TU BRAUNSCHWEIG

Das Institut für rechnergestützte Modellierung im Bauingenieurwesen (iRMB) der Technischen Universität Braunschweig ist im Mai 1998 aus dem Fachgebiet für Numerische Methoden und Bauinformatik, das dem Institut für Angewandte Mechanik zugeordnet war, hervorgegangen und wurde bis September 2000 von Rainer Helmig geführt. Seit November 2001 ist Manfred Krafczyk für die Geschicke dieser Einrichtung verantwortlich. In der Grundausstattung verfügt das Institut z.Zt. über zwölf wissenschaftliche Mitarbeiter, einen Systemadministrator (Teilzeit) sowie eine Sekretärin. Darüber hinaus sind etwa zehn studentische Hilfskräfte in Forschung und Lehre beschäftigt.

Das Institut hat sich zum Ziel gesetzt, eine umfassende, qualitativ hochwertige und fächerübergreifende Ausbildung für Bauingenieure auf den Gebieten Numerische Methoden, Informationsverarbeitung (Programmierung, Algorithmen, CAD, Visualisierung u.a.) sowie der (computergestützten) Strömungsmechanik durchzuführen. Im Grund- und Grundfachstudium werden die Grundlagen zur Informationsverarbeitung und zu numerischen Methoden gelehrt. Darauf baut ein interdisziplinär ausgerichtetes Vertiefungs- und Weiterbildungsstudium auf, das sich schwerpunktartig mit Algorithmen, Simulationstechniken und ingenieurspezifischen Problemen der Strömungsmechanik befasst. Neben der rein fachbezogenen Ausbildung nehmen Aspekte des fächerübergreifenden Arbeitens in Teams, der Teamorganisation sowie der Handhabung und des Managements von Informations- und Telekommunikationstechnologien in der Bauingenieurausbildung einen immer größer werdenden Stellenwert ein. Durch die gleichzeitige Verfügbarkeit von digitalem Lehrmaterial, vorlesungsbegleitenden EDV-gestützten Simulationsprogrammen sowie dem Einsatz von Tele-Teaching- und Tele-Learning soll der Umgang mit den neuen Medien direkt am Rechner vermittelt werden. Dazu steht ein Tele-Teaching und Simulationsraum zur Verfügung, dessen Einrichtung 1999 durch eine Industriespende der Firma Hewlett Packard (HP) ermöglicht wurde. Weiterhin ist am Institut ein Rechnernetz aus leistungsfähigen Ein- und Mehrprozessor- Personalcomputern (PCs) installiert. Ein Parallelrechner (Linux-Cluster) und eine Rückprojektionseinheit (für Virtual Reality-basierte Visualisierung) sind ebenfalls vorhanden.

Das Streben nach einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Grundlagen- und angewandter Forschung mit entsprechender Rückwirkung auf Lehre und Weiterbildung bildet das Leitmotiv für unsere Arbeiten. Dies erfordert in zunehmendem Maße interdisziplinäres Arbeiten und die Kooperation mit nationalen und internationalen universitären und industriellen Partnern. Aus dem Wechselspiel zwischen Forschung und Anwendung resultiert auf der einen Seite die Orientierung und Motivation für die Forschung und auf der anderen Seite ein zunehmender Technologietransfer in die Praxis. Die klassischen Forschungsmethoden, die Theorie und das Experiment, wurden in den letzten Jahren durch ein drittes Standbein, die numerische Simulation erweitert. Dies hat der Forschung in vielen Bereichen zu einer ganz neuen Qualität verholfen und ungeahnte, neue Möglichkeiten eröffnet. Schwerpunkte der Arbeit des iRMB liegen in der Simulationstechnik- und Algorithmenentwicklung (insbesondere für Transportprobleme) sowie modernsten Ansätzen der Datenvisualisierung und des Höchstleistungsrechnens und erhält die notwendige experimentelle Unterstützung aus Kooperationen mit nationalen und internationalen Partnern (z.B. Prof. Dr. K. Roth, Institut für Umweltphysik der Universität Heidelberg, Prof. Dr. H. Flühler, Institut für terrestrische Ökologie an der ETH Zürich, Prof. Dr. M. Cerrolaza, Institituto de Materiales y Modelos Estructurales, Universidad Central de Venezuela). Aus diesem breiten Spektrum von Forschungstätigkeiten ergeben sich für den wissenschaftlichen Nachwuchs eine Vielzahl von anspruchsvollen und herausfordernden Aufgaben.

Zukünftige Forschungsarbeiten werden sich im Rahmen eines Graduiertenkollegs u.a. mit Fragen der Strömungs-Struktur Wechselwirkung befassen.

Die oben aufgeführten Ziele und Arbeitsfelder lassen sich nur mit einem interdisziplinären Team lösen, was sich auch in der fachlichen Zusammensetzung der Arbeitsgruppe widerspiegelt. Aufgrund der wachsenden Bedeutung nationaler und internationaler Kooperationspartner aus Forschung und Industrie werden die wichtigsten hier kurz aufgeführt. Im folgenden sind Einrichtungen genannt, mit denen Partnerschaften und aktive Austauschprogramme vereinbart sind:

  • Technische Universität München, Lehrstuhl für Bauinformatik
  • Universität Erlangen-Nürnberg, Lehrstuhl für Strömungsmechanik
  • Universität Stuttgart (IWS), Lehrstuhl für Hydromechanik und Systemmodellierung
  • ICASE, NASA-Research Institute
  • Universität Heidelberg, Institut für Umweltphysik
  • ETH Zürich, Institut für terrestrische Ökologie
  • Universidad Central de Venezuela, Institituto de Materiales y Modelos Estructurales
  • SOFiSTiK AG
  • Siemens AG

Die Institutsleitung ist sehr interessiert daran, diese Liste zu erweitern. Anregungen und Projektvorschläge sind also jederzeit willkommen!


  aktualisiert am 14.07.2011
TU_Icon_E_Mail_1_17x17_RGB Zum Seitenanfang