Kollektor

Auf den südausgerichteten Dächern von 86 Reihenhäusern werden insgesamt 2 920 m² Kollektorfläche, d.h. rund 35 m² pro Reihenhaus, installiert. Im Mittel ergibt sich für die gesamte Siedlung (124 Reihenhäuser) eine Kollektorfläche von etwa 24 m² pro Haus. Für jeden Gebäudetyp werden die Kollektorflächen so geplant, dass eine maximale Dachausnutzung erreicht wird. Die Gebäude des ersten Bauabschnittes (2047 m²) bekommen vorgefertigte Kollektormodule der Firma Wagner (LB-Kollektor) in Größen von 4 und 9 m² (siehe Abbildung). Die Kollektoren werden dabei in die Dächer integriert, d.h. sie ersetzen die harte Bedachung und übernehmen die Dichtfunktion des Daches.

Montage
Bildnachweis: Anna Borgmann/Alle Rechte bei der TU-Braunschweig

Abbildung 1: Montage

Im zweiten Bauabschnitt (873 m²) kommen Solardächer (Solar-Roof) ebenfalls von der Firma Wagner zum Einsatz. Dabei handelt es sich um vorgefertigte komplette Dachelemente mit Kollektor und feldintegrierter Verrohrung, die als Ganzes auf das Gebäude gesetzt werden. Der Neigungswinkel der Dächer beträgt 40°. Aufgrund der höheren Betriebstemperaturen von etwa 90°C muss das Kollektorsammelnetz mit Vorspannung installiert werden. Auf den Einsatz von Feldsicherheitsventilen wird verzichtet und stattdessen ein großes zentral im Heizhaus angeordnet. Mit einer entsprechenden Sicherung aller Absperrventile gegen unbefugtes Schließen wird die Drucksicherung gewährleistet.

Kollektor
Bildnachweis: Anna Borgmann/Alle Rechte bei der TU-Braunschweig

Abbildung 2-5: 2 Eingerüstete RH- Zeile (Fläche 1a) während der Endmontage der Kollektorfelder, 3 Revisionsklappe des Hausanschlusskastens der Kollektorfeld- Leitungen, 4 Kollektorfelder der RH- Zeilen auf der Fläche 2, 5 Kollektorfeld-Sammelleitungen auf der Dach- Unterseite