TU BRAUNSCHWEIG

ESIMA – Verbesserte Ressourceneffizienz in der Produktion durch energieautarke Sensorik und Interaktion mit mobilen Anwendern

Mensch-Technik-Interaktion, Vernetzung und mobile Kommunikation sind wichtige Mittel, um Produktionsprozesse zukünftig effizienter zu gestalten und somit auch wirtschaftlichen Ansprüchen, wie beispielsweise einer kostenoptimierten Fertigung gerecht zu werden. Mobile Endgeräte wie Tablet-Computer und Smart-Phones bieten heutzutage ein breites Spektrum an Funktionalität und Kommunikationsmöglichkeiten und bieten sich daher als ergonomische Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine an.

Das Projekt ESIMA zielt daher auf die Bereitstellung von nutzerspezifisch aufbereiteten Maschinendaten, die  vorrangig auf mobilen Endgeräten dargestellt werden. Die verfügbaren Daten werden situativ und individuell für den spezifischen Benutzer und seinen Handlungsspielraum aufgearbeitet und angepasst dar gestellt. Damit werden die für die Praxis relevanten Daten bis auf die Arbeits- und Serviceebene herunter gebrochen und dem maschinenverantwortlichen Personal zur Verfügung gestellt. Die Schnittstelle zum Prozess wird durch miniaturisierte, energieautarke Sensorknoten so ausgelegt, dass sie ohne Modifikationen der Maschineninfrastruktur relevante Prozessgrößen erfassen und vorverarbeiten können.

Eine weitere Zielstellung ist die Nutzung von Sensoren, die das mobile Endgerät mitbringt, um ortsbezogene Daten wie Hörschallpegel oder Lichtintensität zu erfassen, zu speichern und in Layout-Plänen zur Verfügung zu stellen. Ergänzend werden die bereits verfügbaren geräteinternen Sensoren mit externen Sensoren (Hardware-Supplements) erweitert, um beispielsweise Ultraschallsignale zur Leckageortung an Druckluft-System-Komponenten zu nutzen.

Die Arbeitsgruppe Nachhaltige Produktion & Life Cycle Engineering fokussiert dabei auf die Gestaltung und Entwicklung eines Konzepts zur Interaktion zwischen Anwendern aus verschiedenen Zielgruppen mit den Entitäten der Produktionsumgebung. Dabei wird eine enge Zusammenarbeit mit der Firma c4c Engineering aus Braunschweig angestrebt, die für die Entwicklung des Softwaresystems zuständig ist.

Das Projekt ESIMA läuft vom 01.07.2013 bis zum 30.06.2016 und wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit Forschungsmitteln in Höhe von 2,3 Millionen Euro unterstützt. Die Projektkoordination erfolgt durch die Firma Festo mit Stammsitz in Esslingen am Neckar. Neben der Firma Festo und der Arbeitsgruppe Nachhaltige Produktion & Life Cycle Engineering des IWF ist ein Konsortium aus dem Bereich der Mikrosystemtechnik, Drahtloskommunikation, Automatisierungstechnik, Batterietechnik und Softwareentwicklung vertreten. Als Anwendungspartner ist die Daimler AG in Mannheim beteiligt. Am Standort Mannheim befindet sich eine Gießerei und Daimler produziert Motoren.

Um die Ergebnisse des Projekts zu verifizieren, wird die Technik zunächst im Rahmen der Lernfabrik prototypisch im Versuchsfeld des Instituts für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik installiert und getestet. Nach erfolgreicher Testphase findet die Technik Anwendung bei der Daimler AG in Mannheim und wird in die Produktion der Zylinderkurbelgehäuse für Lastkraftwagen implementiert. Ergebnisse aus dem Projekt bilden die Grundlage für neue Produkte und Dienstleistungen der teilnehmenden Industriepartner.

Weitere Informationen:

Keywords: Energieautark, Mobile Endgeräte, Mensch-Maschine-Interaktion

Projektlaufzeit:

07/2013 bis 06/2016

Ansprechpartner:

Benjamin Neef

Förderung:

Bundesministerium für Bildung und Forschung, TU Braunschweig Projekt „ESIMA“.

Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderungskennzeichen 16SV6043 gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt beim Autor.


  aktualisiert am 08.08.2018
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