TU BRAUNSCHWEIG
 

FormHand im EXIST-Forschungstransfer

FormHand - Gesamtaufbau

Ausgangssituation und Problemstellung

In der automatisierten Produktion besteht großer Bedarf an flexiblen Handhabungssystemen. Die zu handhabenden Objekte variieren in Anzahl, Gewicht, geometrischer Form, Abmessung, Steifigkeit oder Oberflächenbeschaffenheit. Zu den typischen Aufgaben in der Produktion zählt das Bewegen von Objekten sowie die Änderung von Orientierung oder Form.

Je nach Anwendungsfall ergeben sich Prozesse, die durch den Einsatz eines flexiblen Industrieroboters ohne Spezialwerkzeug nicht gelöst werden können. Daher werden zusätzlich flexible und anpassungsfähige Greifersysteme benötigt, die in Kombination mit einem Industrieroboter die Automatisierung von komplexen Prozessen ermöglichen.

Ein Lösungsansatz: Die FormHand-Technologie

Ein Ansatz zur Realisierung der gefragten flexiblen und anpassungsfähigen Greifersysteme ist die FormHand-Technologie. Diese basiert auf dem Prinzip eines Niederdruckflächensaugers in Verbindung mit einem granulatgefüllten Formkissen, dessen Festigkeit und Form der jeweiligen Aufgabe bzw. dem Greifobjekt angepasst wird. Das Formkissen erlaubt je nach Anwendung beispielsweise die Integration einer Flächenheizung zur Realisierung weiterer Prozesschritte während der Handhabung.

Mit der FormHand-Technologie können in einem Greifer folgende Funktionen so gut wie gleichzeitig realisiert werden:

FormHand - Greifen von biegeschlaffen Objekten

Der Flächensauger und das Formkissen erlauben ein schonendes und schadenfreies Greifen biegeschlaffer Objekte, z.B. Textilien, Leder, Folien.

FormHand - Handhabung von Gepäckstücken

Die Formvariabilität des Formkissens erlaubt die Anpassung an verschiedenste Objekte, z. B. für die Kommissionierung oder Verladung von unterschiedlichsten Objekten mit nur einem Werkzeug.

 

FormHand - Spannen von Objekten

Neben dem flexiblen Greifen wird das Formkissen zum Spannen von Objekten mit wechselnder Bauteilgeometrie eingesetzt, z. B. für deren Vermessung oder Bearbeitung.

   

Ziele des Gründungsprojektes

Im Rahmen der Förderung will das Gründerteam die technische Einsatzfähigkeit der FormHand-Technologie im industriellen Einsatz zeigen. Dazu werden zusammen mit Projektpartnern Referenzszenarien untersucht. Mittelfristig wird das Team durch eine Unternehmensgründung die FormHand-Technologie weiterentwickeln und vertreiben.

Das FormHand-Gründerteam: Christian Löchte, Kirsten Büchler, Holger Kunz (v.l.).


weiterführende Links zur FormHand-Technologie


Auszeichnungen

Im Mai 2014 haben H. Kunz und C. Löchte mit den Arbeiten zur FormHand-Technologie den JEC Innovation Award in der Kategorie Automation gewonnen.

JEC Innovation Award 2014 JEC Innovation Award 2014 - Gewinner: C. Löchte und H. Kunz

Die Förderung

Das Projekt FormHand wird seit dem 01.04.2016 durch die Förderrichtlinie EXIST-Forschungstransfer des BMWi für 24 Monate gefördert. Diese hat sich zum Ziel gesetzt, "herausragende forschungsbasierte Gründungsvorhaben" zu fördern, die mit "aufwändigen und risikoreichen Entwicklungsarbeiten verbunden sind".

FormHAND


Veröffentlichungen

 

 


Ansprechpartner

Christian Löchte
Christian Löchte
Dipl.-Wirtsch.-Ing.

+49 531 391 - 7628

c.loechte@tu-bs.de


  aktualisiert am 31.08.2016
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