TU BRAUNSCHWEIG

Leichtbau-Montagelabor am Institut für Adaptronik und Funktionsintgegration eingeweiht


Im Rahmen der erfolgreichen Kooperationsinitiative mit dem Deutschen Zentrum für Luft-und Raumfahrt DLR@Uni wurde im Oktober 2016 ein neues gemeinsames Labor am Langen Kamp in Betrieb genommen. Die Forschergruppen um Prof. Dr.-Ing. Michael Sinapius, Prof. Dr.-Ing. Christian Hühne und Dr. Markus Kleineberg erforschen hier Verbindungstechnologien für Faserverbundstrukturen. Die auf 120 m2 installierte Ausstattung umfasste. eine Atmosphärendruck-Plasmaanlage, einen Planetenzentrifugalmischer sowie eine Hochtemperaturlaborpresse und bereichert damit die bestehenden Laborinfrastrukturen am IAF. Zusätzlich bieten variable Bildschirmarbeitsplätze Raum für Versuchsplanungen und Dokumentation.

Die Liste von Projekten, Experimenten und Aufbauten ist bereits kurz nach Inbetriebnahme des Labors sehr umfangreich. Zu den ersten Aufgaben zählt der Aufbau eines Demonstrators einer Flugzeugklappenstruktur in neuer Bauweise und voller Größe. Ein bereits im Januar 2017 beginnendes Vorhaben hat die Entwicklung und den Bau einer Verbindungsstruktur für Arianeraketenmotoren zum Ziel und beinhaltet die Montage eines Raketen Interstageadapters für Forschungsraketen in offener Gridstruktur.

Im Rahmen des EU-Projekts ECHO wird ein Strukturkonzept einer Flügelvorderkante entwickelt, das den Einsatz der aktiven Strömungskontrolle zur Minimierung von Strömungswiderständen (Hybrid Laminar Flow Control: HLFC-Technologie) am Höhenleitwerk eines Langstreckenflugzeugs ermöglich soll. Hier werden DLR-Wissenschaftler die Verarbeitung verschiedener Filmklebstoffe untersuchen, um deren Eignung für den Einsatz in der Serienfertigung zukünftiger Flugzeugkomponenten bewerten zu können.

Weitere Forschungsarbeiten am IAF konzentrieren sich auf Möglichkeiten zum Structural Health Monitoring (SHM) von Klebverbindungen, die sogenannte: sensierte Klebungen.


  aktualisiert am 24.01.2017
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