Gesamtsystem

Die solarunterstützte Nahwärmeversorgung (siehe Abbildung 1) wurde von den Hamburger Gaswerken (HGW) errichtet. Auf den Süddächern der Siedlung sind Kollektoren mit einer Gesamtfläche von 2920 m² montiert. Die dort gewonnene Wärme wird über das Kollektorsammelnetz zur Heizzentrale transportiert. Sie kann entweder bei Bedarf direkt zur Vorwärmung des Heizwassers im Wärmeverteilnetz genutzt oder in den Langzeit-Wärmespeicher eingebracht werden.

Anlagenschema
Bildnachweis: Anna Borgmann/Alle Rechte bei der TU-Braunschweig

Abbildung 1: Anlagenschema

Die 124 Wohneinheiten des Baugebietes sind an ein zentrales Nahwärmesystem angeschlossen. Jedes Gebäude besitzt einen Anschluss an das Wärmeverteilnetz mit eigener Übergabestation. Wird Wärme angefordert, so stellt diese das Netz zur Verfügung. Bei ausreichender Aufladung des Wärmespeichers erhöht die Anlage über einen Wärmeübertrager die Rücklauftemperatur. Die installierte Kesselanlage (mit 700 kW Gesamtleistung) heizt nur nach, wenn die benötigte Vorlauftemperatur über die Speicherentladung nicht erreicht werden kann. Der Langzeit-Wärmespeicher mit einem Volumen von 4.500 m³ ist als Erbecken-Wärmespeicher ausgeführt.

Etwa 50% des jährlichen Gesamtwärmebedarfs für Heizung und Warmwasser sollen solar gedeckt werden (siehe Abbildung 2). Im Rahmen des Forschungsprogramms Solarthermie 2000, Teilprogramm 3 "Solarunterstützte Nahwärmeversorgung" (1993 - 2002) wurde neben Friedrichshafen-Wiggenhausen der erste Heißwasser-Wärmespeicher dieser Größenordnung in Deutschland errichtet.

Simulation
Bildnachweis: Anna Borgmann/Alle Rechte bei der TU-Braunschweig

Abbildung 2: Simulationsergebnisse aus der Planungsphase für den Endausbau nach dreijähriger Betriebszeit