erweitern möchten. Die App wurde von Münchener Universitäten entwickelt und wird von vier Hochschulen im Verbund betreut. Die Methoden werden von den Nutzern und Nutzerinnen selbst eingestellt und auf ihre Qualität hin bewertet. MobiDics ist kostenlos, erfordert aber eine Registrierung mit Namen und E-Mailadresse. Es kann browserbasiert und als App für Mobilgeräte genutzt werden.


Die umfangreichen Suchoptionen machen es sehr leicht, eine Auswahl passender Methoden zu finden. Um die wirklich optimale Methode zu finden muss man dann herausfinden, was sich hinter deren oft fantasievollen Namen verbirgt. Die Darstellung der einzelnen Methoden ist aber so klar und umfangreich, dass dies ohne großen Aufwand möglich ist.

Unter www.mobidics.org findet sich eine Beschreibung des Projektes und viel Hintergrundmaterial.Die Anwendung selbst ist unter https://www.mobidics.org/mobidics zu finden.

Einen informativen Vortrag über den didaktischen Hintergrund sowie die konkreten Anwendungsmöglichkeiten von MobiDics bietet dieses Video:

Video zum Thema MobiDics

Bitte beachten Sie: Sobald Sie sich das Video ansehen, werden Informationen darüber an Youtube/Google übermittelt. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Google Privacy.

Bei der Anmeldung müssen Name und E-Mailadresse angegeben werden. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. In die App eingestellte Inhalte bleiben Eigentum derjenigen, die sie entwickelten. Die Inhalte sind über die App öffentlich zugänglich.