TU BRAUNSCHWEIG

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Über die Lehrveranstaltungen hinaus finden an der TU Braunschweig im Department Architektur regelmäßig Vorträge, Symposien und Ausstellungen statt, mit den Studierenden und interessierten Gästen Einblicke in Themen der Architektur und weit darüber hinaus ermöglicht werden.

Diese Seite befindet sich im Aufbau. Wenn Sie Hinweise und Materialien haben, nehmen wir diese gerne entgegen (Öffentlichkeitsarbeit in der Geschäftsstelle der Fakultät 3).


Architekturpositionen

Seit vielen Jahren etabliert ist die Vortragsreihe "Architekturpositionen" des Departments, in der bereits Günter Domenig, Wolf D. Prix, Hadi Teherani, Hansjörg Göritz, Matthias Sauerbruch, Hermann Czech, Meinhard von Gerkan, Wolfgang Pehnt, Luigi Snozzi u.v.a. zum Teil mehrfach Position zur Architektur bezogen.
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Institutes für Entwerfen und Raumkomposition.

Die aktuelle Semesterübersicht zeigt die laufende Vortragsreihe und die vorangegangenen Vorträge:

Architekturpositionen - Andreas Hild
Dienstag, 17. Januar 2017

ANDREAS HILD - HILD und K, München Berlin

unter dem Titel ZWISCHENBERICHT

DIENSTAG, den 17.01.2017 18:30 Uhr Hörsaal PK 4.7 (TU-Altgebäude)

Einerseits spricht sich Andreas Hild für eine volksnahe Architektur aus, indem er sagt: „Wenn es Architekten nicht gelingen sollte, populäre Bezüge in ihre Arbeit aufzunehmen, die auch von Menschen außerhalb der Disziplin verstanden werden (…), dann werden sie sich selbst sehr schnell überflüssig machen". Andererseits geißelt er die Architektur von ihm so genannter Gebilde, die auf einfache Wiedererkennbarkeit und vermeintliche Originalität setzten. Die damit gemeinte Objekt-Architektur bediene sich Referenzen außerhalb des Metiers, sei ohne (fachliche) Vorkenntnisse konsumierbar und erlange leicht populistische Zustimmung. Er plädiert dagegen für das Entwerfen als innerarchitektonischen Diskurs. (Zu entwerfende) Gebäude bezögen sich auf Häuser, auf den Bestand der gebauten oder auch gedachten Architekturen. Das Bauen im Bestand ist konsequenterweise das wichtigste Handlungsfeld von Hild und K. In diesem Zusammenhang formulieren die Architekten einen besonderen Ansatz der Denkmalpflege. Prämisse ist nicht das Trennen und Differenzieren historischer Schichten. Stattdessen wird ein „Weiterschreiben“, das Verschmelzen und Ineinanderweben von Elementen aus unterschiedlichen Zeiten praktiziert. Dies geschieht gelegentlich mit Ironie, wie bei der „Rekonstruktion“ einer kriegszerstörten Gründerzeit-Fassade: die Originalzeichnung wurde auf die bestehende Fassade übertragen und als Relief in den Putz eingelegt, inklusive Knickfalten und Flecken im Papier. Beim Umbau und der Erweiterung eines Klosters operierten die Architekten mit so genannten Spolien: historische Versatzstücke wurden aus dem Bestandsbau ausgebaut und in den Neubau integriert. Ähnlich nonchalent erhält ein Stahlbetonskelettbau aus den 1960er Jahren eine neo-expressionistische Ziegelfassade mit ondulierenden Lisenen. Die Projekte von Hild und K sind vorwiegend in München lokalisiert. Für ihre Arbeit wurde ihnen (neben vielen anderen Auszeichnungen) der Preis für Stadtbildpflege 2012 und 2016 und der Architekturpreis 2012 der bayerischen Landeshauptstadt verliehen. Andreas Hild studierte Architektur an der ETH Zürich und der TU München, wo er 1989 sein Diplom erlangte. 1992 gründete er gemeinsam mit Tillmann Kaltwasser das Büro Hild und Kaltwasser Architekten. Seit 1999 firmiert das heute von Andreas Hild, Dionys Ottl und Matthias Haber geleitete Büro unter dem Namen Hild und K Architekten. Nach verschiedenen Lehraufträgen und Gastprofessuren ist Andreas Hild seit 2013 Professor für Entwerfen, Umbau und Denkmalpflege an der TU München.


Architekturpositionen - Philippe Viérin
Dienstag, 10. Januar 2017

PHILIPPE VIÉIRIN - noAarchitecten, Brüssel

unter dem Titel AFTER NATURE

DIENSTAG, den 10.01.2017 18:30 Uhr Hörsaal PK 4.7 (TU-Altgebäude)

Das Umspannwerk Petrol in Antwerpen oder das Pflegeheim Kloosterhof Pamele in Oudenaarde sind prägnante Neubauten aus der Hand von noAarchitecten. Seit ihrem ersten vollendeten Projekt aber, dem 2005 fertiggestellten Umbau eines ehemaligen Bankgebäudes für die Rathausverwaltung in Kortrijk haben noAarchitecten eine besondere Qualität entwickelt, bestehende Bausubstanz umzunutzen, behutsam zu erneuern und Alt mit Neu zu verbinden. Zu den zahlreichen, mehrfach ausgezeichneten Revitalisierungsprojekten gehören u.a. der Umbau und die Erweiterung einer Windmühlenanlage aus dem 16. Jahrhundert zu einem Hotel, die Umwidmung eines ehemaligen Gefängnisses für die juristischen Fakultät der Universität Hasselt und der Umbau eines alten Gehöfts in das Nationale Flachsmuseum Texture. Die Beispiele, allesamt in der belgischen Provinz gelegen, manifestieren, was die Architekten äußern: Neben der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst und den Vorbildern der skandinavischen Moderne (Aalto, Asplund, Lewerentz, ) nennen sie die (flämische) Bautradition und den kulturellen Kontext Flanderns als wesentliche Referenzquellen: „Uns ist die wichtige Rolle des narrativen Aspekts von Architektur für unsere Arbeit bewusst geworden. Wir glauben, dass (öffentliche) Gebäude durch vertraute Referenzen, greifbare Details und den Rückgriff auf Erinnerungen für viele Menschen auf individuelle Weise erlebbar und zugänglich werden. So formen Mehrdeutigkeit und Assoziationen oft die Basis unseres Schaffensprozesses.“ (in: arch+ 220)

Philippe Viérin studierte Architektur an der Universität Ghent und schloss sein Studium 1992 mit dem Diplom ab. Unmittelbar danach arbeitete er für Stéphane Beel in Brügge und KCAP in Rotterdam, bevor er in das Architekturbüro seines Vaters Viérin Architecten in Brügge einstieg, das er mit ihm gemeinsam bis heute betreibt. 1999 gründete er zusammen mit An Fonteyne und Jitse van den Berg das Büro noAarchitecten, das sie seitdem mit Hauptsitz in Brüssel und einer Zweigstelle in Brügge führen. Sie sind aktuell Gastdozenten an der TU Delft.


ARCHITEKTURPOSITIONEN: PETER HAIMERL, PETER.HAIMERL ARCHITEKTUR, MÜNCHEN

Dienstag 07.06.2016

Peter Haimerl möchte die Grenzen konventioneller Architektur überschreiten. Sein Anspruch ist, mit jedem Projekt faszinierende, unkonventionelle Lösungen zu gestalten und Innovationen zu entwickeln. Um dieses Ziel zu erreichen, bindet er Experten aus verschiedenen Wissensbereichen ein wie etwa Programmierer, Soziologen oder Künstler. Der Erfolg dieser Arbeitsweise zeigt sich an mehreren preisgekrönten Projekten wie der Aufstockung der Salvator-Parkgarage in München, dem „Castle of Air“, einem Spiegel-Pavillon im Stadtpark von Cincinnati und dem Konzerthaus Blaibach, das mehrfach prämiert wurde, u.a. mit einer Auszeichnung beim Deutschen Architekturpreis 2015. Unter dem Leitmotiv „Attraktion statt Restriktion“ widmet sich Peter Haimerl aktuell verstärkt dem Thema „Bauen im Bestand“. Beim 2009 realisierten Projekt “Birg mich, Cilli!“ wird ein ruinöses Bauernhaus im Bayerischen Wald wieder bewohnbar, indem vier Betonkuben implantiert werden. Bei der 2015 fertig gestellten Erweiterung eines denkmalgeschützten Bauernhauses in München-Riem verschränken sich Alt und Neu gleichberechtigt ineinander. Im Rahmen der von ihm ins Leben gerufenen „Haus.Paten“-Initiative engagiert er sich zudem für die Baukultur im Bayerischen Wald.

Peter Haimerl studierte Architektur an der FH München. Nach Abschluss des Diploms 1987 arbeitete er in verschiedenen Architekturbüros, 1987 bis 1988 bei Günther Domenig in Wien, 1988 bei Raimund Abraham in Wien und Klaus Kada in Graz. Von 1988 bis 1990 war am städtebaulichen Forschungsprojekt „Die offene Stadt“ beteiligt in Büropartnerschaft mit Paul Schlossbauer und Armin Lixl. 1991 gründete er ein eigenes Büro: Peter Haimerl Studio für Architektur in München. 1992 war er Lehrbeauftragter für Baukonstruktion an der Fachhochschule München, 1994 bis 1996 ebendort für Entwerfen. 2000 startete er das Projekt „zoomTown“ als offene Forschungsplattform zur Optimierung und Reorganisation städtischer Umwelt, 2005 in Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig im Rahmen eines Lehrauftrags für das Entwurfsprojekt „Zoomtown Urban Transportation Design“. Von 2009 bis 2010 war er Lehrbeauftragter für Städtebau und Digitales Entwerfen an der Hochschule München. Seit diesem Jahr ist er Gastprofessor an der Universität Kassel.


RCHITEKTURPOSITIONEN: Axel Schultes, Berlin

Dienstag, 03.12.2013

DÉJÀ-VU

Als Künstlerarchitekt wird er beschrieben, mit einer Vorliebe für große Bauaufgaben. Sein wichtigstes Werk ist weltbekannt: Axel Schultes ist der Architekt des Bundeskanzleramts in Berlin. Nicht in der schieren Größe sieht er den Reiz dieser und anderer „großer“ Architekturprojekte, sondern in der zu schaffenden Erhabenheit. Er erläutert dieses Phänomen und seinen Anspruch am Bespiel der Hagia Sophia: „Und da hatte ich dann tatsächlich dieses erste und vielleicht auch Schlüsselerlebnis von Raum (…). Eine Sehnsucht nach ja, was im alten Ägypten Sehnsucht nach Ewigkeit mal war, eine Sehnsucht nach Unendlichkeit, die in diese Räume eingebaut ist. Das sind sehr feste, konzentrierte Räume, die trotzdem ein unheimlich freies Atmen haben.”
Robert Brammer meinte kürzlich im Deutschlandradio Kultur, dass Axel Schultes keiner sei, „der auf das Baugeschehen in Deutschland prägend wirkt, aber er hat wichtige Akzente gesetzt. Oft hat er sich an Wettbewerben beteiligt. Oft wurden seine Entwürfe hoch gelobt – als schön, aber schwierig – aber selten auch prämiert (…)“. Neben dem Bundeskanzleramt (1995-2001, Deutscher Architekturpreis 2003) wird sein Ruf geprägt durch das Krematorium Baumschulenweg in Berlin-Treptow (1997-1998, Architekturpreis Beton 1999, Architekturpreis BDA Berlin 2000 und Deutscher Architekturpreis 2001) und das Städtische Kunstmuseum Bonn (1985-1993).

Axel Schultes studierte von 1963 – 1969 Architektur an der Technischen Universität Berlin. Nach der ersten Berufserfahrungen bei Josef Paul Kleihues gründete er zusammen mit Dietrich Bangert, Bernd Jansen und Stefan Schulz das Büro BJSS, dessen bekanntestes Werk die Kunsthalle Schirn in Franfurt am Main (1983-85) ist. Mit dem gewonnenen Wettbewerb für das Kunstmuseum Bonn etablierte er 1992 gemeinsam mit Charlotte Frank Axel Schultes Architekten in Berlin. Seit 2003 ist er Professor für Baukunst an der Kunstakademie Düsseldorf. Vor kurzem feierte er seinen 70. Geburtstag. Wir freuen uns, Axel Schultes zu diesem Anlass an der TU Braunschweig begrüßen zu können.


ARCHITEKTURPOSITIONEN: Luigi Snozzi, Locarno/CH

Dienstag 12.06.2012

ES LEBE DER WIDERSTAND

Unter dem Motto «Es lebe der Widerstand» spricht Luigi Snozzi über seine Arbeit als Planer, Gutachter und Architekt.

Laut Snozzi sollen Architekten auch «kritische Intellektuelle» sein. Insofern sei die Architektur keine neutrale, vor allem keine unpolitische Disziplin, sondern ein «Streben nach Permanenz», ein Gegensatz zum Streben nach dem Flüchtigen in der Gesellschaft. Im Mittelpunkt des Vortrags von Luigi Snozzi stehen Projekte, die so nie verwirklicht wurden. Sie stammen aus seiner Zeit als Mitglied des Landschaftsschutzkomitees des Kantons Tessin, während der er den Großteil der Eingaben ablehnte, aber regelmäßig Gegenvorschläge machte, die oft radikal gegen die amtlichen Vorgaben verstießen, ebenso stadtplanerische Projekte aus ganz Europa, von Sardinien über Norditalien bis nach Holland, mit denen er gegen die Rechtsstaatlichkeit als Kniff und zum Widerstand aufruft.

Dazu gehört auch ein radikales Projekt für Braunschweig, das er Anfang der 1980er Jahre im Rahmen eines Workshops an der TU entwickelte und das das utopische Szenario des Wiederaufbaus der Stadt nach dem Zweiten Weltkriegs jenseits der Grenzen des zerstörten historischen Zentrums beinhaltete. Daneben wird Luigi Snozzi Wohnhäuser vorstellen, die er vor allem im Tessin und in Hanglage als individuelle Lösungen entworfen hat. Das Fazit seiner Arbeit fasst Snozzi in den Aufruf: «Kippt alle Regeln in ganz Europa um, dann habt ihr vielleicht die Chance auf einen guten Entwurf.»

Luigi Snozzi hat vergleichsweise wenig gebaut und ist dennoch wohl einer der einflussreichsten Architekten, Stadtplaner und Architekturlehrer der Schweiz. 1932 in Mendrisio geboren, studierte er in den 1950er Jahren an der ETH Zürich. 1958, unmittelbar nach Ende seines Studiums eröffnete er sein Architekturbüro in Locarno, das er bis heute führt. Realisiert hat er vor allem Einfamilienhäuser. Sein bekanntestes Werk ist das Langzeitprojekt der Revitalisierung des Tessiner Städtchens Monte Carasso bei Bellinzona. Luigi Snozzi gilt als führender Theoretiker der „Tessiner Schule“, einer Gruppe von Architekten die eine moderne, aber in regionalen Traditionen verwurzelte Architektur proklamierten. In seinen Bauten orientiert sich Snozzi an der plastischen, corbusianischen Sichtbeton-Spätmoderne und an Aldo Rossis Lehre von der „Lektüre“ des Ortes. 1973 bis 1975 war Snozzi Gastdozent für architektonisches Entwerfen an der ETH Zürich, 1985 bis 1997 war er ordentlicher Professor an der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL).



Vorträge

Die Institute des Departments Architektur organisieren regelmäßig Vortragsreihen, internationale Symposien und Ausstellungen. Aktuelle Beispiele hierfür sind die Symposien und Vortragsreihen "HORTITECTURE", "ISU Talks" und "b+3 Bauen im Bestand". Auch herausragende Einzelvorträge der Institute finden regelmäßig statt. Beispiele der jüngeren Vergangenheit werden hier gezeigt.

b+3 Bauen im Bestand

befragen + bewerten + bewahren

26|01|2016 - 25|01|2017 | Vortragssaal SN 19.7

Architekten und Bauingenieure müssen sich heute zunehmend mit bereits bestehenden, vielfach hochwertigen Baubeständen auseinandersetzen. Grundlage für einen sachgerechten Umgang mit diesen Bauten und die Entwicklung geeigneter Erhaltungs- oder Umbaustrategien ist ein möglichst tiefgreifendes Verständnis der Objekte, ihrer künstlerischen wie konstruktiven Besonderheiten, nicht zuletzt aber auch ihre adäquate Einordnung in größere baukulturelle Zusammenhänge: Die tatsächliche „Bedeutung“ eines Bauwerks für die (Bau-) Geschichte erschließt sich erst vor dem Hintergrund vielfältiger Kontexte seiner Entstehung, Geschichte und Nutzung.

Diesen Aspekten geht die neue Ringvorlesung b+ 3 Bauen im Bestand – befragen + bewerten + bewahren am Institut für Baugeschichte (IB) der Technischen Universität Braunschweig nach. Die Vortragenden befassen sich mit Fragen zur Erhaltung und Fortschreibung des kulturellen Erbes im Bestand und diskutieren historische Grundlagen, theoretische Diskurse wie auch praktische Aspekte der Denkmalpflege, Bauwerkserhaltung und des Weiterbauens.

Weitere Informationen: www.tu-braunschweig.de/baugeschichte


Hortitecture 02

15|11|2016 | Architekturpavillon

HORTITECTURE umfasst die vielschichtigen Kombinationen von Architektur und Vegetation und die daraus resultierenden Synergien.

Folgende Experten erörtern das Thema:

  • Ferdinand Ludwig, Baubotanik, Stuttgart
  • Alina Schick, visioverdis, Stuttgart
  • Gerhild Bornemann, German Aerospace Center, Köln
  • Daniel Röhr, The University of British Columbia, Vancouver
  • Marion Waller, reinventing Paris, Paris
  • Stefano Boeri, Stefano Boeri Architetti, Milan
  • Klaus K. Loenhart, terrain: , Graz / München
  • Richard Hassell and Wong Mun Summ, WOHA, Singapur
  • Christoph Ingenhoven – ingenhoven architects, Düsseldorf


Auf die Walz gehen | Nebeneffekte des Bologna-Prozesses

17|06|2015 | Architekturpavillon

Am 19. Juni 2015 jährte sich der Tag der Bologna-Erklärung zum sechzehnten Mal. Neue BA- und MA-Studiengänge haben das Architekturstudium inzwischen gegenüber dem Diplom gründlich verändert. Ein zentrales Anliegen des Prozesses ist die Verbesserung der Mobilität von Studierenden zwischen Hochschulen. Dies führte auch dazu, dass die Bachelorabschlüsse von Universitäten und (ehemaligen) Fachhochschulen als gleichwertige Voraussetzung bei der Bewerbung für Masterstudienplätze angesehen werden. Wie hat sich der Prozess auf die unterschiedlichen Hochschultypen und ihre Architekturlehre ausgewirkt? Welche spezifischen Antworten auf den Strukturwandel haben sie z.B. durch Spezialisierungen gefunden? Was unterscheidet das Architekturstudium an diesen Hochschultypen heute? Was bedeuten die verschiedenen Rahmenbedingungen für die architektonische Entwurfslehre? Wie sehen der Lehralltag und die Betreuung an den unterschiedlichen Hochschultypen tatsächlich aus?

Das diskutierten:

  • Prof. Kirsten Schemel, msa münster school of architecture (FH Münster),
  • Prof. Jan R. Krause, AMM Architektur Media Management (Hochschule Bochum),
  • Prof. Annegret Droste, Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen),
  • Prof. Alexander von Kienlin, Institut für Baugeschichte und Studiendekan Department Architektur (TU Braunschweig),
  • Bernhard Ax, Koordinator Studiengänge Architektur und Sustainable Design (TU Braunschweig) und
  • Tjark Gall, Vertreter der Fachschaft Architektur (TU Braunschweig).

Moderiert von Dr. Martin Peschken.


Hortitecture 01

10|12|2014 | Architekturpavillon

The Hortitecture 01 Symposium is the first of a series of public lectures, focusing on alternative sustainable building strategies that explore the synergies combining architecture and plant material. Architectural design is a form of research and creative exploration. It requires the observation and evaluation of changes in our environment in order to create strategies that address current and future challenges. During the symposium we will compare and analyze architectural solutions that are made with, made for or made from vegetative material, asking for example:

  • How are plants integrated within the building system?
  • What kinds of benefits can a new kind of nature-artifact combination offer?
  • How do the plantings affect the overall environment and architectural design?
  • What is the maintenance and resilience factor and how scalable are these new solutions?

The Hortitecture 01 Symposium is part of a research seminar to compare and analyze architectural solutions based on traditional and vernacular wisdom as well as recent explorations, and how these are fueling an entirely new discourse in the field of architecture. In studying the intersections between architectural, horticultural and technological practices, our goal is to transfer knowledge beyond building design to a larger urban scope, creating better, more sustainable future cities.

The interdisciplinary, international symposium will present a variety of innovative horticultural and architectural projects, bringing key players together to discuss the newest discoveries and innovations in the field.

Speakers:

  • Stefano Boeri – Stefano Boeri Architetti, Milano
  • F. Ludwig / D. Schönle – Research Group Baubotanik, Stuttgart
  • Nicola Moczek – PSY:PLAN, Berlin
  • Fuensanta Nieto – Nieto Sobejano, Madrid
  • B. Schröder-Esselbach / S. Weber – TU-Braunschweig
  • Jakob van Rijs, MVRDV, Rotterdam
  • Tomas Saraceno – TU-Braunschweig, Studio Saraceno, Berlin
  • Vo Trong Nghia – Vo Trong Nghia Architects, Ho Chi Minh City (invited)
  • Dan Wood – Work ac, New York City
  • Ken Yeang – Ken Yeang Design International, Kuala Lumpur/London

HORTITECTURE 01 demonstrates the interdisciplinary and international focus of the TU-Braunschweig, bringing together not only experts from an international field of practitioners, but interdiciplinary leaders from across TU-Braunschweig Institutes. Within the main TU-Braunschweig research theme “Healthy Livable Cities”, Hortitecture will be a growing focal subject that intends to network core disciplines in order to foster more sustainable environments–leading the way to the future.

Weitere Informationen: IDAS – Institute for Design and Architectural Strategies


Symposium 2011: Neue Städte für einen neuen Staat

02-04|12|2011 | Vertretung des Landes Niedresachsen beim Bund, Berlin

Das Fachgebiet für Geschichte und Theorie der Architektur und Stadt veranstaltet vom 2. bis zum 4. Dezember 2011 in der Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund in Berlin ein interdisziplinäres Symposium zu dem Thema „Neue Städte für einen neuen Staat”. Die in Zusammenarbeit mit dem Moses-Mendelssohn-Zentrum für europäisch-jüdische Studien an der Universität Potsdam durchgeführte Tagung bezieht sich inhaltlich auf das aktuell am Fachgebiet angesiedelte, durch die DFG geförderte Forschungsprojekt gleichen Namens.

Die Veranstaltung beschäftigt sich aus der zeithistorischen Perspektive des „nation building” der Nachkriegsära mit dem Diskurs um Wirtschaftsplanung, politische Strukturen und Städtebau in Deutschland und Israel. Ihr Ausgangspunkt bildet das so genannte „Israel-Projekt der List Gesellschaft”, das von dem deutschen, in Basel wirkenden Nationalökonomen Edgar Salin (1892-1974) im Jahre 1958 ins Leben gerufen wurde und mit seinen fünfzehn Einzelstudien zu Wirtschafts- und Finanzpolitik, Infrastrukturentwicklung, Siedlungswesen und Städtebau gleichsam ein sozialpolitisches und sozialräumliches Panorama der Einwanderungsgesellschaft Israel entwickelte. Zentrale Bedeutung innerhalb des Projekts kam dem Phänomen der israelischen „new towns” zu, von denen zwischen 1948 und 1967 über 30 an der Zahl gegründet wurden.

In der Rückschau kann die Urbanisierung des jungen Staats Israel als paradigmatisch für die Prozesse neustaatlicher Identitätsbildung betrachtet werden; sie gibt Anlass zu beziehungsreichen Reflexionen über die politische Theorie und Praxis der Moderne im allgemeinen wie auch über die Entwicklung der deutsch-israelischen Beziehungen im Zeichen der „Wiedergutmachung” im Besonderen.

Das Symposium ist als internationale Veranstaltung konzipiert unter vorwiegender Beteiligung deutschsprachiger und israelischer Wissenschaftler.

Publikation: Neue Städte für einen neuen Staat

Publikation Neue Städte für einen neuen StaatZwei Jahre nach dem Symposium erschien ein gleichnamiges Buch, das im jüdischen Museum Berlin präsentiert wurde:

Israel verstehen? Auch 65 Jahre nach der Staatsgründung ist wenig über die Hintergründe und Konzeptionen der Aufbauarbeit in Israel und deren Parallelen zum Wiederaufbau in der BRD bekannt. Die Publikation Neue Städte für einen neuen Staat stellt erstmalig die eng verflochtenen Entwicklungen seit 1948 vor und setzt sich kritisch mit der wechselseitigen Wahrnehmung, mit Perspektiven und Projektionen auseinander. Im Zentrum steht dabei die Initiative des in der Schweiz lehrenden Nationalökonomen Edgar Salin (1892–1974), der zwischen 1957 und 1968 im Rahmen der List Gesellschaft eine Untersuchungsreihe über den Landes- und Staatsaufbau Israels initiiert und damit einen wesentlichen Beitrag zum Wissenschaftsaustausch zwischen beiden Ländern geleistet hat.

Die vorliegende Publikation hat versucht, die einzelnen Facetten dieser Arbeit und deren Bedeutung für die sogenannte Wiedergutmachungspolitik zu rekonstruieren. Die Buchpräsentation wird anhand dieser Ergebnisse einige nach wie vor aktuelle Fragen aufgreifen. Welches Bild hatten und haben Deutsche und Israelis voneinander und wodurch ist es bestimmt? Ist ein unvoreingenommener Blick auf den jeweils anderen angesichts der historischen Verflechtungen beider Länder möglich und welche Haltung nimmt eine jüngere Generation hierzu ein? Wie hat sich die jeweilige Mentalitätsprägung des Nation Building Prozesses im Städtebau manifestiert?

Buchpräsentation, 05|11|2013
Jüdisches Museum Berlin
Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin
www.jmberlin.de


Ausstellungen

In Ausstellungen der Institute des Departments Architektur werden (häufig in Zusammenarbeit mit weiteren Institutionen) Ausstellungen zu architektonisch relevanten Themen oder zu Entwürfen von Braunschweiger Studierenden gezeigt.


September 2016 | Dezember 2016: Mala Heviya - Haus der Hoffnung

14|09|2016 - 18|09|2016 | AEDES Network Campus Berlin

13|12|2016 - 27|01|2017 | Architekturpavillon TU Braunschweig

Die Ausstellung zeigt die Situation der vor dem so genannten „Islamischen Staat“ geflüchteten jesidischen Kinder im Nord-Irak und stellt ausgezeichnete Entwürfe Braunschweiger Architekturstudentinnen und -studenten für ein Schutzhaus für Waisenkinder und missbrauchte Frauen in der Stadt Ba´adre vor.

Nicht die Hilfe für Flüchtlinge in Deutschland, sondern die Hilfe vor Ort steht im Zentrum dieses Projektes. Das Netzwerk Mala Heviya, in dem u.a. Mitglieder der TU Braunschweig und der UdK Berlin aktiv sind, möchte den Menschen wieder Hoffnung auf eine Zukunft in ihrer Heimat vor dem besonderen Hintergrund der schützenswerten jesidischen Kultur machen.

Bei der Eröffnung in Berlin sprachen

  • Dr.h.c. Kristin Feireiss, Aedes/ANCB
  • Dr. Martin Peschken, GTAS
  • Manal Kado, Vorsitzende des Vereins Jugend humanitärer Hilfe e.V.
  • Maha Alusi, Künstlerin und Architektin aus Bagdad
  • Prof. Almut Grüntuch-Ernst, IDAS
  • Leon Radeljic, Architekt

Die Ausstellung in Braunschweig wurde mit einer von Claus Käpplinger moderierten Podiumsdiskussion mit anschließendem Empfang eröffnet, an der

  • Prof. Dr. Jürgen Hesselbach, Präsident der TU Braunschweig
  • Prof. Volker Staab, IAD
  • Manal Kado, jesidische Initiatorin und
  • Farida Khalaf, jesidische Autorin ("Das Mädchen, das den IS besiegte")

teilnahmen.

Projektpartner der TU Braunschweig sind Prof. Gabriele G. Kiefer, Prof. Almut Grüntuch-Ernst, Prof. Volker Staab, Prof. Rolf Schuster, Prof. Dr.-Ing. Alexander von Kienlin, Dr. Martin Peschken, Prof. Dr.-Ing. Manfred Norbert Fisch und Prof. Dr.-Ing. Harald Kloft.

Weitere Informationen: http://mala-heviya.de/


November 2015: Planet TUBS | Der Hochschulcampus als Lebenswelt

16|11|2015 - 20|11|2015 | Foyer des Forumsgebäudes | Teil der "Stadt der Zukunft"

Wo bin ich? Und wer bin ich hier? - diese Fragen werden sich alle eine Zeit lang stellen, die neu ankommen an einer Universität. Fragen der Orientierung und der Zugehörigkeit. Die Orte und die Menschen, die sie bevölkern, müssen als Teil des eigenen Lebens entdeckt werden. Was zu Beginn fremd war, wird allmählich vertraut und rückt an seinen Platz.

Für die Menschen, die hier studieren, lehren, forschen und organisieren, verschmelzen die Bauten der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig (TUBS) mit Verhaltensweisen und Atmosphären zu einer komplexen Welt, dem "Planet TUBS". Inoffizielle Namen wie Scheibe, Aquarium, Gurkenglas und Teppichmensa drücken solche Beziehungen zwischen dem gebauten Raum und dem Leben aus, das in ihm stattfindet. Raum, in dem gearbeitet wird, Raum, der angeeignet, umgewidmet, verfremdet, verbraucht und erneuert wird. Ihm ist das Buch gewidmet.

Die gegenwärtige Lebenswelt des Planeten TUBS haben Studierende der Architektur auf kreative Weise erforscht.

Ihre Ergebnisse sind im Buch „Bauten: Carolo-Wilhelmina Braunschweig“, herausgegeben von Prof. Dr.-Ing. Dr.h.c. Jürgen Hesselbach und dem Department Architektur der Fakultät Architektur, Bauingenieurwesen und Umweltwissenschaften, zu einem Kaleidoskop subjektiver Eindrücke zusammengestellt, das Besucher und Neuankömmlinge neugierig machen und die "Bewohner" zur Revision des eigenen Blicks einladen möchte. Die hier präsentierten experimentellen Fotografien und literarischen Texte entspringen einem gemeinsamen Projekt der Institute für Entwerfen und Gebäudelehre (IDAS), Geschichte und Theorie von Architektur und Stadt (GTAS) und Landschaftsarchitektur (ILA) am Department Architektur der Fakultät 3.

Bauten: Carolo-Wilhelmina BraunschweigBauten / Buildings: Carolo-Wilhelmina Braunschweig
Herausgegeben von: Jürgen Hesselbach und Fakultät 3, Department Architektur. Technische Universität Braunschweig: Braunschweig, 2016.
Konzeption und Redaktion: Almut Grüntuch-Ernst, Gabriele G. Kiefer, Anika Neubauer, Martin Peschken und Christian von Wissel.
Texte und Bilder von: Jan Bitter, Alexander Butz, Carolin Eichelberger, Manel Guerrouat, Julia Haigh, Anna Katharina Hepp, Michaela Höckling, Katharina Kober, Huang Lei, Nicole Loska, Javier Mola, Anja Schrödter, Christian Thorbjörn Schad, Quang Tuan Ta, Miao Wang, Franziska Vogtland, Olga Wasjuta und Denise Westphal
sowie einem Essay von Ulrich Knufinke.
Graphisches Konzept und Layout: Fons Hickmann m23
ISBN: 978-3-00-052367-0


Juni 2015: Ausstellung “Findbuch Braunschweiger Schule”

04|06|2015 - 27|06|2015 | Architekturpavillon

Ausstellung Findbuch 2015Vom 5. bis 27. Juni 2015 präsentierte das Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und Stadt zusammen mit der Sammlung für Architektur und Ingenieurbau der TU Braunschweig eine Ausstellung der Abschlussarbeiten im Fach Architektur der letzten siebzig Jahre. Umbrüche der Zeit- und Architekturgeschichte, Profilveränderungen des Architektenberufes und dessen Ausbildung schlagen sich in den Themenstellungen und individuellen Lösungen der Entwürfe deutlich nieder. Die Ausstellung erkundete wiederkehrenden Themen und Ideen, dem Wandel der Darstellungsweisen und den Hintergründen des Studierens in Braunschweig.

Zur Eröffnung erinnerten sich die Alumni Prof. Eckhard Gerber (Dortmund), Gabriele Gropp-Stauth mit Dr. Rüdiger Stauth (Braunschweig) und Astrid Bornheim (Berlin). Grußworte der Vizepräsidentin der TU Prof. Dr. Susanne Robra-Bissantz, des Studiendekans Department Architektur Prof. Dr. Alexander von Kienlin und des Leiters des Kuratorenteams Dr. Martin Peschken.

Zur Ausstellung fand ein umfangreiches Begleitprogramm statt. Mehr über Ausstellung und Findbuch auf der Seite des Institutes GTAS.


Mai/Juni 2010: Justus Herrenberger. Braunschweiger Architekt

01|06|2010 - 12|05|2010 | Ausstellung im Architektur-Pavillon

Justus HerrenbergerAus Anlass seines 90. Geburtstages zeigte die Sammlung für Architektur- und Ingenieurbau Braunschweig (SAIB / TU Braunschweig) an beispielhaften Bauten, Projekten und Zeichnungen Herrenbergers spannungsvolles Schaffen zwischen Moderne und Tradition.

Die Ausstellung wurde veranstaltet vom Fachgebiet Geschichte + Theorie der Architektur und Stadt der TU Braunschweig mit Unterstützung des Braunschweigischen Hochschulbunds.

Justus Herrenberger (*1920 in Neu-Ulm), war nach seinem Architekturstudium an der TH Braunschweig Anfang der 1950er Jahre dort Assistent bei Daniel Thulesius und Friedrich Wilhelm Kraemer. 1954 promovierte er bei Kraemer mit der Arbeit „Der architektonische Raum” und wurde fünf Jahre später Professor für Baukonstruktion an der TH Braunschweig. Zusammen mit seiner Frau Helga hatte er 1948 ein Architekturbüro gegründet, seit 1976 verband ihn eine Architektengemeinschaft mit Jörn Miehe (zu der 1987 K.-H. Paris stieß). Herrenberger hat mit seinen zahlreichen, vor allem in Braunschweig ausgeführten Neu- und Umbauten das Bild der Stadt wesentlich geprägt.

Bild: Justus Herrenberger, Öffentliche Bücherei Braunschweig, Lesesaal der Kinder- und Jugendbibliothek (1959-65), o.J., © Archiv SAIB.


Exkursionen


Kultur und der städtische Raum – MOSKAU

Kultur und der städtische Raum - MoskauSommersemester 2017: Vertiefungsseminar Kultur und der städtische Raum
Exkursionswoche 03-10|6|17: Exkursion nach Moskau, Schwerpunkt öffentliche Kulturbauten
Wintersemester 2017|18: Masterentwurf im Kontext (Kulturbau) Informationstreffen 07.02.2017 17:00 IAD

Die Exkursion ist für alle offen, es stehen 16 Plätze zu Verfügung.
Die Teilnahme an der Vertiefung ‘Kultur und der städtische Raum’ im SoSe 17 ist obligatorisch.
Die Teilnehmer der Exkursion & Vertiefung erhalten Vorzug bei der Vergabe der Entwurfsplätze. Finden sich am 07.02.2017 mehr Interessenten als Plätze an IAD ein, werden wir ggf. ein Auswahlverfahren durchführen.

Eigenanteil für die Exkursion nach Moskau in Abhängigkeit der Förderung ca. 450€. Die Studienqualitätsmittel sind bereits beantragt, Bewerbung DAAD PROMOS in Arbeit.



  aktualisiert am 17.11.2017
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