Internationalisierung in Lehrprojekten

[Projektgruppen Lehre und Studium]
Lehrende im Austausch
Bildnachweis: Lea Hanke, Projektgruppe Lehre und Medienbildung/TU Braunschweig

Erfolgreiches Auftakttreffen für die »Und was machst du so?«-Gruppe zur Internationalisierung in Lehrprojekten.

Im Rahmen der Vernetzungsreihe »Und was machst du so?« fand am 02.03.2020 das Auftakttreffen zum Thema »Internationalisierung in Lehrprojekten« statt. Die anwesenden Lehrenden, die sich bereits aktiv mit dem Thema internationale Lehre beschäftigen, freuten sich über die Gelegenheit, ihre Erfahrungen mit anderen interessierten Gästen zu teilen.

Im Austausch der Teilnehmenden wurde schnell deutlich: Für die Internationalisierung der Lehre gibt es keine »One fits all«-Lösung. Die Ausrichtung der Projekte variiert stark – je nach Fächern und Zielgruppen. Von der reinen Übersetzung bestehender Lehrinhalte ins Englische über hybride Lehrkonzepte aus bilingualen Selbst- und Präsenzphasen bis hin zu Lehrveranstaltungen, die in Kooperation mit internationalen Partnerhochschulen gemeinsam im In- und Ausland stattfinden, bot das Treffen eine große Zahl interessanter Impulse.

So berichtete Yulia Edeleva (Institut für Germanistik) im Rahmen ihres Projekts »COIL – Collaborative Online International Learning« von einer digital gestützten Lehr-Lern-Plattform, die campusübergreifend Lehrende und Studierende in eine strukturierte Zusammenarbeit bringt. Maximilian Rolinck (Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik) zeigte anhand eines gemeinsamen Lehrprojekts der TU Braunschweig und dem BITS Pilani (Indien), wie interkulturelle Teamarbeit in Präsenz und über virtuelle Kanäle gestaltet werden kann: „Insbesondere die Teamdynamiken haben uns positiv überrascht. Wir gehen hier davon aus, dass die gemeinsamen Treffen in Präsenz zwischen den Studierenden aus Braunschweig und aus Pilani das positive Teamgefühl erzeugt haben“, berichtete Rolinck. Welche Herausforderungen eine internationale Kooperation mit sich bringen kann, machte Martin Scheidt (Institut für Eisenbahnwesen und Verkehrssicherung) deutlich: „Im Eisenbahnwesen haben wir national orientierte Inhalte wie beispielsweise die Verwendung von Symbolen in technischen Plänen mit entsprechender Bedeutung. Unabhängig von der sprachlichen Übersetzung z.B. vom Deutschen ins Englische bleibt diese fachliche Problematik der inhaltlichen Bedeutung der Symbole bestehen. Hier gilt es eine international verständliche Symbolsprache zu finden, was ich sehr spannend finde.“

Für das nächste Treffen der jüngsten von sieben »Und was machst du so?«-Fachcommunities wünschten sich die Teilnehmenden u.a. eine gemeinsame Sammlung von Herausforderungen und Best-Practice-Beispielen in der Umsetzung von internationaler Lehre. Philipp Söchtig, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Projektgruppe Lehre und Medienbildung und Mitorganisator der Vernetzungsreihe, freute sich über das gelungene Auftakttreffen: „Es ist schön zu sehen, wie Lehrende und Kooperationspartner*innen aus den zentralen Einrichtungen der TU Braunschweig themenbezogen ins Gespräch kommen und ihre wertvollen Erfahrungsberichte miteinander teilen. Wir freuen uns schon auf die Folgetermine!“

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