TU BRAUNSCHWEIG

fussverkehr
© NFF/Westphal
 

Europäische Mobilitätswoche (16. bis 22. September) will in diesem Jahr den Fußverkehr fördern – NFF beteiligt sich mit verschiedenen Aktionen

Es sind nur 269 Schritte und rund 180 Meter vom Niedersächsischen Forschungszentrum Fahrzeugtechnik (NFF) bis zur Bushaltestelle am Luftfahrtbundesamt und doch sind diese zwei Minuten Fußweg ein unverzichtbarer Bestandteil der Mobilitätskette, die es vielen Studierenden, Mitarbeiter/innen und Besuchern des NFF überhaupt ermöglicht zwischen Forschungsflughafen und Innenstadt zu pendeln.

Jeder zehnte Weg wird mit dem öffentlichen Nahverkehr zurückgelegt. Doch das heißt nicht, dass innerhalb dieser Wege Bus und Bahn die einzigen genutzten Verkehrsmittel sind. Von und zur Haltestelle geht es meist per pedes. Diese Fußwege werden jedoch in Verkehrsstatistiken nicht erfasst. Die Konsequenz ist, dass Fußverkehr in der Stadt- und Verkehrsplanung kaum berücksichtigt wird.

Grund genug, die „Zufußgehenden“ im Rahmen der diesjährigen Europäische Mobilitätswoche (EMW) vom 16. bis 22. September in den Mittelpunkt zu stellen.


NFF-Aktionen zum Thema „Fußverkehr“

Das NFF beteiligt sich zum zweiten Mal an der Europäischen Mobiltitätswoche und möchte mit Aktionen wie einer kleinen Umfrage und Ausstellung rund um Schlafampeln, Smombies und Zebrastreifen den Blick auf den Verkehrsteilnehmer Fußgänger lenken.

„Immer diese Fußgänger“ heißt es dann auch in bester Heinz-Erhart-Tradition in der gemeinsamen EMW-Mittagspause am 19. September um 12.30 Uhr (Raum 012/013). Eine halbe Stunde greifen kleine Videoclips, Auszüge aus Lehr- und Spielfilmen das Thema Fußverkehr mit einem Augenzwinkern auf und sollen damit Lust auf mehr Streckenbewältigung zu Fuß machen. Pausenbrot bitte mitbringen! Für Kaffee und ein leckeres Stück Kuchen als Nachtisch wird gesorgt – deshalb bitte unbedingt bis 18. September Anmeldung per Mail an nffpresse@tu-braunschweig.de!

 

Projekt „LifeCycling²“: Recyclingmethoden für E-Cargobikes

Elektrisch unterstützte Fahrräder, sogenannte Pedelecs, und Lastenräder, E-Cargobikes genannt, sind eine vielversprechende Alternative für eine emissionsarme Mobilität in den Städten. Prognosen zufolge könnten bis zum Jahr 2030 mehr als 23 Prozent der Wirtschaftsfahr-ten auf – elektrisch unterstützte – Fahrräder verlagert werden. Da aber Pedelecs und E-Cargobikes als Elektroschrott gelten, stehen Fahrradhersteller vor der Aufgabe, Konzepte zu entwickeln, um einzelne Komponenten zu recyceln oder in Zweitnutzungen zu überführen.

Am NFF ist dazu das Verbundprojekt „LifeCycling²“ gestartet. Zwei NFF-Mitglieder, das Institut für Konstruktionstechnik (TU Braunschweig) und das Institut für Software Systems Engineering (TU Clausthal), arbeiten zusammen mit weiteren Hochschul- und Industriepartnern an technische Lösungen und Konzepten, wie die Ressourceneffizienz von E-Cargobikes verbessert werden kann. [Mehr]

 

Projekt „autoMoVe“: Plattform statt Fahrzeug

Von innerbetrieblichen Gütertransport bis hin zur Personenbeförderung: Die Anforderungen an autonomer Fahrzeuge werden immer komplexer. Statt wie bisher für jeden Bereich spezifische Fahrzeuge (z.B. Transporter, Taxi) zu entwickeln, wollen Forscher*innen zusammen mit Industriepartnern im Projekt „autoMoVe“ in den nächsten drei Jahren ein elektrisches Fahrzeugkonzept entwickeln, das durch den Austausch anwendungsspezifischer Module eine Vielzahl von Anwendungen autonom übernehmen kann. Dies können z.B. innenbetriebliche Gütertransporte oder die Personenbeförderung im Straßenverkehr sein.

Entwicklungsbegleitend wird ein virtueller Prüfstand zur Validierung und Optimierung der entwickelten Funktionen aufgebaut, von denen ausgewählte Funktionen mit hohen Innovationsgrad mithilfe von physischen Prüfständen in der Realität erprobt werden.

Das NFF ist durch die Institute für Fahrzeugtechnik und Konstruktionstechnik (beide TU Braunschweig) sowie durch das Institut für Software System Engineering (TU Clausthal) vertreten. [Mehr]

 

Zur Europäische Mobilitätswoche 2019

Die EUROPÄISCHE MOBILITÄTSWOCHE ist eine Kampagne der Europäischen Kommission. Seit 2002 bietet sie Kommunen aus ganz Europa die Möglichkeit, ihren Bürgerinnen und Bürgern die komplette Bandbreite nachhaltiger Mobilität vor Ort näher zu bringen.

2019 beteiligen sich über 60 Städte, Gemeinden und Organisationen aus allen 16 Bundesländern an der EMW. Sie haben Aktionsprogramme für mehr nachhaltige Mobilität vor Ort entwickelt: In Essen kann beispielsweise beim Instawalk entlang der Kulturlinie die Stadt neu entdeckt werden oder in Lilienthal gibt es einen „Lauf-Workshop“ für ältere Bürgerinnen und Bürger. In Baesweiler, Kassel, Herne und Weimar wird die Wartezeit an Fußgängerampeln durch spannende Quizfragen verkürzt.

Zur EMW findet in vielen Städten eine „Zebrastreifen-Aktion“ statt, bei der sich Bürgerinnen und Bürger in Anlehnung an das 50-Jahre alte Beatles-Cover „Abbey Road“ fotografieren. Die Aktion soll zum Zufußgehen motivieren.

 


  last changed 20.09.2019
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