TU BRAUNSCHWEIG

Auskunftsrechte

Jeder Bürger hat gegenüber Institutionen wie bspw. Behörden, Unternehmen oder Vereinen das Recht, zu erfahren, welche Daten über ihn oder sie gespeichert werden und zu welchem Zweck dies geschieht. Außerdem müssen sie offenlegen, woher sie die Daten haben und an wen sie sie ggf. weitergeben. [§ 19 BDSG bzw. § 34 BDSG]

Die Auskunft sollte man am besten schriftlich anfordern und dabei angeben, worüber man genau Auskunft haben möchte (bspw. "Über mich gespeicherte Daten in Bezug auf den Mietvertrag"). Die Auskunft ist grundsätzlich kostenlos. Einschränkungen gibt es allerdings, bspw. bei der Schufa, bei der man nur einmal jährlich eine kostenlose Auskunft erhält.

Die Auskunft wird meist in Textform erteilt, also als Brief oder E-Mail. Sollte das nicht kostenlos angeboten werden, hat man das Recht, persönlich zu erscheinen. Wenn die Auskunft nicht oder nur teilweise erteilt wird, muss dies begründet werden.

Alle Stellen, die so genannte Scorewerte einsetzen, also Wahrscheinlichkeitswerte zur Berechnung des zukünftigen Verhaltens (bspw. im Kreditwesen, Schufa), sind dazu verpflichtet, den Scorewert und dessen Entstehung nachvollziehbar zu erklären.

Öffentliche Stellen dürfen die Auskunft in bestimmten Situationen, die speziell abgewägt werden müssen, verweigern.

Weitere Informationen gibt es auf der Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz.


  aktualisiert am 26.08.2016
TU_Icon_E_Mail_1_17x17_RGB Zum Seitenanfang