Was bedeutet Diversity?

Der Begriff "Diversity" beschreibt im Allgemeinen die Vielfalt unterschiedlicher Personen oder Personengruppen. Im Hochschulkontext bedeutet dies, dass alle Studierenden, Lehrenden und Beschäftigten - unabhängig von z.B. ihrem Geschlecht, ihrer Hautfarbe oder ihrer Religion - in ihrer Individualität wertgeschätzt werden und in einem Umfeld frei von Diskriminierungen miteinander studieren und arbeiten können.

Dabei geht es zum einen um den Abbau bestehender Barrieren und Ungleichheitsstrukturen, damit eine Chancengerechtigkeit und eine offene Hochschulkultur erreicht werden. Durch die systematische Umsetzung des Diversity-Gedankens sollen dementsprechend Diskriminierungsmechanismen und -strukturen aufgezeigt und abgebaut werden.

Zum anderen geht es darum, die Vielfalt anzuerkennen und einen wertschätzenden, respektvollen und toleranten Umgang mit dieser Vielfalt zu erlernen. Diversity geht somit über die reine Antidiskriminierungsarbeit hinaus und stellt alle Personen - nicht nur bestimmte Minderheiten - in den Fokus.

Je nach Zielgruppe und Kontext können unterschiedliche Diversitymerkmale wichtig sein.

Im Hochschulkontext spielen häufig folgende Dimensionen eine Rolle:

  • Geschlecht
  • Religion und Weltanschauung
  • Bildungshintergrund
  • ethnische Herkunft
  • Alter
  • chronische Krankheiten und Behinderungen
  • Familienaufgaben
  • sexuelle Identität