TU BRAUNSCHWEIG

Wie entsteht »Geschlechterwissen« in der Informatik?

Braunschweiger Teilprojekt zur Geschlechterforschung in den Ingenieurwissenschaften im Rahmen des Verbundprojekts „Geschlechterwissen in und zwischen den Disziplinen: Kritik, Transformation und 'dissidente Partizipation' an (akademischer) Wissensproduktion“, das vom Zentrum für Geschlechterstudien der Universität Oldenburg geleitet wird.

Das vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur geförderte Verbundprojekt, unter Leitung des Zentrums für Geschlechterstudien der Universität Oldenburg, fragt nach Spannungsverhältnissen zwischen Wissensproduktion in der Frauenbewegung, der fächerübergreifenden Frauen- und Geschlechterforschung und der Etablierung von kritischem Geschlechterwissen an Universitäten und Hochschulen in spezifischen Disziplinen. In Anlehnung an den Begriff der „dissidenten Partizipation“ (Sabine Hark 2005), analysiert das Projekt die geschlechterhierarchische Verfasstheit disziplinärer Wissensproduktion und -vermittlung und geht der Begründung und Ausprägung der Heterogenität des akademischen Geschlechterwissens nach. Das Besondere an dem Verbundprojekt ist, dass vergleichend vier verschiedene Disziplinen –Kunstgeschichte, Informatik, Musikwissenschaft und Biologie – untersucht werden.

Das Braunschweiger Teilprojekt versucht am Beispiel der Informatik ein fundiertes Verständnis der strukturellen Bedingungen und epistemologischen Hemmnisse zu schaffen, die dazu führen, dass Geschlechterforschung und Frauen als Wissenschaftlerinnen in einer technikwissenschaftlichen Disziplin anerkannt werden – oder auch nicht. Das Teilprojekt zielt darauf ab, exemplarisch Erkenntnisse für weitere ingenieurwissenschaftliche Disziplinen zu gewinnen.

Das Teilprojekt wird während der Laufzeit von Juni 2015 bis Mai 2018 mit 92.200 Euro durch das Niedersächsische MWK gefördert.

Weitere Informationen zum Projekt:



  aktualisiert am 25.09.2016
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