TU BRAUNSCHWEIG

im Labor

Berufsbeschreibung

Mikrotechnologinnen- und –technologen der Fachrichtung Mikrosystemtechnik stellen mikrotechnische Produkte ganz oder teilweise her, beispielsweise Sensoren im KfZ (Beschleunigungs-, Druck- oder Temperatursensoren), medizinische Geräte oder Bauteile für Mobiltelefone etc..
Sie arbeiten unter besonders sauberen Bedingungen in speziellen Labors (Reinräume), bedienen automatische Prozessanlagen, führen manuelle Fertigungsschritte durch und kontrollieren die Ergebnisse.

Bei der Handhabung der winzigen Proben spielen Sorgfalt, Sauberkeit und Fingerfertigkeit eine große Rolle. Da viele Fertigungsschritte den Umgang mit Chemikalien erfordern, ist ein großes Verantwortungsbewusstsein für den Gesundheits- und Umweltschutz gefordert.
Mikrotechnologinnen und –technologen sind weiterhin auch für den Reinraumbetrieb zuständig, d.h. sie kümmern sich um die Be- und (umweltgerechte) Entsorgung von Arbeitsstoffen und kontrollieren die Reinraumbedingungen.

Ausbildungsschwerpunkte

1. Ausbildungsjahr

  • Verhalten im Reinraum, Prüfen von Reinraumbedingungen
  • Chemische Grundlagen, Arbeitssicherheit, Ver- und Entsorgen von Arbeitsstoffen
  • Qualitätssicherung: Mikroskopieren, Schichtanalyse, Messung von Strukturtiefen
  • Umgang mit Produktionseinrichtungen: Wafersäge, Sputteranlage, PECVD-Anlage


2.- 3. Ausbildungsjahr

  • Qualitätsmanagement, Parameter- und Qualitätskontrolle
  • Arbeitssicherheit, Bereitstellen und Entsorgen von Arbeitsstoffen
  • Sichern und Prüfen der Reinraumbedingungen
  • Umgang mit allen anderen Produktionseinrichtungen des Instituts
  • Selbstständiges Durchführen von Prozessabläufen zur Fertigung verschiedener mikrotechnischer Bauteile

Ausbildungsdauer/Prüfung

3 Jahre, Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer

Voraussetzungen

Für eine Einstellung ist ein Realschulabschluss oder ein als gleichwertig anerkannter Bildungsabschluss notwendig. (In den Fächern Mathematik, Physik und Chemie werden hohe Anforderungen gestellt!) Technische und naturwissenschaftliche Neigungen sowie die Lust am und die Geduld für den praktischen Umgang mit kleinsten Bauteilen sollten vorhanden sein.

Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten

  • Studium (Mikrosystemtechnik) an der Fachhochschule
  • Studium (Mikrosystemtechnik als Fachrichtung oder Vertiefung) an der Hochschule

Ansprechpartner

Ausbilderin:
Frau M. Leester-Schädel
Institut für Mikrotechnik
Telefon: 0531 / 391-9765


  aktualisiert am 05.08.2014
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