TU BRAUNSCHWEIG

Prüfstände am IMAB

Das IMAB verfügt über eine große Anzahl und Bandbreite unterschiedlichster Prüfstände, die teilweise sehr universell gestaltet, teilweise aber auch sehr speziell auf eine Anwendung zugeschnitten sind.

Am Standort Hans-Sommer-Straße existieren unter anderem

  • Prüfstände für rotierende Maschinen (Industrieantriebe, elektrische Fahrzeugantriebe, sonstige Aggregate) bis 40.000 rpm, bis 250 kW, bis 800 Nm
  • Prüfstände für Linearantriebe in verschiedenen Bauformen
  • Messeinrichtungen für die Charakterisierung von Magneten und flussführenden Materialien
  • Messeinrichtung zur Charakterisierung von Leistungshalbleiterbauelementen
  • Messeinrichtungen für berührungslose Energieübertragungssysteme
  • Messeinrichtung für Verluste in magnetischen Bauelementen

Die Energieversorgung wird dabei über die Infrastruktur der Maschinenhalle und Labore bereitgestellt, die leistungsfähige Drehstromanschlüsse, zwei Batteriesimulatoren (1000 V / 1000 A / 350 kW), diverse unidirektionale und bidirektionale Gleichspannungsquellen/-senken (z.B. 500 V / 80 A / 32 kW) sowie verschiedene rotierende Umformersätze umfasst.

Neben den Belastungsmaschinen umfassen die Maschinenprüfstände typischerweise diverse Messeinrichtungen wie Drehmomentenmessung, Schwingungsüberwachung, Temperaturmessung, elektrische und mechanische Leistungsmessung sowie flexible Kühlvorrichtungen.

Prüfstände am NFF

Das IMAB betreibt am Niedersächsischen Forschungszentrum für Fahrzeugtechnik (NFF) zwei Prüfstände für elektrische Fahrzeugantriebe. Mit diesen ist es möglich, E-Maschinen und Wechselrichter sowie die zugehörige Peripherie nach aktuellem Stand der Technik zu vermessen.

Dazu existieren am NFF unter anderem

  • ein Highspeed-Prüfstand mit bis zu 16.000 U/min bei bis zu 200 kW. Drehmoment bis 660 Nm. Dynamik bis zu 100.000 U/min/s.
  • ein Hightorque-Prüfstand mit bis zu 8.500 U/min bei bis zu 347 kW. Drehmoment bis 1200 Nm. Dynamik bis zu 48.000 U/min/s.
  • Fahrzeugenergiesysteme mit Nennspannung bis 800 V bei bis zu 220 kW. Strom bis 600 A mit Option auf bis zu 1200 A durch Parallelschaltung
  • zwei Kühlmittelkonditionierungen mit Temperaturregelung (15°C bis 120 °C) und einer Kühlleistung von jeweils 50 kW für die Prüflinge

Zur Durchführung der Prüfläufe existieren darüber hinaus Messeinrichtungen wie beispielsweise Leistungsmessgeräte (Yokogawa) und diverse Messaufnehmer für unterschiedliche Temperatursensoren, Spannungen, Ströme, Schwingungen, digitale Signale sowie für Drehmomente und Drehzahlen.

Forschungslabor „Langes Labor“

Das Forschungslabor „Langes Labor“ des IMAB ist der zentrale Ort für den Aufbau und die praktische Erprobung von einer Vielzahl von leistungselektronischen Wandlern und kleineren elektromechanischen Aufbauten.

Dieses Labor ist ausgestattet mit vier Fundamentspannplatten (1 m x 2 m) für kleinere Prüfstandsaufbauten sowie ca. 20 individuellen Arbeitsplätzen für Studierende und Mitarbeiter. Zwei dedizierte Lötplätze mit hochwertiger Ausstattung sind auch für filigrane Lötaufgaben gerüstet. Die Energieversorgung erfolgt wie in der Maschinenhalle über vier Abgangstafeln, an denen Drehstrom mit bis zu 250 kW sowie die verschiedenen Spannungen der Umformersätze bereitgestellt werden können. Gleichspannungen kleiner und mittlerer Leistung können über eine Vielzahl von Netzgeräten erzeugt werden.

Zur Ausstattung des Labors gehört weiterhin eine große Zahl moderner Messgeräte wie Speicheroszilloskope, Geräte zur hochpräzisen Leistungsmessung, Messinstrumente zur Analyse von passiven und aktiven Bauteilen sowie bildgebende Instrumente für thermische oder optische Untersuchungen. Das vorhandene Bauteillager ermöglicht den kurzfristigen Aufbau von Hilfsschaltungen aller Art oder das spontane Anpassen bestehender Aufbauten.

Im „Langen Labor“ wird ein großer Teil der am Institut betreuten studentischen Abschlussarbeiten mit Hardwareanteil durchgeführt. Daher ist es neben dem Studentenarbeitsraum im 3. OG einer der Mittelpunkte des studentischen Lebens am IMAB.

 

Institutswerkstatt

In unmittelbarer Nähe zu unseren Laboratorien befindet sich die mechanische Werkstatt unseres Instituts. Spezialisiert auf den Bau jeglicher Prototypen im Elektromaschinenbau sowie aller Komponenten zum Aufbau unterschiedlichster Prüfstände, können hier, in engem Kontakt zu unseren wissenschaftlichen Mitarbeitern, viele Hardwareprojekte realisiert werden.

Zur Fertigung der zum Teil hochpräzisen Werkstücke können insgesamt drei Werkstattmitarbeiter sowie zwei Auszubildende, auf einen kürzlich modernisierten Maschinenpark zurückgreifen.

Dieser umfasst im Einzelnen folgende Maschinen:

Drehmaschinen:                                            

Gildemeister NEF 520 (Zyklengesteuert)

Spitzenweite:   1000mm

Umlauf-Ø:          290mm

 

Kirloska Rigiturn (Konventionell)

Spitzenweite:   500mm

Umlauf-Ø:          250mm

 

Weiler Praktikant (Konventionell)

Spitzenweite:   300mm

Umlauf-Ø:          160mm

 

Fräsmaschinen:

 

Ecomill 70 ( 5- Achsen )

Verfahrwege:

X-Achse:             750mm

Y-Achse:              600mm

Z-Achse:              520mm

C-Achse:             360°

B-Achse:             -10°/+95°

 

Maho MH 600 E ( 4-Achsen )

Verfahrwege:

X-Achse:             600mm

Y-Achse:              400mm

Z-Achse:              400mm

C-Achse:             360°

 

Maho MH 700 (Konventionell)

Verfahrwege:

X-Achse:             700mm

Y-Achse:              450mm

Z-Achse:              450mm

 

 

Blechbearbeitung:                                       

Fasti Schwenkbiegemaschine

Bearbeitungslänge:        3000mm

 

„Hamburger“ Tafelschere

Bearbeitungslänge:        3000mm

Bearbeitungsstärke:      bis 5mm (Stahl)

 

Schleifmaschinen:

ABA-Flachschleifmaschine

Spannfläche:                     1000mm x 500mm


  last changed 15.10.2018
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