TU BRAUNSCHWEIG

Am Lehrstuhl für Internationale Beziehungen, Institut für Sozialwissenschaften, TU Braunschweig (Leitung: Univ.-Prof. Dr. Anja P. Jakobi) ist - vorbehaltlich der Mittelfreigabe - folgende Stelle zu besetzen:

Wissenschaftliche Mitarbeiterin oder Mitarbeiter (50%, in TV-L 13) im Bereich Globale Umweltpolitik, insbesondere globale Umweltkriminalität 

(ab 01. März 2018 oder später, befristet auf 36 Monate nach WissZVG)

Die Stelle ist Teil eines interdisziplinären BMBF-Projektverbundes zu Plastik im Abwasser. Im Projektteil soll die bestehende politische Regulierung in diesem Bereich international und komparativ untersucht werden. Diese soll auch in Beziehung gesetzt werden zu den technischen Möglichkeiten der Abwasseraufbereitung, so dass neben den wissenschaftlichen Ergebnissen auch interdisziplinär erarbeitete Politikempfehlungen möglich sind.

Zu den Aufgaben zählen insbesondere:
- Eigenständige und angeleitete Forschung im Bereich Plastik im Abwasser vor dem Hintergrund politikwissenschaftlicher Themen wie globaler Regulierung, globaler Normentwicklung und globaler Umweltkriminalität;
- Repräsentation und Koordinierung im Projektverbund, auch in Verbindung mit anderen Disziplinen und Forschungseinrichtungen und mit der Praxis;
- weitere, damit verbundene administrative Aufgaben.

Dies ist eine Stelle mit forschungsorientiertem Schwerpunkt. Das Anfertigen einer Dissertation mit eigener Fragestellung in fachlicher Nähe zum Projektthema wird erwartet. Regelmäßige Reisen im In- und Ausland (z.B. zwecks Projektkoordination, Tagungen, Interviews) sind erforderlich. Es besteht keine Lehrverpflichtung, aber eine Lehrtätigkeit kann nach Absprache gegebenenfalls erfolgen.

Voraussetzungen für die Tätigkeit ist ein politikwissenschaftliches Studium (M.A.) mit erkennbarem Interesse im Bereich Internationale Beziehungen und Umweltpolitik sowie empirischen Methoden der Politikwissenschaft. Notwendig sind selbstständiges Arbeiten, ein kooperativer Arbeitsstil, Teamfähigkeit und sehr gute englische Sprachkenntnisse in Wort und Schrift.

Der/die Mitarbeiter/in wird Teil des Lehrstuhlteams für Internationale Beziehungen, eingebettet in das Institut für Sozialwissenschaften. Eine internationale und interdisziplinäre Orientierung, auch verbunden mit technischen Fächern oder der Praxis der Internationalen Beziehungen, wird geschätzt. Der Lehrstuhl besteht aus einem freundlichen, offenen und international orientierten Team, bietet Möglichkeiten der beruflichen Weiterentwicklung und des Aufbaus eines eigenständigen, internationalen Forschungsprofils.

Die TU Braunschweig ist bestrebt, den Frauenanteil zu erhöhen und ermutigt Frauen, sich zu bewerben. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Laut TU Richtlinien werden Bewerbungskosten nicht erstattet.

Bewerbungen sind per Email bis zum 24.01.2018 mit den üblichen Unterlagen (insbesondere Anschreiben, Lebenslauf, Urkunden) und einem 5-7 seitigen Exposé eines thematisch einschlägigen Dissertationsvorhabens zu richten an die Lehrstuhlleitung unter:

IB-IR@tu-braunschweig.de

TU Braunschweig
Institut für Sozialwissenschaften
Lehrstuhl für Internationale Beziehungen
Bienroder Weg 97
38106 Braunschweig


Die Bewerbungsgespräche werden voraussichtlich am 7. Februar 2018 stattfinden.




Preise an Mitglieder und AbsolvenInnen des Lehrstuhls verliehen

In den vergangenen Wochen haben Mitglieder und AbsolventInnen des Lehrstuhls mehrere Preise für ihre Arbeit und ihr Engagement gewonnen. Wir gratulieren den PreisträgerInnen sehr herzlich zu diesem Erfolg. 

  • Dr. Mina M. Samaan hat die Ehrenmedaille seiner Heimat Universität Mansoura, Ägypten, gewonnen, sowie weitere Auszeichnungen in Anerkennung seiner Leistungen im Rahmen der Dissertation. Sein Aufenthalt am Lehrstuhl wurde durch den DAAD im Rahmen von EXCEED gefördert.  Ehrung von Dr. Mina Samaan
  • Maike Stelter, B.Sc. wurde für ihre Studienleistungen und ihr zivilgesellschaftliches Engagement mit dem Braunschweiger Bügerpreis ausgezeichnet. 
  • Charlotte Beine, B.A. erhielt für ihre Leistungen und ihr Engagement im Studium den AbsolventInnenpreis ALSOWI.


Prof. Dr. Anja Jakobi und Janina Kandt auf dem Jahreskolloquium 2017 des Arbeitskreises Europäische Integration e.V

Prof. Dr. Anja Jakobi und Janina Kandt hielten einen Vortrag auf dem Jahreskolloquium 2017 des Arbeitskreises Europäische Integration e.V. in der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin vom 30.11.17 bis zum 01.12.17. Unter dem Titel Terrorismus als Herausforderung der Europäischen Union präsentierten ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis unterschiedliche Dimensionen des Terrorismus. Prof. Dr. Anja Jakobi und Janina Kandt beleuchteten die ökonomische Dimension des Terrorismus und stellten globale regionale Herausforderungen an die Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung vor. Die Tagung präsentierte sehr fundierte Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis und bot viel Zeit zum persönlichen Austausch.


 

PHD-Kurs Political Systems and Public Governance

Janina Kandt nahm vom 4.11.2017 bis zum 6.11.2017 an dem PhD-Kurs Political Systems and Public Governance an der Universität Agder in Kristiansand teil. Unter der Leitung und Organisation von Prof. Dr. Jarle Trondal wurde reichhaltiger theoretischer Input aus der Global Governance Forschung vermittelt und diskutiert. Unterschiedliche Perspektiven aus Multi-Level Governance und Verwaltungsforschung wurden von Prof. Dr. Simona Piattoni, Prof. Dr. Dag I. Jacobsen und Dr. Espen Olsen präsentiert und gemeinsam mit den Teilnehmenden kritisch hinterfragt. Die teilnehmenden DoktorandInnen hatten ebenfalls die Gelegenheit ihre Forschung vorzustellen und gemeinsam mit den ProfessorInnen zu diskutieren. Der Kurs war inhaltlich sehr vielschichtig und das Feedback zu den Präsentationen der DoktorandInnen wurde als sehr hilfreich wahrgenommen.

Außenansicht der Universität Agder



Das Team des Lehrstuhls für Internationale Beziehungen auf dem Research Away Day im Schloss Wolfenbüttel

Am 16.10.2017 traf sich der Lehrstuhl für Internationale Beziehungen zum Research Away Day im Schloss Wolfenbüttel. Auf der Agenda für diesen Tag standen sowohl Diskussionen über aktuelle Projekte der LehrstuhlmitarbeiterInnen und erwartete zukünftige Entwicklungen und Pläne in den eigenen Forschungsfeldern, als auch gemeinsame Strategien für eine gewinnbringende Zusammenarbeit der MitarbeiterInnen. Abgerundet wurde das Programm durch ein gemeinsames Mittagessen und ein gemütliches Beisammensitzen zum Ausklang des Tages. Das Treffen wurde von allen MitarbeiterInnen als sehr positiv empfunden und es entstanden viele Anregungen für zukünftige Vorhaben. Für Interessierte haben wir einige Eindrücke des Tages im Fotoalbum "Research Away Day" hochgeladen.

 


 

Forschungsforum Öffentliche Sicherheit

Wie soll mit organisierter Kriminalität in Forschung, Politik und Praxis der Kriminalitätsbekämpfung umgegangen werden? Welche Forschung und welche praktischen Maßnahmen sind erforderlich? Zu diesen und andere Fragen fand am 9.-10.10. im Rahmen des Forschungsforums Öffentliche Sicherheit in Berlin ein Tagung statt, organisiert vom der AG Interdisziplinäre Sicherheitsforschung der FU Berlin. Prof. Anja P. Jakobi hielt auf der Tagung einen Vortrag zur 'Governance organisierter Kriminalität'.

 


 

Das Team des Lehrstuhls auf der IB-Sektionstagung (DVPW) vom 04. bis 06. Oktober in Bremen  

 

 

Auf der Tagung der IB-Sektion der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft war der Lehrstuhl für Internationale Beziehungen gleich mehrfach vertreten. Prof. Dr. Anja P. Jakobi war auf den Roundtable der Zeitschrift für Internationale Beziehungen eingeladen, um mit anderen ExpertInnen zum Thema „Reclaiming the facts!? Die Analyse internationaler Politik in Zeiten von Fake News und Postfaktizität“ zu diskutieren – leider verhinderte der Sturm Xavier dies. Dr. Bastian Loges war zweifach vertreten: Auf einem Panel zu Emotionen in den IB führte er erste Überlegungen zum Papier „Vom Verantwortungsgefühl zur Verantwortungsübernahme: Verantwortung aus Sicht des ‘emotional turn’“ aus und stellte gemeinsam mit Sassan Gholiagha vom WZB das Paper “Telling the Story of R2P: A narrative account of the Responsibility to Protect” vor. Janina Kandt präsentierte ihr Papier „Non State-Actors in EU Migration Policies: A Typology of Informal Consultation Strategies” auf einem Panel zu „EU Migration and Asylum Policies“. Außerdem gab der Verlag Springer VS einen Empfang, um das „Handbuch Internationale Beziehungen“ vorzustellen, in dem ein gemeinsamer Artikel von Prof. Dr. Anja P. Jakobi und Jasmin Haunschild zu „Transnational Organisierte Kriminalität und internationale Politik“ erschienen ist.

 Tipp: Innerhalb des Netzwerkes der TU ist der Zugriff auf das Werk kostenlos. 

 


 

2. Workshop der DVPW-Themengruppe "IB-Normenforschung"

Am 29. September 2017 beteiligten sich Prof. Dr. Anja P. Jakobi und Dr. Bastian Loges am zweiten Workshop der DVPW-Themengruppe „Normenforschung“, der „Methodologische Fragen in der IB-Normenforschung“ zum Thema hatte. Dr. Bastian Loges stellte dort das gemeinsam verfasste Papier “Debating difference or different debates? Researching the diffusion of norms and policies” vor.

 


  

Ist die UNO ein "zahnloser Tiger?

Angesicht der 72. UN-Generalversammlung, welche am 12. September 2017 in New York begann, gab Prof. Dr. Anja Jakobi für den NDR ein Interview zu der Frage: "Ist die UNO ein "zahnloser Tiger?"

 


 

Disputation Mina Samaan

Am 23. August 2017 disputierte Mina Samaan erfolgreich seine Dissertation mit dem Titel: Tug-of-War or Benefits for All? Contexts, Heterogeneities and Equilibrium Dynamics in the Nile iterated Game of Development. Prüfende waren neben dem Vorsitzenden Prof. Dr. Nils Bandelow vom Lehrstuhl CoPPP, Prof. Dr. Ulrich Menzel, Prof. Dr. Anja Jakobi vom Lehrstuhl für Internationale Beziehungen, Prof. Dr. Christian Leßmann und Prof. Dr. Andreas Haarstrick.

Wir gratulieren Mina Samman auf diesem Wege herzlich zu der Erlangung seiner Doktorwürde und wünschen ihm für seine berufliche Laufbahn und seinen weiteren Lebensweg alles Gute.

 


 

Berliner Methodentreffen

Für den Lehrstuhl nahm Katharina Mann an dem diesjährigen Berliner Methodentreffen (BMT) am 21. und 22. Juli 2017 an der Freien Universität Berlin teil. Mit über 500 Teilnehmenden stellt das Berliner Methodentreffen das größte deutschsprachige Methodentreffen für qualitative Sozialforschung dar. An zwei Tagen bietet der BMT mittels Informationsständen, Forschungswerkstätten, Vorlesungen, und Workshops einen Überblick über aktuelle qualitative Forschungsmethodik. Im Rahmen ihrer Teilnahme besuchte Katharina Mann den Workshop zur biographischen Fallrekonstruktion in dem diese qualitative Methode eingehend erklärt und anhand empirischen Datenmaterials angewandt wurde.

Berliner Methodentreffen

 



Berlin Summer School in Social Sciences

Vom 16.-27. Juli 2017 nahm Katharina Mann an der Berlin Graduate School for Social Sciences für internationale Doktorand*innen an der Humboldt Universität zu Berlin und dem Wissenschaftszentrums Berlins (WZB) teil. Mit dem Titel „Linking Theory and Empirical Research” beschäftigte sich die zweiwöchige Veranstaltung mit grundlegenden und aktuellen theoretischen und methodologischen Herausforderungen der Sozialforschung. Im Rahmen der Auseinandersetzung mit ontologischen, epistemologischen und methodologischen Annahmen standen Fragen nach wissenschaftlicher Konzeptualisierung und der Verbindung theoretischer Grundannahmen mit empirischen Daten im Vordergrund. In der ersten Woche diskutierten die Teilnehmenden gemeinsam mit Senior Researchers konzeptionelle Fragen hinsichtlich der Verbindung von empirischer Mikro- und Marko Perspektiven sozialer Realitäten. In der zweiten Woche präsentierten alle Teilnehmenden ihre eigenen Forschungsprojekte, diskutierten ihre Konzepte, identifizierten Herausforderungen, tauschten sich über offene Fragen aus und erhielten Feedback der anderen Teilnehmenden.

Berlin Summer School in Social Sciences

  



Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Anja P. Jakobi

Am 21. Juni hielt Prof. Dr. Anja Jakobi ihre Antrittsvorlesung als Leiterin des Lehrstuhls für Internationale Beziehungen mit dem Titel "Governance der Weltgesellschaft? Globale Integration als Zusammenspiel von Normen und Ökonomie". Nach einer Begrüßung durch die Präsidentin der TU, Frau Prof. Dr. -Ing. Anke Kaysser-Pyzaller, und den Dekan, Herrn Prof. Dr. Wolf-Tilo Balke, gab Prof. Jakobi vor den Angehörigen der TU, Mitarbeitern des ISW, Studierenden und Gästen einen fachlichen Überblick über das Feld der Internationalen Beziehungen und die Forschungsschwerpunkte des Lehrstuhls.

 


 

BISA-Konferenz in Brighton

Im Juni 2017 fand die 42. jährliche Tagung der British International Studies Association (BISA) in Brighton statt. Durch Dr. Bastian Loges war auch der Lehrstuhl für Internationale Beziehungen auf der Konferenz vertreten. Auf einem Roundtable der BISA-Working Group "Intevention and Responsibility to Protect" zu "R2P as a norm, and its implemetation" stellte Dr. Loges aktuelle Überlegungen und Forschungsergebnisse unter dem Titel "R2P as a emotional belief? Theorising motivation and protection from the "emotional turn" in IR" vor. Im zugehörigen Papier wird argumentiert, dass die zu beobachtende magelnde Compliance der R2P-Norm vor allem als Problem der Motivation von Staaten gelesen werde muss, diese Verantwortung überhaupt zu übernehmen. Um diese Lücke innerhalb der Forschung zu R2P zu adressieren, schlägt Bastian Loges vor, Normenforschung und "emotional turn" in den IB über den Verantwortungsbegriff in Relation zueinander zu setzen.

42. BISA Jahreskonferenz 2017 in Brighton - Zur Konferenzhomepage

 



LAGEN-Verbundtagung zum Thema "Politics of Reproduction"


Die dreitägige LAGEN Tagung bot neben vielfältigen Vorträgen und Diskussionsrunden zu den Themen "Care", "Spaces", "Biographies", "Configurations of Human Machines" und "Knowledges and Institutions" eine Posterausstellung zu aktuellen niedersächsischen Forschungen und universitären Programmen rund um das Thema Gender, an der Katharina Mann mit einem Poster zu ihrem Dissertationsprojekt "Understanding Female Gangmembership in Areas of Urban Isecurity" teilnahm.

Politiken der Reproduktion 2017

 



Vortrag von Prof. Anja Jakobi und Jasmin Haunschild bei der Tagung der DVPW Sektion »Internationale Beziehungen« vom 12. bis 13. Januar 2017

Die empirische Auseinandersetzung mit Datenmaterial ist eine der zentralen Herausforderungen für Politikwissenschaftler. Die Beschäftigung mit Internationalen Beziehungen stellt viele Forscher vor weitere Herausforderungen, besonders in Bezug auf landesübergreifende Vergleichbarkeit. Diese gemeinsamen Fragestellungen bieten Anlass, sich innerhalb der Sektion „Internationale Beziehungen“ der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft über Datenfragen und aktuelle Veränderungen auszutauschen.

Gerade auch als Forscher über Globales Verbrechen, mit kaum schätzbaren Dunkelziffern und einer verbreiteten Politisierung von Daten, beschäftigen wir uns beständig mit dem letzten Tagungsthema der Sektion, „Wo kommen denn all die kleinen (und großen) Daten her? Reflektionen über die Generierung und Bereitstellung von empirischen Forschungsdaten.“

Prof. Anja Jakobi und Jasmin Haunschild trugen bei der Tagung vom 12. bis 13. Januar in Greifswald zu der Debatte bei, indem sie anhand des Forschungsfeldes Global Crime Governance die Ambiguität von vorhandenen Daten in diesem Bereich sowie potentielle Verzerrungseffekte in ihrem Vortrag aufzeigten. Sie diskutierten zudem inwieweit das aktuelle Lehrforschungsprojekt über globale illegale Märkte zur Generierung neuer Daten beiträgt und was Studierende aus der Auseinandersetzung mit diesen spezifischen Herausforderungen methodisch, aber auch darüber hinaus, lernen können.

Weitere Infos: 


Zum Tagungsprogramm 

Zur Reflektion von Global Crime Governance als Methoden-Lehrforschungsprojekt

 


 

Ankündigung: Exkursion des ISW nach Genf

„Die Zukunft des Multilateralismus:  Möglichkeiten und Grenzen internationaler Organisationen“

Genf ist die „organisierte Welt“ im Kleinen. Über 25 internationale Organisationen (IOs) und rund 250 NGOs haben sich am Ufer des Lac Léman niedergelassen, außerdem ist die Stadt regelmäßig der Ort internationaler Konferenzen und Krisendiplomatie. Bei unserer Exkursion soll einerseits die gewaltige thematische Breite der in Genf angesiedelten Organisationen im Mittelpunkt stehen, als da wären: der UN-Menschenrechtsrat (UNHRC), die Welthandelsorganisation (WTO), der Hohe Kommissar für Flüchtlinge (UNHCR), die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die internationale Arbeitsorganisation (ILO), die Konferenz der UN für Handel und Wirtschaft (UNCTAD) oder die Konferenz der UN für Abrüstung (UNCD), um nur ein paar prominente Beispiele zu nennen. Es stellt sich aber auch die Frage nach der Rolle, die internationale Organisationen spielen können. Sind sie ein Instrument von Staaten, ein Forum für Staaten oder können sie gar Agency erlangen und müssen deshalb als Akteure gelten, die auch jenseits von Staaten oder gar gegen staatliche Interessen agieren können? Diese Fragen hängen nicht zuletzt mit der Bedeutung von IO-Bürokratien zusammen, mit der Möglichkeit der Sanktionierung durch IOs, aber auch mit den Abstimmungsmodi von Mehrheitsentscheidung bis Konsens sowie der Zusammensetzung der jeweiligen Institution. Hier wollen wir vergleichend vor Ort Erkenntnisse sammeln. Ergänzt werden diese durch den Besuch bei klassischen NGOs wie etwa der „International Campaign to Ban Landmines/Cluster Munition Coalition“, Völkerrechtssubjekten wie dem Internationalen Komitee des Roten Kreuzes oder gänzlichen neuen Formen der Public Private Partnerships wie dem „Global Fund to Fight AIDS, Tuberculosis, and Malaria“. Insgesamt lässt sich so vor Ort nicht allein die Rolle von IOs bestimmen, sondern auch die Rolle der Staaten und der gemeinsame Output im Sinne von Legitimität und Effektivität hinterfragen.

 

Reisedaten: 5. bis 10. Juni 2017

Kosten: Die Fachgruppe unterstützt die Exkursion finanziell über Studienqualitätsmittel. Deshalb liegt die Eigenbeteiligung bei 100 Euro für Reise, Unterbringung/Frühstück und Programm.

Anmeldung: Wie im letzten Jahr wird die Anmeldung über Stud.IP organisiert. Dazu werden drei Anmeldezeiträume freigeschaltet, bei denen sich je 10 Teilnehmer_innen anmelden können: 11.01.17 ab 11 Uhr, 16.01.17 ab 14 Uhr, 19.01.17 ab 16 Uhr.

Kontakt im Team des Lehrstuhls für Internationale Beziehungen: Dr. Bastian Loges (b.loges@tu-bs.de).

 


 

Model United Nations - Braunschweig

Model United Nations Braunschweig ist eine studentische Initiative, die auf die Teilnahme an Simulationskonferenzen internationaler Organisationen vorbereitet und gemeinsame Fahrten zu den Simulationen organisiert.

An diesen Konferenzen nehmen Studierende aus aller Welt teil und diskutieren aktuelle brennende Themen der internationalen Weltgemeinschaft, indem sie jeweils die Interessen eines Landes vertreten. Diese Themen können ein weites Spektrum abdecken, von der Bekämpfung der Piraterie am Horn von Afrika, über die Aufhaltung des Klimawandels bis hin zu militärischen Konflikten. Dabei können verschiedenen internationale und regionale Organisationen simuliert werden, wobei die Vereinten Nationen im Vordergrund stehen.

Bei MUN Braunschweig trainieren wir solche Debatten mit aktuellen Themen und bereiten uns auf Konferenzen vor. So haben wir bisher in Hamburg, Maastricht und Oxford an Simulationskonferenzen teilgenommen. Ziel der Gruppe ist es, diplomatisches Geschick zu lernen und wöchentlich zu üben. In Kooperation mit dem Lehrstuhl für Internationale Beziehungen kann der Kurs im Modul Internationale Organisationen angerechnet werden.

Unsere interdisziplinäre Gruppe ist offen für jede Person, die sich für die Geschehnisse der internationalen Politik interessiert und sich auf dem diplomatischen Parkett ausprobieren möchte.

Der Beitrag wurde verfasst von Ralf Keil, Mitglied der MUN-Initiative Braunschweig.

 



Die Wahlen 2016 in den USA: Veranstaltungen an der TU Braunschweig

Am 8. November 2016 finden in den Vereinigten Staaten von Amerika mehrere Wahlen statt. Einerseits wird über die Nachfolge des Präsidenten Barack Obama entschieden. Gleichzeitig wird ein großer Teil des Kongresses neu gewählt. An der Technischen Universität Braunschweig finden am 8. und 9. November zu diesem Anlass mehrere Veranstaltungen rund um den amerikanischen Wahlkampf statt, um die Kampagnen, die Personen und die Ergebnisse zu analysieren.

Organisiert werden diese durch die Institute für Sozialwissenschaften und für Anglistik und Amerikanistik, gemeinsam mit den Fachgruppen für Sozialwissenschaften und für Amerikanistik und Anglistik, und mit Unterstützung des Fördervereins ALSOWI.

Unter dem Motto „Elefant oder Esel? Die US Wahlen 2016” wird der Wahlabend am 8. November von 18.30 bis ca. 21.00 Uhr mit zwei Vorträgen zur aktuellen Wahl, dem amerikanischen Parteien- und Wahlsystem und der politischen Kultur mit anschließender Diskussion mit dem Publikum eingeleitet. Die Vorträge von Dr. Barnes und Dr. Gallari finden im Hörsaal SN 19.2 im alten Hauptgebäude der TU (Pockelstrasse 4) statt. Ansprechpartner für den Auftakt ist Prof. Dr. Rüdiger Heinze (Amerikanistik). Die Veranstaltung ist öffentlich, Presse ist willkommen.  

Eine studentisch organisierte, hochschulöffentliche informative Wahlparty begleitet anschließend die Stimmauszählung (Ansprechpartner Prof. Nils C. Bandelow und Derk Trei,  Sozialwissenschaften). Die Party findet  am 8. November von 21.00 Uhr bis ca. 1:00 Uhr am Campus Nord, Bienroder Weg 97, 1. Obergeschoss, Raum 97.8 (und andere Räume) statt.

Am 9. November ab 10.00 Uhr lädt dann der Lehrstuhl Internationale Beziehungen (Prof. Dr. Anja P. Jakobi) zum hochschulöffentlichen „Frühstück mit Ausblick: Nachlese zur US Wahl“ in Raum 97.8 am Nordcampus ein. Hier bietet sich die Möglichkeit, bis ca. 13.00 Uhr die Implikationen des Ausgangs der Wahl zu diskutieren, den Verlauf zu analysieren und Fragen zu besprechen. Presse ist auf Anfrage willkommen.

 

Kontakte:

Prof. Dr. Nils C. Bandelow
Lehrstuhl für Innenpolitik
Institut für Sozialwissenschaften
Bienroder Weg 97
38106 Braunschweig
Telefon +49-531-391-8900

https://www.tu-braunschweig.de/innenpolitik

Prof. Dr. Anja P. Jakobi
Lehrstuhl für Internationale Beziehungen
Institut für Sozialwissenschaften
Bienroder Weg 97
38106 Braunschweig
Telefon: +49-531-391-8917

https://www.tu-braunschweig.de/ib/

 



Internationaler Workshop "Protection of individuals as a system-wide challenge for the United Nations" vom 15.-17. Juli

Zwischen dem 15. und dem 17. Juli findet am ISW ein internationaler Workshop zum Thema "Protection of individuals as a system-wide challenge for the United Nations" statt, der von der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Internationale Beziehungen ausgerichtet wird. Den Auftakt bildet eine öffentliche Podiumsdiskussion mit Dr. Christiane Schulz (Deutsches Institut für Menschenrechte), Floarian Westphal (Ärzte ohne Grenzen) und Peter Schumann (u.a. UNMIS), zu der wir herzlich einladen!

Weitere Informationen gibt es unter: www.uno-forschung.de/protection-workshop



Brexit-Thementag am 23.Juni 2016

Am 23. Juni entscheiden die Briten, ob sie weiterhin Mitglied der Europäischen Union sein werden. Mehrere Veranstaltungen werden rund um diese Abstimmung vom Lehrstuhl für Internationale Beziehungen am Institut für Sozialwissenschaften der Technischen Universität Braunschweig angeboten.

Zur Einordnung der britisch-europäischen Beziehungen lädt der Lehrstuhl am Abend der Abstimmung zu einem öffentlichen Vortrag von Gastrednerin Dr. Isabelle Hertner von der Universität Birmingham am Abend von 18.30 bis 20.00 Uhr ein. Ihr Vortrag “Großbritannien und die Europäische Union - Vernunftehe oder Scheidung?” und eine anschließende Diskussion mit dem Publikum finden am Hauptcampus im Hörsaal PK. 4.3. in der Pockelsstraße 4 statt.

Um die besonderen britischen Voraussetzungen der Abstimmung zu beleuchten, wird der Gastredner Dr. Nicholas Allen des Royal Holloway College der Universität London schon am Nachmittag von 13.15-14.45 Uhr am Nordcampus einen Vortrag zum Thema “British Politics after the 2015 Elections: Unstable, Uncertain and Unpredictable” im Hörsaal BI. 84.2 im Bienroder Weg 84 halten. Dabei wird auch deutlich, wie sehr die EU-Stimmung in Großbritannien mit der britischen Parteipolitik verknüpft ist.

Ob die Briten wirklich austreten steht erst am Morgen des 24. Juni fest. Der Austritt Großbritanniens aus der Union hätte neben diplomatischen und wirtschaftlichen Konsequenzen für den EU-Raum auch für Universitäten und Studierende potentiell weitreichende, alltagsrelevante Konsequenzen, so zum Beispiel im Hinblick auf EU-geförderte Forschungskooperationen und Austauschprogramme.

Falls das Referendum zugunsten des Austritts verläuft, bietet  ab 9.45 Uhr ein morgendliches “Brexfast” des Lehrstuhls Internationale Beziehungen hochschulintern die Gelegenheit zum Austausch. Das Frühstück findet im Seminarraum BI. 97.8 am Nordcampus im Bienroder Weg 97 statt und lädt zur Analyse der Ergebnisse, zur Diskussion zu erwartender Konsequenzen und auch zur Beantwortung der Fragen Studierender ein.

 


 
Lehrveranstaltungen Sommersemester 2016

Ab 4. April startet das Sommersemester 2016 und der Lehrstuhl für Internationale Beziehungen hat ab April nicht nur eine neue Professorin (Prof.Dr. Anja P. Jakobi)und neue MitarbeiterInnen, sondern auch neue Lehrangebote. Welche spannenden Vorlesungen und Seminare, sowie neue Lehrschwerpunkte, angeboten werden, können Sie Hier einsehen.

 


 

Neue Leitung des Lehrstuhls

Zum 1. Januar 2016 hat Prof. Dr. Anja P. Jakobi, zunächst kommissarisch und ab April als berufene Universitätsprofessorin, die Leitung des Lehrstuhls für Internationale Beziehungen übernommen. Zuletzt war sie Senior Lecturer in International Relations am Department of Politics and International Relations, Royal Holloway, University of London; zuvor hatte sie verschiedene Positionen u.a. an den Universitäten Bremen, Frankfurt, Bielefeld sowie an der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung inne. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Weltgesellschaftstheorie und Global Governance, insbesondere Global Public Policy und Global Public Security. Aktuell beschäftigt sie sich insbesondere mit Fragen von Global Crime Governance.


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  aktualisiert am 15.12.2017
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