TU BRAUNSCHWEIG

Experimentierfabrik

In der Experimentierfabrik liegt der Fokus darauf, die erforschten Methoden und Werkzeuge der Schwerpunktbereiche in die Lehre von Ingenieursstudenten sowie in die Weiterbildung von Fachkräften zu übertragen. Dazu wurde eine Fabrik in der Fabrik aufgebaut. Die Modellfabrik besteht aus einer real funktionierenden, modular zusammengesetzten Produktionsprozesskette autonomen Logistiksystem und eigener technischer Gebäudeausrüstung. Ohne direkte Gefahren durch hohe elektrische Spannungen oder große mechanische Kräfte können die Lernenden in geleiteten Workshops oder in freien Projekten ihre Forschungsziele definieren und Experimente durchführen, um ihr theoretisch erlangtes Wissen praktisch zu testen und zu festigen. Durch den Ansatz des erfahrbaren Lernens werden die Lernziele wesentlich schneller erreicht und das Methodenwissen stärker verankert als in Klassenraum-basierten Ansätzen.

ILehLe

Die fortschreitende vierte industrielle Revolution zieht einen Wandel der Arbeitsplätze und der zugehörigen Anforderungsprofile nach sich. In Beruf und Ausbildung sehen sich Beschäftigte, Lehrlinge und Studenten diesem Umbruch gegenübergestellt. Für die Unternehmen und Bildungsträger ist es Aufgabe und Herausforderung zugleich, die benötigte (Weiter‑) Qualifizierung bereitzustellen und zu vermitteln. Im Rahmen des Förderschwerpunkts "Technik zum Menschen bringen" setzt sich das BMBF ein, das Zusammenspiel von Mensch und Technik weiter zu optimieren. Eine Fragestellung die sich dabei ergibt ist die, wie die erforderlichen Kompetenzen und das Knowhow – insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels – transferiert werden können. Mit der Antwort auf die Frage wie dies im industriellen Umfeld geschehen kann, beschäftigt sich die Intelligente Lehr-Lernumgebung – kurz ILehLe.

Mehr unter www.tu-braunschweig.de/iwf/pul/forschung/projekte/ilehle.

JInGEL

Die Ingenieurausbildung an indischen Hochschulen hat großes Potential theoretisch wissenschaftliche und praktische Bildung zu kombinieren. Für den erfolgreichen Einstieg in den Arbeitsmarkt ist es förderlich bereits im Studium einen Bezug zur industriellen Praxis herzustellen. Gerade im Bezug auf Management- und Handlungskompetenzen in realen Fabrikumgebungen gibt es Defizite in der universitären Ausbildung. Ziel dieses Projekts ist es, die Erfahrungen aus der Ingenieursausbildung im Experience Lab der TU Braunschweig (TU-BS) auf die indische Universitätslandschaft anzupassen und als Referenzprojekt am Birla Institute of Technology & Science (BITS) zu etablieren. Mit dem deutschen Wirtschaftspartner Festo Didactic erfolgt eine intensive Zusammenarbeit mit den Universitäten im gemeinsamen Netzwerk.

Mehr unter www.tu-braunschweig.de/iwf/pul/forschung/projekte/jingel.

JoSITURF

Im Rahmen von JoSITURF soll eine gemeinsame Forschungsfabrik (Joint Research Factory) als Plattform für kollaborative Forschung und Projektakquise für die TU Braunschweig und das SIMTech aufgebaut werden. Dabei sollen die für beide Partnerländer wichtigen, aktuellen Themen im Fokus stehen: Urbane Produktion, Energie- und Ressourceneffizienz sowie die Einbindung von Informations- und Kommunikationstechnologie in Unternehmen. Es gelten dabei die Randbedingungen in Deutschland und Singapur wie Ressourcenverfügbarkeit, Landnutzung insbesondere in Städten, Infrastruktur sowie klimatische und demografische Trends. Neue Methoden und technologische Lösungen werden im Rahmen der gemeinsamen Plattform zur Schau gestellt Diese soll als Schaufenster dienen, um die Sichtbarkeit der Partnerschaft beider Länder zu erhöhen und als Basis für weitere gemeinsame Aktivitäten zu dienen.

Mehr unter www.tu-braunschweig.de/iwf/pul/forschung/projekte/jositurf.

Mittelstand 4.0

Mehr als 99 % der Unternehmen in Niedersachsen und Bremen sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU, ≤ 250 Mitarbeiter). Der respektive Beschäftigungsanteil entspricht rund 69 % und liegt damit über dem Bundesdurchschnitt. Mit rund 11 % der Beschäftigten ist die produzierende Stückgutindustrie strukturprägend für die Region. Gerade dem produzierenden Gewerbe werden unter dem Schlagwort „Industrie 4.0“ hohe Potentiale zur Steigerung ihrer Produktivität zugesprochen. Wobei große Unternehmen sich schnell dem Thema annehmen und seine Vor- und Nachteile für sich bewerten können, haben die KMU der Region vielfach nicht die Möglichkeit solch eine Einordung für sich vorzunehmen. Das liegt vielmals darin begründet, dass nur eine eingeschränkte Übersicht über marktfähige Industrie 4.0 Lösungen vorhanden sind und so nur eine unzureichende Bewertung der Vorteile des digitalen Wandels möglich ist. An dieser Stelle setzt das BMWi geförderte Projekt „Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0 – mit uns digital!“ an. Es stehen neben einer Generalfabrik für die Grundlagenvermittlung mehrere Expertenfabriken für die Vermittlung spezifischer Themen im Kontext Industrie 4.0 zur Verfügung. Neben den ein oder mehrtägigen Schulungen ist beinhaltet das Angebot von "mit uns digital" beratende Dialoge, Informationsveranstaltungen und Umsetzungsprojekte. Das gesamte Angebot ist für KMU kostenfrei.

Mehr unter www.tu-braunschweig.de/iwf/pul/forschung/projekte/mittelstand.


  aktualisiert am 11.01.2018
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