TU BRAUNSCHWEIG

Systemforschung für filtriermittelfreie Kantenspaltfilter unter besonderer Berücksichtigung der reproduzierbaren Erhöhung der Standzeit

  • Laufzeit: 03/2007–03/2009
  • Förderung: AIF
  • Ansprechpartner: Dr.-Ing. Ralf Bock

Fragestellung und Motivation

Zur Feinstbearbeitung von Werkstücken aus Hartmetalllegierungen werden nichtmischbare Kühlschmierstoffe (z.B. Mineralöl, synthetische Öle, …) eingesetzt, die sich bei der Bearbeitung des Werkstücks mit Werkstückspänen anreichern. Insbesondere Werkstückpartikel, die kleiner als 5µm sind, erfordern eine effektive Filtrierung, um den negativen Einfluss der Partikel im Zerspanungsraum zu verhindern und den Kühlschmierstoff möglichst lange wieder verwenden zu können.

Vorgehensweise und Projektziel

Die rückstandsfreie Filtrierung der Partikel aus dem Stoffstrom ist mit konventionellen Anschwemmfiltern oder Kantenspaltfiltern möglich. Die besondere Eigenschaft von Kantenspaltfiltern ist das Fehlen von Filtrierhilfsmitteln (z.B. Cellulose). Filtrierhilfsmittel müssen bei Anschwemmfiltern mit nachlassender Filtrierleistung ausgetauscht und als Abfall entsorgt werden. Die Firma Hoffmann-Filter kann mit dem Konzept des Kantenspaltfilters (filtriermittelfrei) eine hochfeine Filtrierung ermöglichen, mit der feinste Partikel herausgefiltert werden. Jedoch verblocken sich die verwendeten Filterkerzen unter bisher unbekannten Prozessbedingungen, so dass ein Einsatz in diesem technologisch und wirtschaftlich attraktiven Anwendungsgebiet heute noch nicht möglich ist. Mit Methoden der statistischen Versuchsplanung und -auswertung (Design of Experiment – DOE) werden die relevanten Stellgrößen und Wirkzusammenhänge, die zu einem Ausfall der Filtrierung führen, analysiert und optimale Prozessparameter auf Basis des DOE-Modells abgeleitet.


  last changed 05.11.2019
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