TU BRAUNSCHWEIG

Hintergrund dieser Informationsseite

Den Instituten der TU wird für das Jahr 2014 nur noch ein festes Budget für die Strom- und Wärmekosten zugewiesen [1]. Dabei werden u. a. die mittleren Verbrauchswerte aus den Jahren 2011 und 2012 sowie die Einheitspreise für die kWh aus dem Jahr 2013 zugrunde gelegt. Es ist zu erwarten, dass bei gleich bleibendem Verbrauch das uns zugewiesene Budget überschritten wird, da z. B. die jährlichen Energiekostensteigerungen der Versorgungsunternehmen bei diesem Verfahren nicht berücksichtigt werden. Bei einer gegebenen Budgetüberschreitung müssen die Institute nach derzeitigem Kenntnisstand den Differenzbetrag aus dem eigenen Institutshaushalt ausgleichen.

Zielsetzung dieser Informationsseite und Ansprechpartner

Die vorliegende Informationsseite richtet sich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Institutes und soll Auskunft über den Stand unserer Planung und die Umsetzung der nun anstehenden und dringlich erforderlichen Einsparmaßnahmen geben. Grundsätzlich sollen an dieser Stelle auch die aktuellen Verbrauchszahlen - so sie uns denn vorliegen - eingepflegt und veröffentlicht werden. Anregungen aber auch kritische Kommentare sind erwünscht und stets willkommen. Ansprechpartner für unser Institut sind die Herren Baabe, Bannenberg und Bartsch. Für die OC und ÖC sind die Herren Grunenberg und Kreuzig mit der Koordination der Energiesparmaßnahmen betraut.

Planung und Maßnahmen

Unsere Planung umfasst bislang mehrere Aspekte, die im Folgenden skizziert werden sollen.

1. Kurzfristige Maßnahmen ("Weihnachts shutdown" vom 23.12.2013 bis 06.01.2014)

Über die Weihnachtszeit sollen in allen Laboren, Dunkelräumen, Praktika und Computer-Arbeitsräumen alle Verbraucher ausgeschaltet und vom Spannungsnetz getrennt werden. Insbesondere sollen in dieser Zeit auch die Trockenschränke und Trockentürme wenn möglich ausgeschaltet werden. Neben dem damit verbundenen reduzierten Energieverbrauch können wir bei dieser Gelegenheit auch einen Eindruck darüber bekommen, wie hoch die Grundlast gemessen am Gesamtverbrauch ist. Die in diesem Zeitraum gemessenen Verbrauchsdaten werden auf dieser Informationsseite veröffentlicht, sobald sie uns vorliegen.

Zudem werden über die Weihnachtszeit auch die größeren Systeme, wie z. B.

- der Linux-Cluster (samt Klimagerät),
- die Server der Arbeitskreise Tamm und Bröring (samt openEnventory-Datenbank) und
- die Analytik (ESI-MS, GC, Elementaranalyse etc. samt Klimageräte)

herunter gefahren.

Anmerkung: Grundsätzlich sollen die energieintensiven Gerätschaften wie z. B. die Trockentürme, das ESI-MS oder der Linux-Cluster etc. ausgestellt werden, wenn absehbar ist, dass sie "längere Zeit" nicht effizient genutzt werden können. Hierfür ist dann noch die Festlegung eines Kriteriums erforderlich, bei welchen Stillstandsintervallen die genannten Geräte ausgestellt werden sollen. Der Linux-Cluster oder das ESI-MS etc. könnten z. B. in den Weihnachtsferien und den Sommerferien für je zwei Wochen die Geräte ausgestellt werden. Die Trockentürme sollten hingegen ausgeschaltet werden, wenn sie absehbar eine Woche oder länger nicht betrieben werden. Eine explizite Vorgehensweise ist aber noch für jedes Gerät bzw. Spektrometer individuell abzustimmen. Das Ergebnis dieser Abstimmung wird zeitnah auf dieser Informationsseite veröffentlicht.

2. Investition in die Infrastruktur

Als erste Investitionsmaßnahme erwägen wir den Ersatz der Leuchtstoffröhren in der AC/OC/ÖC durch LED-Lampen. Die technische Umsetzung und die voraussichtlichen Kosten sollen zeitnah geprüft bzw. ermittelt werden. Wir sehen hier ein hohes Einsparpotential bei vergleichsweise geringem Investitionsaufwand. Entsprechend den Ausführungen der Abt. 34 lässt sich aus den Erfahrungen, die die Zentralbibliothek mit einer vergleichbaren Maßnahme gesammelt hat, ein geringer Amortisationszeitraum von etwa 1 bis 3 Jahren abschätzen.

Weitere Ideen für mögliche Investitionen in die Infrastruktur, wie z. B. eine zentrale Trocknung und Reinigung der Stickstoffgasversorgung oder den Austausch von Altgeräten gegen energieeffiziente Neugeräte, werden derzeit zwar gesammelt aber noch nicht aktiv verfolgt. Hier soll auf die fachliche Hilfe der Energieberater zurückgegriffen werden, sobald dies möglich ist.

3. Arbeitsweisen in den Laboren und Computer-Arbeitsräumen

Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter soll auf eine effiziente Nutzung der Geräte achten. Benutzte Geräte sollen nach der Verwendung wieder ausgeschaltet und vom Spannungsnetz getrennt werden. Insbesondere bei diesem Punkt ist die Mitarbeit Aller wichtig. Zu einer energieeffizienten Arbeitsweise gehört z.B., dass die nachfolgenden Verhaltensweisen beachtet werden:

- Pumpen sollen i.d.R. nachts nicht betrieben werden.
- Trockentürme sollen i.d.R. bei einer Temperatur von max. 120°C betrieben werden.
- Trockentürme sind auszustellen, wenn sie absehbar eine Woche nicht benutzt werden.
- Trockenschränke sollen nur betrieben werden, wenn sie benötigt werden.
- Trockenschränke sollen i.d.R. nachts nicht betrieben werden.
- Glasgeräte etc. sind nach der Trocknung den Trockenschränken zu entnehmen.
- Wasserbäder der Rotationsverdampfer sind auszuschalten, wenn sie nicht mehr verwendet werden.

- Die Türen zu den Laboren sind geschlossen zu halten.
- Die Frontschieber der Abzüge sollen wenn möglich geschlossen sein.
- Computer, Monitore und Drucker sollen über Nacht ausgeschaltet und vom Netz getrennt sein.
- Drucker sollen nur bei Bedarf angestellt und nach Gebrauch wieder ausgestellt werden.

Diese Punkte sind nur einige Beispiele. Weitere Energiespartipps finden sich auf einer Informationsseite der Abt. 34 [2]. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden gebeten, die auf dieser Seite zusammengefassten Energiespartipps anzusehen!

4. Sonstiges

In Abstimmung mit der OC und der ÖC soll der Kühlraum (Raum 044A/B) spätestens im Laufe des Januars 2014 dauerhaft außer Betrieb genommen und nur noch als Lager verwendet werden.

Eine vorgesehene Reduzierung der Beleuchtung in den Gängen (z. B. die Herausnahme jeder zweiten Leuchtstoffröhre) kann nach Auskunft der Betriebstechnik aus sicherheitstechnischen Gründen nicht in Eigeninitiative vorgenommen werden. Hier muss im Vorfeld eine Abstimmung mit der Stabsstelle für Sicherheit erfolgen.

Wie geht es weiter?

Die Feststellung bzw. Etablierung von Energiesparpotentialen und entsprechender Maßnahmen steht derzeit noch am Anfang und wird uns im kommenden Jahr stetig begleiten. Es sollen weiterhin in enger Abstimmung mit allen Kostenstellen des Hagenring 30 weitere Energiesparpotentiale ermittelt werden, wobei wir auch auf Vorschläge und Ideen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hoffen.

Unsere Planung erfolgte bis jetzt leider ohne Kenntnis konkreter Zahlen bzgl. unseres aktuellen Verbrauchs und ohne Kenntnis der Höhe des uns zugewiesenen Budgets aus der unser Einsparziel hätte abgeleitet werden können. Auf die uns von der Abt. 34 zugesagte fachliche Unterstützung bei der Identifikation möglicher Energiesparpotentiale oder auf die Unterstützung durch spezielle Energieberater konnten wir uns bis jetzt ebenfalls nicht stützen. Wir vermuten zudem, dass viele hochkarätige Einsparpotentiale nur zusammen mit der Betriebstechnik umgesetzt werden können. Beispiele hierfür wären eine effizientere Regelung der Lüftung, Heizung und Beleuchtung oder die Erneuerung von Fensterdichtungen. Zwar führten unsere bisherigen Unternehmungen in dieser Richtung und unsere Anfragen an die Betriebstechnik bzw. die Abt. 34 zu noch zu keinen messbaren Ergebnissen, wir werden dies aber mit einer hohen Priorität weiter verfolgen.



Maßnahmen im Januar 2014:

1. Einsichtnahme in die Verbrauchszahlen für den Hagenring 30, insbesondere für den Zeitraum des "Weihnachts shutdowns"

Ergebnis: Eine Einsichtnahme ist nach Auskunft der Abt 34 derzeit nicht möglich.

2. Umsetzung möglicher Einsparpotentiale wie zum Beispiel eine effizeintere Regelung der Lüftung, Heizung und Beleuchtung

Ergebnis: Eine Unterstützung durch die EnergieberaterInnen ist derzeit nicht möglich. Mittlerweile wurden zwei EnergieberaterInnen eingestellt und arbeiten sich zurzeit in die Thematik ein. Eine diesbezüglich direkte Kommunikation mit der Betriebstechnik ist nicht erwünscht. Wir warten daher auf die Rückmeldung der EnergieberaterInnen.

Der Kühlraum (Raum 044A/B) wurde wie gepant außer Betrieb genommen.

3. Austausch von Leuchtstoffröhren durch LED-Lampen in Büroräumen

Ergebnis: Der eigeninitiative Austausch in den sicherheitstechnisch nicht relevanten Büroräumen ist untersagt. Dies muss von der Betriebstechnik unternommen werden. Ein Zeitpunkt für die Umsetzung dieser Maßnahme ist nicht absehbar.

4. Feststellung des Energiebudgets für den Hagenring 30 für 2014

Ergebnis: Mit dem Schreiben vom 29.01.2014 wurde uns von der Abt 34 mitgeteilt, dass eine Veröffentlichung der Energieberichte nicht wie angekündigt bis Ende Januar 2014 möglich ist. Eine Veröffentlichung wird nun auf Ende Februar in Aussicht gestellt. Es sollen aber Referenzwerte für einige ausgewählte Gebäude vom Hochschulcontrolling zusammengestellt und über die Geschäftsführung zur Verfügung gestellt werden. Um welche Gebäude es sich dabei handelt und wann dies erfolgen soll wird nicht genannt.

5. Abstimmung der Maßnahmen mit der OC (Herr Grunenberg) und ÖC (Herr Kreuzig)

Ergebnis: Die Energiekoordinatoren der drei Institute (AC/OC/ÖC) treffen sich zunächst mind. monatlich um die getroffenen Maßnahmen abzustimmen. Das letzte Treffen war am 23.1.2014, das nächste Treffen wird Ende Februar stattfinden. Die angesprochenen Themen betrafen im Wesentlichen die unter den Punkten 1 bis 4 genannten Stichwörter, mit den ebenfalls dort genannten Ergebnissen.

Grundsätzlich ist dieses Treffen der Energiekoordinatoren offen für alle, d. h. wer sich bei dieser Thematik weiter einbringen möchte, ist herzlich willkommen. Der nächste Termin kann bei den Herren Bannenberg, Bartsch und Baabe erfragt werden. Gegebenenfalls wäre eine Anmeldung sinnvoll, damit entsprechende Räumlichkeiten reserviert werden können.

 


  aktualisiert am 26.03.2014
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