TU BRAUNSCHWEIG

Im Wintersemester 2017/18 wurden folgende Transferprojekte zur Förderung durch das Transferprogramm ausgewählt:

Online-Lernplattformen zur Unterstützung der Selbstlernphase und der Studierenden-Partizipation im Küsteningenieurwesen und der Akustik

Transfer des Lehr-Lernkonzepts „Hochverfügbare multimodale Lehrmedien in der Akustik“ des Instituts für Konstruktionstechnik auf das Leichtweiß-Institut für Wasserbau, Abteilung Hydromechanik und Küsteningenieurwesen.

Lernplattform Akustik

Die Lernplattform Akustik entstand im Sommersemester 2016 am Institut für Konstruktionstechnik im Rahmen des in-medias-res-Projekts "Hochverfügbare multimodale Lehrmedien in der Akustik". Inhalte wie Lehrvideos, interaktive Diagramme, sowie Soundbeispiele wurden auf der eigens entwickelten Lernplattform online bereitgestellt und können seitdem durch Studierende zur Vor- und Nachbereitung der Präsenzlehre sowie zur Prüfungsvorbereitung und Erweiterung von Fakten- und Methodenwissen genutzt werden.

Zugunsten einer stärkeren Einbindung der Studierenden wird diese Lernplattform nun in Zusammenarbeit mit dem Leichtweiß-Institut für Wasserbau weiterentwickelt, dabei wird unter anderem eine Wiki-Funktion in die Lernplattform integriert. Diese Funktion eröffnet den Studierenden der Akustik sowie des Küsteningenieurwesens neue Möglichkeiten der Partizipation bei der (Weiter-) Entwicklung der Lehrinhalte.

Die Lernplattform wird mit der Wiki-Funktionalität ins Küsteningenieurwesen übernommen und ermöglicht es, den Studierenden Lerninhalte mit einer größeren medialen Breite anzubieten.  Unter anderem können die Studierenden sich komplexe Zusammenhänge (z.B. welleninduzierte Belastungen von Pfahlbauwerken oder Strömungsfelder unter fortschreitenden Wellen) mit Hilfe von interaktiven Diagrammen veranschaulichen. Die Studierenden haben dabei die Möglichkeit, verschiedene Parameter selbst zu verändern und die entsprechenden Sensitivitäten zu beobachten.  Dies trägt zu einer nachhaltigen Verankerung des Wissens bei.

Ansprechpartner: Tobias Ring (Institut für Konstruktionstechnik), Kai Tegethoff (Leichtweiß-Institut für Wasserbau)

Living heritage between architecture and engineering

Transfer des Lehr-Lern-Konzepts "Living Heritage" des Instiuts für Baugeschichte auf das Institut für Baukonstruktion und Holzbau.

Im Rahmen der Projektwoche „Living heritage between architecture and engineering“ wird flankierend zum bauhistorisch und konstruktionstheoretisch geprägtem Lehrangebot der Vorlesungen „Bauwerkserhaltung im Holzbau“ methodisches Wissen anwendungsbezogen (am Objekt) vermittelt. Die Studierenden des Bauingenieurwesens und Wirtschaftsingenieurwesens/Bau werden historische Bauten in der Stadt Goslar analysieren und bewerten. Bei der Bearbeitung einer kontextbezogen Aufgabenstellung werden die Studierenden lernen, die eigene Vorgehensweise kritisch zu hinterfragen und eigene Ansätze zum Umgang mit historischen Baukonstruktionen zu entwickeln. Das bearbeitete Projekt soll im Kontext der interdisziplinären Projektbearbeitung mit Studierenden der Architektur präsentiert werden, wobei wissenschaftlich-technische und soziale Kompetenzen im interdisziplinären Dialog trainiert werden.

Ansprechpartner: Prof. Dr.-Ing. Mike Sieder, Dr.-Ing. Perria Elena (Institut für Baukonstruktion und Holzbau)

PharmAppBS – Orte des Wissens, ein Transferprojekt mit dem Institut für Germanistik

Transfer des Lehr-Lernkonzepts „MAppBS: Mittelalter-App durch Braunschweig“ des Instituts für Germanistik auf die Abteilung für Pharmazie- und Wissenschaftsgeschichte.

Weitere Informationen folgen.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Bettina Wahrig, Prof. Dr.  Regina Toepfer, Dr. Wiebke Ohlendorf, Fabian Ott

Im Sommersemester 2017 wurden folgende Transferprojekte zur Förderung durch das Transferprogramm ausgewählt:

Tasthirn

Transfer des Lehr-Lernkonzepts „Chemie 3D“ des Instituts für Physikalische und Theoretische Chemie auf das Zoologische Institut.

In der Neurobiologie sind dreidimensionale Darstellungen von Nervenzellen und neuronalen Netzwerken von zentraler Bedeutung für das Verständnis der neuronalen Kommunikation. Die Herausforderung für Lehrende und Studierende besteht hauptsächlich in der Übertragung von dreidimensionalen Inhalten in zweidimensionale Darstellungen beim Einsatz von traditionellen Medien. Um diese Hürde zu überwinden sollen im Rahmen unseres Lehr-/Lernkonzepts „Tasthirn“ daher die im „in medias res“-Projekt Chemie3D entwickelten didaktischen und technischen Konzepte in die Neurobiologie transferiert werden. Ein zentraler Ansatz ist die Verwendung eines 3D-Druckers um den Studierenden echte dreidimensionale Anschauungsobjekte zur Verfügung zu stellen. Im Rahmen der Simulation der Funktionsweise neuronaler Schaltkreise soll außerdem die Möglichkeit geschaffen werden, eine Virtual Reality-Brille zu verwenden, mit welcher die Studierenden die Inhalte in 3D erleben und interaktiv verändern können. Die in diesem Projekt entwickelten Konzepte lassen sich in weitere Lehrveranstaltungen in der Biologie und Biotechnologie übertragen.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Jochen Meier, Prof. Dr. Christoph Jacob, Dr. Florian Hetsch, Daniel Schmitt-Monreal, Julian Rudolph

Interface: GenderXPersonalityXCulture

Transfer von Genderwissen in die Persönlichkeitspsychologie durch das Lehr-Lern-Spiel „Identitätenlotto“ und das „E-Learning Projekt“ vom Braunschweiger Zentrum für Gender Studies.

Die Auseinandersetzung mit dem Thema Gender erfolgt im Psychologiestudium oft nur am Rande, obwohl das Wissen um Geschlechtsidentität und Geschlechterrollen für das psychologische Handeln relevant sind. Aufbauend auf den Erkenntnissen und Methoden aus den Projekten „E-Learning in den Gender Studies" und dem durch „in medias res" geförderten Projekt „Gender spielend lernen" soll ein neues Blended-Learning-Konzept in die Lehre im Psychologiestudium integriert werden. Hier sollen die Schnittstellen zwischen Gender, Persönlichkeit und Kultur übergreifend in einem methoden- und veranstaltungsübergreifenden Format beleuchtet werden. Das Transferprojekt soll die Studierenden dazu anleiten, sich mit ihrer eigenen Geschlechtsrollenidentität spielerisch auseinandersetzen und deren Auswirkungen auf das eigene Erleben und Verhalten zu erkunden. Es soll ein fachlicher Diskurs zum Thema Geschlecht im Rahmen der psychologischen Theorieentwicklung angeregt werden. „Selbstbefunde" dienen als Anstoß zum kritischen Hinterfragen etablierter persönlichkeitsbezogener Theorien und Lehrmeinungen, wobei insbesondere kulturellen Zuschreibungen von Geschlechtsidentitäten besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden soll. Die im Rahmen eines neu zu konzipierenden Blended-Learning-Seminars erarbeiteten Selbst- und Forschungsberichte der Studierenden werden in medialer Form aufbereitet (Selbstberichte, Interviews, Testergebnisse etc.) und anschließend in die zugehörige Vorlesung integriert.

Ansprechpartnerinnen: Prof. Dr. Daniela Hosser, Dr. Sandra Winheller, Johanna Schröder

Teach Chemistry Forward

Transfer des Lehr-Lernkonzepts „Teach it Forward“ des Zoologischen Instituts auf die Institute für Ökologische und Nachhaltige Chemie und Anorganische Chemie.

Die grundlegende Idee besteht aus der eigenverantwortlichen Erschließung und Aufbereitung eines Lehrstoffes durch Studierende, um diesen anschließend im Rahmen von zwei Schulbesuchen in einer gymnasialen Oberstufe selbst zu präsentieren und zu erklären. Auf dem Weg vom Input zum Output werden nicht nur fachdidaktische Grundkenntnisse erworben, zusätzlich soll die kognitive Verarbeitung ebenso wie die dauerhafte Speicherung des Gelernten verbessert werden. Verbunden wird dieses Lernen mit einem "Erlebnischarakter", der erreicht wird, wenn Studierende Schüler/innen gegenüber als Dozierende auftreten. Hierfür sollen ausgewählte Themen in enger Zusammenarbeit mit Universitätsprofessoren durchdrungen und im Gruppenverband von 2-3 Studierenden fachdidaktisch so aufbereitet werden, dass sie als Unterrichtsmaterial im Fachunterricht der gymnasialen Oberstufe dienen können. In Anwesenheit des Fachlehrers und einer wissenschaftlichen Fachkraft der TU Braunschweig werden die Studierenden somit ihre ursprünglichen Lerninhalte als l ehrende multiplikativ an die Schüler/innen weitergeben. Das feste Netzwerk an teilnehmenden Schulen soll dabei zukünftig durch das Agnes-Packeis- Labor als außerschulischen Lernort in Brückenfunktion zwischen Fachwissenschaft und Fachdidaktik erweitert werden. Durch den Transfer dieses seit mehreren Jahren in der Biologie erfolgreich laufenden Projektes in die Chemie ergeben sich besondere Synergieeffekte für die Entwicklung neuer - fachübergreifender Themen.

Ansprechpartner/in: Prof. Dr. Reinhard Köster, Prof. Dr. Martin Korte, Prof. Dr. Timm Wilke, Prof. Dr. Marc Walter, Dr. Simone Karrie, Björn Bartram, Manuel Wejner

Im Wintersemester 2016/17 wurden folgende Transferprojekte zur Förderung durch das Transferprogramm ausgewählt:

Flipped Küste


Transfer des Lehr-Lern-Konzepts „Expedition durch die Chemie - Fachwissen vernetzen“ aus der Abteilung Chemie und Chemiedidaktik am Institut für Fachdidaktik der Naturwissenschaften (IFdN) auf das Leichtweiß-Institut für Wasserbau, Abteilung Hydromechanik und Küsteningenieurwesen.

Durch Übernahme der vom IFdN eingesetzten Methodik des Flipped Classroom werden die Übungen Hydromechanik (Bachelor) und Küsteningenieurwesen 2 (Master) optimiert. Dadurch soll die Lernzeit der Studierenden des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsingenieurwesens in den Übungen durch Auslagerung von wiederholenden Elementen des Fachinhalts in die Vorbereitungszeit erhöht werden. Daraus resultiert eine intensivere Ausnutzung der Präsenzzeit, die mehr Lerngelegenheiten und Möglichkeit zur eigenen Wissenskonstruktion im Rahmen von selbständig zu lösenden Aufgaben bietet. Das durch in medias res geförderte Transfergeberprojekt "Expedition durch die Chemie" konnte zudem eine Steigerung der Motivation sowie des Fachwissens- und Kompetenzerwerbs bei den Studierenden zeigen. Die vom Leichtweiß-Institut für Wasserbau gehaltenen Übungen sollen im Projekt "Flipped Küste" daher in zeitgemäßer Methodik aufbereitet werden, sodass sich durch die motivationalen Anreize des Flipped Classroom auch die Beteiligung der Teilnehmenden intensiviert. Somit soll den Studierenden eine intensivere Auseinandersetzung mit den Fachinhalten der durch die Übungen flankierten Vorlesung und ein höherer Lernerfolg ermöglicht werden. 

Poster des Projekts

Tagungsbeitrag: Tegethoff, Kai; Borchert, Cornelia (2018): Inverted Classroom in den Übungen des Küsteningenieurwesens: Implementierung des Modells und Lehr-Lern-Forschung mittels Transfer zwischen Fachdidaktik und Ingenieurwissenschaft. In: Josef Buchner, Christian F. Freisleben-Teutscher, Johann Haag und Erwin Rauscher (Hg.): Inverted Classroom. Vielfältiges Lernen. 7. Konferenz Inverted Classroom and Beyond. FH St. Pölten, 20.- 21.02.2018, S. 209–213.

Ansprechpartner: Cornelia Borchert, Kai Tegethoff

iSCOR

Interdisciplinary Studio for Communicational and Observational Research:

Transfer des Lehr-Lern-Konzepts „Eye Tracking Spatial Experiences“ aus dem Institut für Nachhaltigen Städtebau auf den Lehrstuhl für Arbeits-, Organisations- und Sozialpsychologie des Institus für Psychologie.

Die Stadt der Zukunft soll als Stadt für den Menschen gedacht und gestaltet werden. Durch eine Verbindung von Städtebau und Psychologie wird sowohl die soziale als auch die räumlich-gestalterische Perspektive berücksichtigt: Wie nehmen wir Menschen den urbanen Raum wahr? Wie beeinflusst er unser Handeln, Erleben und Wohlbefinden? Im auf die enge Verzahnung von Lehre und Forschung ausgerichteten Innovationsprojekt Eye Tracking Spatial Experiences des Instituts für Nachhaltigen Städtebau (ISU) erfolgt gemeinsam mit Studierenden eine wissenschaftliche, datenbasierte Auseinandersetzung mit städtischen, öffentlichen Räumen und deren Wahrnehmung durch Menschen.

In vier Schritten eignen sich die Studierenden theoretisches und praktisches Wissen im Umgang mit Eyetrackern an, entwickeln eine Forschungsfrage und das entsprechende Forschungsdesign, führen selbstständig Experimente durch, werten sie im Anschluss aus und präsentieren ihre Ergebnisse. Gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Arbeits-, Organisations- und Sozialpsychologie (AOS) wird das erprobte Lehr-/Lern- und Forschungsformat auf ein neues, kooperatives Lehrkonzept übertragen und interdisziplinär weiterentwickelt. Passend zum Leitgedanken des Forschungsschwerpunkts „Stadt der Zukunft“ werden so Fachdisziplinen an der TU Braunschweig zusammengebracht, um gemeinsam neue Forschungsfelder zu erschließen und Synergien für Innovationen in der Lehre zu nutzen. Einer Plattform gleich können zukünftig weitere Studiengänge an das innovative kooperative Lehrformat iSCOR anknüpfen.

Ansprechpartner: Olaf Mumm, Elena Stasewitsch

Flashcards: Theory in a Nutshell

Transfer des Lehr-Lern-Konzepts „House of Cards: Medienereignisse erklären“ aus dem Institut für Sozialwissenschaften, Abt. Kommunikations- und Medienwissenschaften auf das Institut für Erziehungswissenschaften, Abt. Schulpädagogik und Allgemeine Didaktik und das Institut für Sozialwissenschaften (Soziologie II) - Sozialstrukturanalyse und empirische Sozialforschung.

Mithilfe von Ansätzen aus dem Game Based Learning wurde das Seminar „Theorien und Modelle der Kommunikations- und Medienwissenschaften“ mit Unterstützung des Förderprogramms "in medias res" im Sommersemester 2015 interaktiver und aktivierender gestaltet. Eine Kombination aus Karten- und Debattenspiel (House of Cards) wurde entwickelt, um theoriegeleitet konkrete Medienereignisse und Kommunikationsphänomene (z. B. Medienabhängigkeit) zu erklären. Im Zuge des Wissenserwerbs entwerfen die Studierenden selbst Spielkarten, welche Theorien und Modelle aus der Kommunikationswissenschaft auf wesentliche Punkte beschränken. Im interaktiven Spiel, der Debatte (Wissenstransfer), werden diese Karten eingesetzt. Der Hauptgrund des Transfers ist die Weiterentwicklung des Konzeptes hin zu einer noch stärker spielerisch orientierten Ausrichtung und die Fixierung von Theorien und Konzepten aus anderen Wissenschaftsbereichen.

Die Ausgangsbedingungen in der Erziehungswissenschaft und der Kommunikationswissenschaft ähneln sich: gerade Studierende mit dem Profil Lehramt sind häufig stärker an (schul-)praktischen und weniger an theoriebezogenen Studieninhalten interessiert. Gleichzeitig zeigen sie aber eine hohe Bereitschaft, sich mit innovativen Formen der Vermittlung und mit entsprechend didaktisierten Lehrkonzepten auseinanderzusetzen. Für die Anwendung im Seminar wird das Konzept mit neuen Elementen wie mehreren Spielrunden und Ereigniskarten angereichert.

Aus soziologischer Perspektive begründen sozio-demographische Phänomene der Gegenwartsgesellschaft das Transfervorhaben: Dabei sind überwiegend lebenslaufspezifische Ereignisse durch eine Vielzahl von Herausforderungen und Zukunftserwartungen geprägt. Das Konzept der Trading Cards soll dazu dienen, einzelne Phänomene der Gegenwartsgesellschaft herauszugreifen, strukturiert und einordnend zu beschreiben sowie mögliche Implikationen für dritte Akteure zu generieren.

Die wissenschaftliche Nähe von Erziehungswissenschaft, Soziologie und Kommunikationswissenschaft ermöglicht zudem inhaltlichen Austausch und bietet die Chance, zukünftig ein gemeinsame Sammlung von Theoriekarten anzulegen.

Ansprechpartner: Susann Kohout, Tom Hensel, Tim Hartung

Im Sommersemester 2016 wurden folgende Transferprojekte zur Förderung durch das Transferprogramm ausgewählt:

PlayTULearn


Transfer des Planspiels „Outbreak“  als innovatives Lehr-Lern-Konzept vom Institut für Mikrobiologie (IfM) und dem Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik (IWF) auf das Institut für Automobilwirtschaft und Industrielle Produktion (AIP) und das Institut für Ökologische und Nachhaltige Chemie (IÖNC)

An der TU Braunschweig wird das Planspiel „Holistic“ seit mittlerweile acht Jahren erfolgreich im Themenfeld „Nachhaltige Produktion und Life Cycle Engineering“ eingesetzt. Nach einem ersten Transfer in das Institut für Mikrobiologie unter der Bezeichnung „Outbreak“ wird diese TU-eigene Planspiel-Lehrmethode in die  Lehrveranstaltungen „Energie- und ressourceneffiziente Produktion" des AIP und „Nachhaltige Chemie" des IÖNC adaptiert.

Im letzten Drittel der Vorlesungsreihe “Energie- und ressourceneffiziente Produktion“ findet unter Einsatz des zu entwickelnden Planspiels „Schlau und Blau“ ein interaktiver Themenblock statt („Smart and Blue Technologies“). In diesem wird die Komplexität der Identifikation, Auswahl, Konfiguration und Abstimmung von Maßnahmen zur Erreichung eines sowohl effizienten als auch effektiven Unternehmens im Hinblick auf Bereitstellung, Speicherung und Verwendung von Energie und Ressourcen vermittelt. Studierende übernehmen die Aufgabe der Planung, Steuerung und Kontrolle von insgesamt vier Unternehmensbereichen: Das Management der Energie- und Medienbereitstellung, einer Komponentenfertigung, einer Endproduktmontage sowie der Umwelt- und Nachhaltigkeitsabteilung. Jeder der vier Bereiche soll über mehrere Perioden hinweg spezifische betrieblich motivierte Zielsetzungen erreichen und dabei sowohl den eigenen Bereich als auch das Gesamtunternehmen in seiner Performance verbessern. Die zu treffenden Entscheidungen dürfen jedoch nicht nur auf die eigenen unternehmerischen, sondern müssen auch auf Entwicklungen in der Unternehmensumwelt ausgerichtet sein.

Die Nachhaltige Chemie widmet sich der nachhaltigen Energie- und Stoffgewinnung, sowieenergieeffizienten, stoffökonomischen Reaktionen und Prozessen. Die Vermeidung von Abfällen sowie toxischen Ausgangs-, Zwischen- und Endprodukten (Vorsorge) steht dabei im Vordergrund. Die Ökologische Chemie untersucht Verbreitung, Verbleib, Umwandlung und Entfernung von Schadstoffen in der Umwelt (Nachsorge). Die beiden Vorlesungen „Nachhaltige Chemie“ und „Industrielle Umweltchemie“ zeigen ideale Wege auf, um mit chemischen Kenntnissen Ressourcen zu schonen, Schadstoffe zu identifizieren und zu beseitigen. In realen Situationen müssen diese Ziele allerdings gegeneinander (zum Beispiel hoher Wirkungsgrad und Abgasreinigung) oder gegen andere Zielgrößen (zum Beispiel Wirtschaftlichkeit) abgewogen werden. Das Abwägen verschiedener Optionen ist Wesensmerkmal nachhaltigen Handelns. Diese Fähigkeit soll bei den Studierenden mit der Einführung des Planspiels „GreenChem“ gestärkt werden. Das mehrstündige Planspiel soll den gemeinsamen Abschluss der beiden Veranstaltungen bilden. Im Spiel müssen die Studierenden in Kleingruppen miteinander verknüpfte chemische und energietechnische Prozesse nachhaltig planen und überwachen. Diese umfassen Bereitstellung/Herstellung, Verwendung und Entsorgung/Recycling von chemischen Erzeugnissen und Energie sowie den anfallenden Abfallprodukten. Im Zuge dessen müssen die Studierenden in viele Richtungen gleichzeitig denken und die Vorlesungsinhalte in intensiven, teils emotionalen Situationen rekapitulieren.

Ansprechpartner/innen:

Niklas Heiland (IÖNC)

Christoph Johannes (AIP)

Dr. Janine Rasch (IfM)

Stefanie Pulst (IWF)

Dr. Stefan Böhme (IWF)

Vom Reflecting Team zum Hyper-Videovignetten-Tutorial

Transfer des Lehr-Lern-Konzepts „Reflexion im Fokus“ vom Institut für Musik und ihre Vermittlung auf das Institut für Fachdidaktik der Naturwissenschaften (IFdN)

Seit dem Wintersemester 2015/16 erprobt das Institut für Musik und ihre Vermittlung im Rahmen des Masterstudiengangs Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen (GHR 300) ein neues Seminarkonzept für die Verzahnung von Theorie und Praxis in der Praxisphase. Die Studierenden werden bei ihren Unterrichtsversuchen gefilmt, diesen Videos werden Vignetten,  bis zu 90-sekündige Ausschnitte von videografiertem Schulunterricht, entnommen. Diese Vignetten werden in den Seminaren analysiert. Darüber hinaus werden aus den Vignetten interaktive Tutorials als Flipped-Classroom-Lernumgebung erstellt.

Am Institut für Fachdidaktik der Naturwissenschaften sind die Lehrveranstaltungen zur Praxisphase in den Fächern Biologie, Chemie und Physik inhaltlich und konzeptionell abgestimmt. Es wurde ein gemeinsamer Veranstaltungsplan entwickelt, der ein Kerncurriculum mit obligatorischen Inhalten und fakultativen Themen für die drei Seminare in jedem Fach vorsieht. Im Rahmen der Pflichtthemen des Vorbereitungsseminars werden gemeinsame Unterrichtssimulationen durchgeführt und ausgewertet, die an fachspezifische Planungsphasen anschließen. Im Begleitseminar sind beispielsweise Themen wie Unterrichtsorganisation, Lehrerverhalten und Unterrichtsstörungen vorgesehen. Die Studierenden profitieren hierbei auch von den teils unterschiedlichen fachlichen Perspektiven, die ihren Blick erweitern.

Im Rahmen des Transferprojekts lernen die Studierenden des IFdN im Rahmen ihrer Praxisphase anhand von Hyperlink-Videovignetten zunächst fremde Lehrleistung und Unterrichtsqualität, im Verlauf aber dann auch ihre eigenen Fähigkeiten zu analysieren und zu reflektieren. Der Fokus liegt dabei auf Sprachlichkeit, insbesondere der „Sprachverwendung“ und dem „Sprachhandeln im Unterricht“.  Das Ziel ist eine differenzierte Reflexion über Unterricht und die Entwicklung alternativer Unterrichtsstrategien durch die Studierenden.  Hier setzt das Projekt an: Die Studierenden werden durch diese wissenschaftsbasierte Theorie-Praxis-Verknüpfung besser auf die Anforderungen im Praxisblock des Studiengangs vorbereitet.

Ansprechpartner/innen:

Institut für Fachdidaktik der Naturwissenschaften (Transfernehmer)
Dr. Dagmar Hilfert-Rüppell
Dr. Axel Eghtessad
Tim Drabandt

Institut für Musik und ihre Vermittlung (Transfergeber)
Joana Grow
Franziska-Janne Günther

Im Wintersemester 2015/16 wurden die folgenden Transferprojekte zur Förderung durch das Transferprogramm ausgewählt:

LiteraTUgo - Tutorials zum wissenschaftlichen Schreiben

In diesem Transferprojekt wird auf Basis der bereits vorhandenen Strukturen und Materialien vom Innovationsprojekt „LiteraTUs“ eine Informations- und Lernplattform entwickelt, die es Studierenden ermöglicht, sich die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens und Schreibens in einem aktiven Lernprozess zu erarbeiten.

Das Lehrmaterial wird für die Fächer Informatik und Psychologie so aufbereitet, dass einzelne Kurse entstehen, die unabhängig voneinander bearbeitet werden können. Diese sind nach Studienfach und Art der anzufertigenden Arbeit gegliedert. Durch diese Struktur können Kurse einfach ergänzt und in Blended Learning-Konzepte intergiert werden, sowie Inhalte für den Transfer auf andere Studiengänge erweitert werden.

Ansprechpartner/in:

Yannic Schröder, Johanna Marie Burkert und Robert Hartung

GenderING „Automatisiertes Fahren“

Transfer des Lern-Lehr-Konzepts „GenderING“ vom Institut für Flugführung auf das Institut für Fahrzeugtechnik.

Bei dem Transferprojekt GenderING „Automatisiertes Fahren“ wird das bereits etablierte Lehr-Lern-Konzept “GenderING. Gender Studies in die Ingenieurwissenschaft“ auf die Lehrveranstaltung „Automatisiertes Fahren“ übertragen.

Unter Anwendung des im Innovationsprogramm entwickelten Drei-Phasen-Modells werden Gender Studies als Reflexionswissenschaft und Ungleichheitsforschung direkt mit der ingenieurwissenschaftlichen Lehre verschränkt. Der Fokus in der jungen Vorlesung dieses zukunftsträchtigen Forschungsbereiches liegt auf der Untersuchung der Mensch-Technik-Interaktion beim Automatisierten Fahren. Dazu werden die Studierenden aktiv in Befragungen und Probandenstudien im Fahrsimulator eingebunden und gemeinsam mit Ihnen die Ergebnisse erarbeitet. Durch die Weiterentwicklung der Lehrveranstaltung werden Studierende und Lehrende von soziotechnischen Perspektiven und der interdisziplinären Zusammenarbeit profitieren.

Ansprechpartner/in: Claude Draude, Adrian Sonka

Round Table Education 2

Transfer des innovativen Lehr-Lern-Konzepts "Round Table Education" vom Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik auf das Institut für Hochspannungstechnik und elektrische Energieanlagen.

Das im Rahmen des Innovationsprogramms geförderte Lehrprojekt „Round Table Education“ wurde im Sommersemester 2015 erstmals in der vorlesungsbegleitenden Saalübung „Produktionstechnik für die Elektromobilität“ durchgeführt und wird nun auf die Veranstaltung „Gleichstrom- und Speichersysteme“ übertragen.

Hinter dem Begriff „Round Table Education“ verbirgt sich ein Lehrkonzept zur aktiven Förderung des zunehmend wichtiger werdenden Schnittstellendenkens und Verstehens angrenzender, ingenieurwissenschaftlicher Inhalte durch kooperatives Zusammenarbeiten heterogener Gruppen am „Runden Tisch“. Die Seminarteilnehmer/innen werden die Inhalte der Vorlesung und ihre bisherige fachspezifische Ausbildung nutzen, um kooperativ ein technisches Projekt, klassifiziert als Entwicklungsauftrag, optimal zum Erfolg zu bringen. Während der Projektphase stehen Gruppen in direkter Konkurrenz zueinander. Die Konzeptausarbeitungen werden regelmäßig im Kolloquium präsentiert und verteidigt, um die im technischen Studium häufig vernachlässigten Soft Skills, insbesondere in Bezug auf Zusammenarbeit, auszubauen.

Um die Teams bei der Optimierung ihrer interdisziplinären Zusammenarbeit zu unterstützen und die vielfältigen Wissensbestände zugänglich zu machen, nehmen die Studierenden zusätzlich an einer Teamdiagnose sowie einem Teamentwicklungsworkshop teil. Die beiden Maßnahmen sollen auch dazu beitragen, die Studierenden beim Ausbau persönlicher Stärken und der Identifikation persönlicher

Entwicklungsfelder zu unterstützen. Dieser Projektbaustein findet in Kooperation mit der Abteilung für Arbeits-, Organisations- und Sozialpsychologie (AOS) statt und ist an die dort ansässige Veranstaltung „Teamentwicklung“ im Masterstudiengang Psychologie gekoppelt.

Ansprechpartner/innen:

Uwe Westerhoff (elenia), Antje Schilling (IWF)Amelie Güntner (AOS)

Technology Business Model Creation

Transfer des Lehr-Lern-Konzepts „Technology Business Model Creation“ vom Lehrstuhl für Entrepreneurship am Institut für Füge- und Schweißtechnik auf das Institut für Füge- und Schweißtechnik, das Institut für Oberflächentechnik und das Institut für Chemische und Thermische Verfahrenstechnik.

p>Das durch das Innovationsprogramm bereits etablierte Lehr-Lern-Konzept "Technology Business Model Creation" wird vom Transfergeber, dem Lehrstuhl für Entrepreneurship, auf drei weitere Institute der Fakultät für Maschinenbau transferiert.

Innerhalb des jeweiligen Seminars erarbeiten interdisziplinäre Teams von Studierenden basierend auf der Analyse einer ökonomischen Verwertung ein Geschäftsmodell für angewandte Forschungsprojekte der TU Braunschweig. Dabei agieren die Forschungsgeber/innen als technische und die Mitarbeiter des Lehrstuhls für Entrepreneurship als betriebswirtschaftliche Mentorinnen und Mentoren.

Der Fokus der Veranstaltungen liegt auf der Vermittlung von Wissen zur Entwicklung von Geschäftsmodellen für technologieorientierte Forschungsprojekte. Zunächst werden den Studierenden Elemente und Methoden zur Generierung von Geschäftsmodellen vorgestellt. Anschließend beispielhaft innovative Geschäftsmodelle aus den Bereichen High-Tech, E-Business und wissensorientierter Unternehmungen vorgestellt. Darauf aufbauend erarbeiten die Studierenden ein Geschäftsmodell für die selbst gewählten Forschungsprojekte. Seitens des Transfergebers wird für die Transfernehmer/innen eine Toolbox zur Entwicklung von Geschäftsmodellen erstellt, die sie zur selbstständigen Durchführung des Lehr-Lern-Konzepts befähigt.

Durch die hochschul- und fakultätsübergreifende Zusammenarbeit der Hochschule für Bildende Künste, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften und der Technischen Universität Braunschweig, werden u.a. der Austausch, die Interdisziplinarität, die Sozialkompetenz, das selbstständige Denken und Handeln sowie die Sensibilisierung für die verschiedenen Lerninhalte und Fachgebiete geschaffen.

Ansprechpartner: Moritz BirkelbachSamir Roshandel

Im Sommersemester 2015 wurden die folgenden Transferprojekte zur Förderung durch das Transferprogramm ausgewählt:

C4mpUs­-weit


Transfer des Lehr-Lern-Konzepts „C4mpUs“ vom Institut für Wirtschaftsinformatik auf die Institute für Stahlbau und Baugeschichte.

In diesem Transferprojekt werden in der Praxis erprobte Lehrszenarien der Institute für Stahlbau und Baugeschichte in einer adäquaten Form auf die bereitstehende Technologie einer mobilen Applikation des Instituts für Wirtschaftsinformatik übertragen. Sie ermöglicht laufende Interaktion zwischen den Lehrenden und Lernenden in großen und kleinen Vorlesungen, gemeinsames und situationsbezogenes Lernen und ist in allen Funktionen mit motivierenden Spielmechaniken angereichert.

Ansprechpartner: Michael Kallookaran, Moritz Reinäcker

DATA-MINING - DATA-MAPPING


Transfer der PROJEKTAKADEMIE LÄNDLICHER RAUM des Instituts für Nachhaltigen Städtebau auf das Institut für Geoökologie.

Das innovative und sich derzeit bewährende Konzept der PROJEKTAKADEMIE LÄNDLICHER RAUM wird im Rahmen des Transferprogramms in einen übertragbaren „Lehrmodul“-Baukasten übersetzt und basierend darauf das neue Lehrformat DATA-MINING - DATA-MAPPING entwickelt. Gemeinsam mit StakeholderInnen vor Ort entwickeln Studierende interdisziplinär ökologische, städtebauliche Strategien im urbanen und ruralen Kontext. Geodaten und das Medium der Karte (Mapping) werden hierbei Diskussionsgrundlage und wichtige Arbeitswerkzeuge im Dialog zwischen Studierenden und PraxispartnerInnen.

AnsprechpartnerInnen: Prof. Dr. Vanessa Miriam Carlow, Prof. Dr. Boris Schröder, Jana CarusDirk Neumann

Outbreak - Planspiel Infektionsforschung

Transfer des Konzepts „PlayING“ des Instituts für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik auf das Institut für Mikrobiologie.

Dieses Lehr-Lern-Konzept zeichnet sich durch eine innovative wechselseitige Kopplung von klassischer Vorlesung und Planspielmethode aus, bei welcher der Erwerb von Fachwissen und Handlungskompetenzen in einer einzelnen Lehrveranstaltung integriert wird.  Zentrales Element des Planspiels Outbreak ist die Ausarbeitung und Umsetzung globaler Strategien zur Bekämpfung von Seuchen und Pandemien.

Ansprechpartnerin: Janine Rasch

S.O.S. – Studieren ohne Sprachbarrieren

Transfer des gemeinsamen Projekts  „S.O.S. – Studieren ohne Sprachbarrieren“ des Instituts für Elektrische Messtechnik und Grundlagen der Elektrotechnik und des Sprachenzentrums der TU Braunschweig auf die Fakultät für Maschinenbau.

Im Rahmen dieses Transferprojekts wird das erfolgreiche Konzept der Ausbildung von Sprachcoaches auf die Fakultät für Maschinenbau übertragen. Die Verknüpfung von sprachlicher Förderung und fachbezogener Lehrveranstaltung in den S.O.S.-Lerngruppen stellt ein innovatives Peer-Teaching-Konzept dar, welches dem Anspruch nach sprachlicher, fachlicher und sozialer Integration fremdsprachiger Studierender an der TU Braunschweig gerecht wird.

Ansprechpartnerinnen: Dr. Dezhen Li, Maria Neumann

Teaching apart together

Transfer des Projekts „Datenanalyse 2.0: neue Wege in der Methodenausbildung“ des Instituts für Sozialwissenschaften auf eine E-Learning-Plattform für empirische Methoden des Instituts für Erziehungswissenschaften.

Die am Institut für Sozialwissenschaften für quantitative Methodeninhalte entwickelte E-Lernplattform wird auf die Internetpräsenz des Instituts für Erziehungswissenschaft transferiert und zu einer integrativen (quantitative und qualitative Forschungszugänge umfassenden) Methoden-Lernumgebung ausgebaut. Angesichts der heterogenen (curricularen) Anforderungen der verschiedenen durch das Institut der Erziehungswissenschaft betreuten Studiengänge stellt die virtuelle Lernplattform den Grundstein für die zunehmende Vereinheitlichung von Ausbildungsinhalten, den selbstgesteuerten Erwerb methodischer Kompetenzen durch die Studierenden sowie deren individuelle Betreuung dar.

Ansprechpartnerin: Dr. Virginia Penrose


  aktualisiert am 16.05.2018
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