TU BRAUNSCHWEIG

Pultrusionsüberwachung


 

 

Bei der Pultrusion handelt es sich um einen fortlaufenden Fertigungsprozess zur Herstellung von Faserverbundhalbzeugen. Es ist dabei prinzipiell ähnlich dem Stranggießen zur Herstellung von Stahlbauteilen. Im Gegensatz zum Stranggießen, bei dem flüssiger Stahl durch ein Formwerkzeug gepresst wird, werden bei der Pultrusion mit Harz getränkte Fasern durch ein Matrixwerkzeug gezogen. Durch die kontinuierliche Aushärtung innerhalb des Formwerkzeugs entsteht so ein Endlosstrang aus Faserverbundmaterial.

Die zunehmende Verbreitung von Faserverbundbauteilen in der Industrie stellt die Produzenten vor neue Herausforderungen im Bereich der Fertigungsgeschwindigkeit und Materialabweichungen. Die Pultrusion als ein kontinuierlicher Fertigungsprozess besitzt die Fähigkeit, Faserverbundhalbzeuge mit gleichbleibender Qualität und vergleichsweise hoher Geschwindigkeit zu erzeugen.

Momentan findet in der Pultrusion keine hinreichende Prozessüberwachung statt, was zu einer suboptimalen Prozessgeschwindigkeit bei gleichzeitig größeren Qualitätsabweichungen führt. Genau an dieser Stelle setzt das Forschungsprojekt an. Durch die Entwicklung einer Inline-Sensorik sollen Qualitätsabweichungen frühzeitig erkannt werden. So kann Ausschuss bereits in der Produktion erkannt und genau eingegrenzt werden. Ein weiteres Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer automatisierten sensorgestützten Regelung des Pultrusionsprozesses. So soll die Prozessgeschwindigkeit optimiert und der der Ausschuss minimiert werden.

 

Poster

 

Ansprechpartner:

Dipl.-Ing. Christian Pommer


  aktualisiert am 01.09.2014
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