TU BRAUNSCHWEIG

Symposium „Ingenieurwissenschaften unter Druck. Genderforschung als Innovation.“

am 23. und 24. Januar 2014 an der TU Braunschweig, Raum Weitblick (Haus der Wissenschaft)

Konzept: Prof. Dr.-Ing. Corinna Bath (TU Braunschweig), Prof. Dr. Petra Lucht (TU Berlin), Prof. Dr. Ulrike Teubner (TU Darmstadt), Bärbel Mauß (TU Berlin)

Ankündigung und Programm

Von Fachkräftemangel und demografischem Wandel ist seit einiger Zeit in den Ingenieurwissenschaften in Deutschland die Rede. Industrie wie Hochschulen beklagen, dass es zu wenige Interessierte – insbesondere Frauen – für ingenieurwissenschaftliche Studien und Berufe gebe. Von den Erkenntnissen der Genderforschung lässt sich lernen, dass hier ein „einfacher Ruf“ nach den Frauen oder anderen bislang nicht Angesprochenen nicht genügt. Vielmehr sind strukturelle Veränderungen vonnöten: Es gilt Studiengänge und Berufsbilder, aber auch Geschlechter- und Technikvorstellungen zu aktualisieren.

Gleichzeitig nimmt der Bedarf an Genderkompetenzen in den Ingenieurwissenschaften zu. Dabei geht es nicht nur um eine bessere Zusammenarbeit in Teams oder darum, neue Zielgruppen für Produkte zu erschließen. Vielmehr gilt es, falsche bzw. geschlechtsstereotype Vorstellungen von den Fächern ebenso wie von Technologien und ihrer jeweiligen Nutzung zu korrigieren.

Die Arbeitstagung zielt darauf, die Erkenntnisse der Genderforschung für die Ingenieurwissenschaften produktiv zu machen. Dazu fragen die Teilnehmenden nach Vergeschlechtlichungen von Lehrinhalten und Fachkulturen und nach Einseitigkeiten von Wissen, Praktiken und Produkten. Sie diskutieren zugleich Möglichkeiten der Interdisziplinarität und des expliziten De-Gendering. Indem die Tagung den Stand aktueller empirischer Forschung mit Theorieansätzen, Modellprojekten und neuen Forschungs- und Lehrkonzepten kontrastiert, soll das Innovationspotential der Genderforschung aufgezeigt und weitergeführt werden.

 

Programm

DO 23.1.2014

12.00

Ankunft und Imbiss

12.30

Begrüßung und Einleitung

13.00-15.00

Panel I: Zwischen Gleichstellung, Fachkultur- und Geschlechterforschung: Allianzen und Verstärkungen

15.30-17.30

Panel II: Genderforschung als Innovation: Chancen und Grenzen

18.30-20.30

Öffentlicher Round Table „Jenseits der Norm. Was ist gute Forschung und Lehre in den Ingenieurwissenschaften?“

(in Raum PK 3.3 im TU-Hauptgebäude)

 

FR 24.1.2014

9.00 -10.30

Panel III: Produktive Übersetzungen: Bedingungen ‚großer‘ Interdisziplinarität zwischen Sozial/Kultur- und Natur-/Ingenieurwissenschaften

11.00-12.45:

Panel IV: Modelle der Gender-Lehre und Forschung in den Ingenieurwissenschaften – Perspektiven der Institutionalisierung

12.45-13.00

Ausblick

13.00

Mittagessen (optional)


  aktualisiert am 14.04.2014
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