TU BRAUNSCHWEIG

Schleifschlammentölung – Umweltverträgliche Produktion durch Rückgewinnung von Kühlschmierstoffen aus Schleifschlämmen

  • Förderung: Deutsche Bundesstiftung Umwelt                  
  • Ansprechpartner: apl. Prof. Dr.-Ing. Christoph Herrmann, Dr.-Ing. Ralf Bock

Fragestellung und Motivation

Bei der Oberflächenbearbeitung durch Schleifen fallen in Deutschland pro Jahr ca. 150 000 bis 250 000 t Schleifschlamm an. Diese ölbehafteten Metallspäne sind als Sonderabfall zu entsorgen. Trennt man jedoch Metall und Kühlschmierstoff, kann der Schmierstoff in den Bearbeitungsprozess zurückgeführt werden. Die ölfreien Späne können nach einer Pelletierung ebenfalls recycelt werden.

Vorgehensweise und Projektziel

Extraktive Entölungsverfahren gewährleisten Restölgehalte von unter 1%. Durch den aufwendigen Prozessablauf sind jedoch nur geringe Durchsatzmengen möglich. Abhilfe kann hier eine Verfahrenskombination mit mechanischen Pressverfahren schaffen. Der Schleifschlamm wird vorgepresst, damit die größten Mengen an KSS entfernt werden und das Volumen für die anschließende Extraktion verringert wird. Der Durchsatz wird so erheblich gesteigert. In dem entwickelten Verfahren wird der ölfreie Schlamm nach der vollständigen Entölung zu Pellets verpresst und anschließend z.B. in Stahlwerken weiter verwertet.


  last changed 05.11.2019
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