TU BRAUNSCHWEIG

Jenseits der Norm

Sommersemester 2013

Organisatorisches

  • Wann? Mittwoch, den 29.05.2013 um 18 Uhr
  • Wo? Raum PK 3.4, Pockelsstraße 4, 38106 Braunschweig
  • Was? Round Table mit renommierten Gästen

 

Information

Richtlinien und Normen sind in den Ingenieurwissenschaften allgegenwärtig: DIN- und ISO-Normen, VDIRichtlinien, Maschinenrichtlinien etc. Neben den sichtbaren Vorgaben gibt es unsichtbare Regeln, die dem Fach innewohnen. Z.B. bei der Produktentwicklung, in
 Produktions- oder Arbeitsabläufen. Wirtschaft und Wissenschaft kritisieren, dass hierdurch bestimmten Gruppen der Zugang zum Fach erschwert wird. Angesichts des Fachkräftemangels wird dies zum Problem: So studieren beispielsweise Frauen, Quereinsteiger und Ältere seltener Maschinenbau.
Diversität ist jedoch von den Unternehmen erwünscht. Die Fachkulturforschung in den Ingenieurwissenschaften hat festgestellt, dass es einen geheimen Lehrplan gibt, welcher diese Ausschlüsse befördert. Um dem entgegenzuwirken haben einige Universitäten (z.B. die Johannes Kepler Universität Linz) die Vermittlung von grundlegenden Genderkompetenzen zu einem Pflichtmodul ihrer ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge gemacht.
Die TU Berlin bietet ein Zertifikat GENDER PRO MINT für die Studierenden der Natur- und Ingenieurwissenschaften an.
Der Round Table bringt Expertinnen aus unterschiedlichen Bereichen der Ingenieurwissenschaften und aus  der Geschlechterforschung zusammen. Gemeinsam soll diskutiert werden, welche Veränderungen es auf der Ebenen der Curricula und der Außendarstellung bräuchte, um die Studiengänge auch für Studierende jenseits der Norm attraktiver zu machen. Inwiefern ist eine geschlechterkritische Perspektive in der Lehre von Interesse und wie kann diese Eingang finden? Welche Ideen und Anforderungen lassen sich aus der Perspektive der Wirtschaft und der Studierenden einbringen?

Flyer - Jenseits der Norm (pdf, 130 KByte)

 

Gäste

Dr.-Ing. Kira Stein ist als Senior Consultant und Seminaranbieterin in den Bereichen Schadenanalyse, Prozessoptimierung, Qualitätsmanagement, Tourismus, Software und Im- und Export tätig. Sie engagierte sich jahrzehntelang ehrenamtlich für Frauen in technischen Berufen. 2009 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz.

Prof. Dr. Petra Lucht ist Gastprofessorin für das Zertifikatsstudium GENDER PRO MINT am Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung der Technischen Universität Berlin. Sie unterrichtet Studierende der Ingenieur-, Natur- und Planungswissenschaften, Mathematik und Informatik in Gender Studies.

Dipl.--Ing. (FH) Pamela Kuhn hat nach ihrem Abschluss Berufserfahrung als Ingenieurin in der Wirtschaft  gesammelt. Derzeit studiert sie im Masterstudiengang Maschinenbau an der Technischen Universität Braunschweig und engagiert sich als dezentrale Gleichstellungsbeauftragte an der Fakultät für Maschinenbau.

Helga Hansen, Projektkoordinatorin des NTH-Projektes fiMINT (Frauen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) mit Sitz am Gleichstellungsbüro der Technischen Universität Braunschweig.


  aktualisiert am 17.10.2013
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