TU BRAUNSCHWEIG

Angebote: Themen & Experimente

Beim Experimentieren im Agnes-Pockels-Labor wird selbstverständlich die Sicherheit beim Arbeiten beachtet. Aber auch beim Experimentieren in der Schule müssen die Sicherheitsregeln eingehalten werden. Die erforderlichen Hinweise und Arbeitsblätter sowie eine Kopiervorlage für Gefahrstoffsymbole für alle Themenbereiche sind in der rechten Spalte zu finden.


Auf dieser Seite (von hier Schnellansprung):

KiTa - Naturwissenschaften mit Kindern

Experimente mit Milch

Nachweise von Salzen in Lebensmitteln

Luft und Verbrennung

Chemie und Magie

Elektrochemie

Boden und Landschaft

Stoffkreisläufe: Der Kohlenstoffkreislauf

Stoffkreisläufe: Abwasserreinigung

Stoffkreisläufe: Recycling und Kompostierung

Katalyse

Wärmespeicherung / Wärmedämmung

Makromoleküle / Polymere

Kosmetik

Kohlenhydrate in Schokolade

Fotometrie

    

 

 


 
KiTa - Naturwissenschaften mit Kindern

Angebot

Seit mehreren Jahren bieten wir speziell für ErzieherInnen Fortbildungsveranstaltungen zu diesem Thema an. Diese sind vor allem experimentell orientiert. Je nach Situation kann die Anmeldung auf zwei Wegen erfolgen. Entweder als EinzelteilnehmerIn, dann wenden Sie sich bitte an das Lehrerfortbildungszentrum Chemie der TU Braunschweig. Wenn jedoch eine geschlossene Gruppe teilnehmen will, dann kann die Anmeldung auch direkt bei uns erfolgen.

Für Vorschulkinder und für Grundschulkinder der ersten Klasse haben wir zu den Themen "Frühblüher" und "Wasser" Versuchsvorschriften in Bildern entwickelt ("Forscherhefte").

Zielgruppe: Vorschulkinder, Grundschule
Durchführung: einzelne Versuche oder als Reihe (7 x 1 Stunde)

Versuche


Kalk und Kohlenstoffdioxid
Der Feuerlöscher
Kerze und Luft
Woraus bestehen Muscheln und Eierschalen?
Salzexperimente
Was trägt besser - Salzwasser oder Süßwasser?
Eis und Salz
In der Natur verschwindet nichts
Lösen von Salzen - Temperatur
Farben
Ist eine Farbe nur EINE Farbe?
Welche Farben sind im Blattgrün?
Säuren und Laugen
Regenbogen mit Rotkohlsaft
Rosa Geheimschrift
Vitamine
Wie ein Apfel nicht so schnell braun wird

Für Vorschulkinder:
Frühblüher
Wasser - das coole Nass

Alle Versuche sind unter Downloads & Schnellzugriff einzusehen.

Hintergrund

Bereits im Alter von 4 Jahren sind Kinder naturwissenschaftlichen Experimenten gegenüber sehr aufgeschlossen. Im Vordergrund stehen dabei das eigenständige Ausprobieren und die Wahrnehmung von Phänomenen, weniger die theoretischen Hintergründe. Dem Interesse der Kinder steht oftmals das Fehlen fachkompetenten Personals für diesen Themenbereich gegenüber. Die hier vorgestellten Experimente sollen einen Einstieg in die Thematik erleichtern.

Erfahrungen

Zu diesem Thema wurden Fortbildungsveranstaltungen durchgeführt. Die teilnehmenden ErzieherInnen waren sehr interessiert, Anregungen für das Experimentieren mit Kindern zu bekommen. Insbesondere durch die Orientierung der Fortbildung auf das praktische Arbeiten wurden Hemmschwellen abgebaut, so dass das Experimentieren Eingang in den Alltag der Kitas findet.Vorschulkinder, aber auch Grundschulklassen besuchen regelmäßig unser Schülerlabor, um Experimente aus diesem Themenbereich durchzuführen.

Versuchmaterialien

Die Materialien sind allgemein zugänglich (Haushaltsgegenstände). Auf Vorbestellung werden Experimentier-Kisten von uns ausgeliehen, die in den Schulen und KiTas eingesetzt werden können. Kontakt: Kistenverleih

 

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Experimente mit Milch

Angebot

Ausführliche Anleitungen. Experimentier-Kisten zum Ausleihen (Klassensätze). Einplanung eines Besuchs im Agnes-Pockels-SchülerInnenlabors möglich.
Fortbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte zu diesem Projekt mit experimenteller Orientierung.

Zielgruppe: 3. bis 6. Klasse
Durchführung: Einzelne Experimente oder als AG über ein Halbjahr

Versuche

Wassergehalt der Milch:
Wasser in der Milch
Wie viel Wasser ist in der Milch?
Fett in Milch:
Fettfleckprobe
Mischen von Öl, Wasser und Milch
Mikroskopieren von Milch
Herstellung von "Kunstmilch"
Zentrifugieren von Milch
Milchwettlauf
Kohlenhydrate in Milch:
Nachweis von Zucker
Eiweiße in Milch:
Gerinnung von Proteinen
Chemischer Nachweis
Calcium:
Calcium-Nachweis
Interessantes aus Milch:
Butterherstellung
Kunststoff aus Milch
Milch, Quark, Molke
Geheimschrift mit Milch


Alle Versuche sind unter Downloads & Schnellzugriff einzusehen.

Hintergrund

Milch ist ein Lebensmittel, das in der täglichen Ernährung von Kindern eine zentrale Rolle spielt. Immer wieder wird - auch den Kindern gegenüber - darauf hingewiesen, wie gesund Milch sei. Durch die hier vorgestellten Experimente lernen die Kinder Milch und einige ihrer vielfältigen Produkte von der chemischen Seite anschaulich kennen. Darüber hinaus üben sie ihre manuellen Fertigkeiten hinsichtlich verschiedener experimenteller Methoden und lernen, aus ihren Beobachtungen Rückschlüsse zu ziehen.

Erfahrungen

Die Experimente wurden im Rahmen einer Chemie-AG des Agnes-Pockels-Labors mit Kindern der 4. Klassenstufe entwickelt. Da Eigeninitiative erwünscht war, machten die Kinder Beobachtungen, die in die Ausarbeitung der Experimente eingeflossen sind. Nach der Durchführung von Lehrer-Fortbildungen wurden die Experimente erfolgreich im Schulunterricht eingesetzt.

Versuchmaterialien

Auf Vorbestellung werden Experimentier-Kisten ausgeliehen, die in den Schulen eingesetzt werden können. Kontakt: Kistenverleih

 

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Nachweise von Salzen in Lebensmitteln

Angebot

Parallel zur Unterrichtsreihe über Salze und Salzbildung werden im Agnes-Pockels-SchülerInnenlabor Versuche zur Veranschaulichung angeboten. Am Beispiel von Lebensmitteln und Bedarfsgegenständen werden im Rahmen eines Vormittags im Agnes-Pockels-SchülerInnenlabor häufig vorkommende Salze nachgewiesen.

Zielgruppe: 8. bis 10. Klasse
Durchführung: Einzelne Versuche oder Labortag

Versuche

Nachweis von:
Carbonat
Eisen
Fluorid
Phosphat
Chlorid
Nitrat und Nitrit
Nachweis durch Flammenfärbung

Alle Versuche sind unter Downloads & Schnellzugriff einzusehen.

Hintergrund

Viele Schulen sind bezüglich der Möglichkeiten zum Experimentieren für eine ganze Klasse unzureichend ausgestattet. Das Agnes-Pockels-SchülerInnenlabor will hier einen kleinen Ausgleich schaffen und die Erfahrung vermitteln, dass Chemie in erster Linie eine praxisbezogene Wissenschaft ist, die auch viel handwerkliches Geschick erfordert.

Erfahrungen

Die Experimente sind mit SchülerInnen der 9. Klasse von Wahlpflichtkursen (Realschule) erprobt. Das Interesse ist in der 9. Klasse nicht mehr so ungebrochen wie bei jüngeren SchülerInnen. Insgesamt wurde der Laborbesuch an der Universität aber positiv eingeschätzt, die Auswahl der Experimente als interessant beurteilt. Eine Einbindung in den Unterricht ist nach bisherigen Erfahrungen gut möglich.

Versuchmaterialien

Eine Ausleihe des Materials ist nach Absprache möglich. Kontakt

 

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Luft und Verbrennung

Angebot

Wegen der benötigten Geräte werden diese Experimente nur bei uns im Labor angeboten (Terminvereinbarung s.u.). Die Versuche zu Autoabgasen und Zigarettenrauch können auch als zweigeteilte Gruppenarbeit durchgeführt werden. Die analysierten Inhaltsstoffe sind bei beiden Ausgangsstoffen gleich.

Zielgruppe: 7. und 8. Klasse
Durchführung im Schülerlabor, Dauer pro Versuchsblock ca. 1,5 bis 2 Stunden

Versuche

Verbrennung von Holz und Eisen
Untersuchung von Autoabgasen
Untersuchung von Zigarettenrauch

Alle Versuche sind unter Downloads & Schnellzugriff einzusehen

Hintergrund

Bei diesen Experimenten stehen die Reaktion verschiedener Materialien mit Sauerstoff und deren Produkte im Mittelpunkt. Insbesondere die Untersuchung der Autoabgase bzw. des Zigarettenrauchs bieten sich als Möglichkeiten an, den Chemieunterricht mit Themen zu bereichern, die auch im Umfeld der Jugendlichen eine Bedeutung besitzen. Außerdem lernen die SchülerInnen einige Möglichkeiten kennen, wie und mit welchen Geräten mit Gasen experimentiert werden kann.

Erfahrungen

Die Experimente wurden mit SchülerInnen von 7. Klassen aus Realschulen erprobt. Die Handhabung der Geräte ist für die Jugendlichen ungewohnt, so dass die Experimente auch von der handwerklichen Seite anspruchsvoll sind. Besonders interessiert sind die SchülerInnen an den Untersuchungen zum Zigarettenrauch.

Information und Anmeldung

 

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Chemie und Magie

Angebot

Im Agnes-Pockels-SchülerInnenlabor werden Experimentier-Kisten zusammengestellt, die den Schulen zur Verfügung gestellt werden. Auf Wunsch kann ein Besuch des Agnes-Pockels-SchülerInnenlabors organisiert werden. Begleitend werden am Lehrerfortbildungszentrum Chemie der TU Braunschweig Veranstaltungen für Lehrkräfte zu diesem Thema angeboten, die vor allem experimentell orientiert sind.

Zielgruppe: 3. bis 7. Klasse
Durchführung: Einzelne Versuche oder als AG über ein Halbjahr, auch als Projektwoche möglich

Versuche

Experimente mit CO2
Die Schlange des Pharao
Der Vulkan
Die Zauberpflanze
Farbreaktionen
5 Farben in einer Lösung
Geheimtinten
Wo bleibt die Farbe?
Supermarktprodukte
Milch, Quark und Molke
Der magische Brei


Alle Versuche sind unter Downloads & Schnellzugriff einzusehen.

Hintergrund

Die vorliegende Versuchsreihe beinhaltet Experimente, die als Ergebnis einen nicht erwarteten, überraschenden Effekt zeigen. Dabei soll nicht die Wissenschaft der Chemie als Zauberkunst vermittelt werden, vielmehr soll nach dem Motto vorgegangen werden: Chemische Experimente - Wissenschaft oder Zauberei?
Bei der Auswahl der Experimente kann man dem Interesse der SchülerInnen an "magischen" und geheimnisvollen Vorgängen, nicht zuletzt auch hervorgerufen durch Literaturangebote wie die Harry-Potter-Bücher, entgegen kommen. Das Thema "Zauberer" und "Hexen" übt auf jüngere SchülerInnen eine enorme Faszination aus und hat im Deutsch-, Sach- und Projektunterricht vieler Grundschulen seinen festen Platz.
In diesem Zusammenhang ist es gut möglich, Experimente in den Unterricht einzubeziehen. Viele Phänomene, die in früheren Jahrhunderten noch als Zauberei bewertet wurden, sind inzwischen wissenschaftlich ergründet und z.T. für die Entwicklung von Technik genutzt. Im Zentrum dieser Experimentierreihe steht als wesentlicher Aspekt auch das Verständnis für die ablaufenden Prozesse, das sich die SchülerInnen durch geeignete Zusatzexperimente selbst erschließen können. Dabei werden die SchülerInnen an die naturwissenschaftliche Methodik herangeführt.

Erfahrungen

"Chemie und Magie" wurde häufig in Form einer AG für die Klassenstufen 3 und 4 angeboten. Festzustellen war, dass die Fähigkeit der SchülerInnen zur eigenständigen Durchführung der Experimente, zum Lesen und Umsetzen der Versuchsvorschriften und zur Dokumentation der Beobachtungen sowie Deutung der Ergebnisse sehr gefördert wurde. Dazu trägt natürlich auch das große Interesse der SchülerInnen am Experimentieren bei. Sinnvoll ist die Durchführung der Experimente an Schulen möglichst in Doppelstunden. Sie eignen sich aber auch sehr gut für Projekttage oder Projektwochen sowie Ferienprogramme; einzelne Versuche lassen sich in den Sachunterricht integrieren. Besuche im Agnes-Pockels-Labor unter der Themenstellung "Chemie und Magie" wurden auch für die Klassenstufen 5 bis 7 organisiert.

Kistenverleih

Auf Anfrage werden Experimentier-Kisten ausgeliehen, die in den Schulen eingesetzt werden können. Kontakt: Kistenverleih

 

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Elektrochemie

Angebot

Tönjes de Vries entwickelte in seiner Doktorarbeit an der Universität Oldenburg (2005) eine Versuchsreihe für elektrochemische Heimexperimente, die in der Sekundarstufe II eingesetzt werden kann. Nach seiner Ausarbeitung wurden für das Agnes-Pockels-Labor 10 Experimentier-Kisten angeschafft, die jeweils für ein Vierteljahr verliehen werden. Die SchülerInnen können die Experimente nach Auswahl durch ihre Lehrer selbständig zuhause durchführen. Zum Angebot gehört ein ausführliches Lehrerscript, das als Kopiervorlage dienen kann.

Zielgruppe: Gymnasiale Oberstufe
Durchführung: Lehrergeleitete Heimexperimente

Versuche zu den Themen

Elektrische Größen und Leitfähigkeit
Elektrolyse
Elektrochemische Energiequellen
Fällungsreihe, Spannungsreihe, Normalpotenziale
Elektrochemisches Verhalten von Aluminium
Korrosion und Korrionsschutz
Technische Elektrolyse-Verfahren

Hintergrund

Die Zeit zum Experimentieren ist im Unterricht oft sehr knapp, so dass es sich anbietet, die Versuche als Hausaufgabe den SchülernInnen mitzugeben. So haben alle SchülerInnen die Möglichkeit, selbständig zu experimentieren.

Erfahrungen

Die Resonanz ist durchweg positiv. Es ist zu beobachten, dass einige SchülerInnen das Angebot interessiert aufnehmen und über die verlangten Versuche hinaus weiterarbeiten, was gefahrlos möglich ist.

Information und Kistenverleih

 

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Boden und Landschaft

Angebot

In einem fächerübergreifenden Angebot sollen die Bereiche Geologie, Bodenkunde, Botanik und Chemie angesprochen werden. Bei einer (Fahrrad-) Exkursion sollen die geologischen Besonderheiten der jeweiligen Umgebung der Schule erfahren werden. Für die spätere Verwendung im Labor werden Bodenproben gesammelt, ferner werden Blütenpflanzen bestimmt.

Zielgruppe: ab 9. Klasse
Durchführung: an Projekttagen bzw. als AG

Versuche (Bodenanalyse)

Bodenart
Carbonat
Chlorid
Eisenionen
Nitrit und Nitrat

Die Versuche zur Bodenanalytik entsprechen weitestgehend den analogen Experimenten zum Thema "Dem Täter auf der Spur". Alle Experimente im Labor und ein Erfahrungsbericht (Projektwoche Realschule Remlingen) sind unter Downloads & Schnellzugriff einzusehen.

Hintergrund

Durch die Verknüpfung unterschiedlicher Fächer soll eine ganzheitliche Denkweise der SchülerInnen gefördert werden. Die Zusammenhänge zwischen unterschiedlichen Parametern in unserer Umwelt werden beispielhaft verdeutlicht. Ein wichtiger Aspekt ist auch, dass die Schüler Kenntnisse über die Besonderheiten ihrer direkten Umgebung und der Region erlangen (damit auch emotionale Bindungen).
Die von uns vorgeschlagene Landschaftsbetrachtung basiert auf drei Schritten: Geologie als elementare Grundlage - Bodenbildung als Folgeentwicklung seit dem Eiszeitalter - natürliches Pflanzenwachstum entsprechend der vorhandenen (chemischen) Bedingungen.
Die chemische Untersuchung der Bodenproben (Laborarbeiten) erweist sich als Gelenkstelle: einerseits werden damit die unterschiedlichen geologischen Entstehungsbedingungen deutlich, andererseits lässt sich der Zusammenhang Boden und vorfindliche Pflanzenarten herstellen.

Erfahrungen

Das Angebot wurde mit einer 9. Klasse der RS Remlingen im Rahmen einer Projektwoche erstmalig angeboten: 1. Tag: Fahrrad-Exkursion in die Asse (Höhenrücken bei Wolfenbüttel), 2. Tag: Laborarbeit zur Bodenanalytik, 3. Tag: Auswertung und Darstellung in einem Großplakat sowie in der Internet-Präsenz der Schule.
Während einige SchülerInnen sich für die unterschiedlichen Gesteine begeisterten, waren andere besonders aktiv beim Sammeln und Bestimmen der Pflanzen, so dass verschiedene Interessen und Motivlagen angesprochen wurden. Beim Laborbesuch wurde intensiv an den Bodenproben gearbeitet. Zur Kontrastierung wurden die Bodenproben von der Exkursion durch einen salzhaltigen und einen sandigen Boden ergänzt, beide ebenfalls aus der Region Braunschweig.
Das Angebot beschränkt sich nicht auf Exkursionen in die Asse, sondern kann in der gesamten Region Braunschweig durchgeführt werden, wobei in Absprache mit Lehrkräften die jeweiligen Exkursionsziele abgesteckt werden.

Versuchsmaterialien

Auf Vorbestellung können Kisten zur Bodenanalytik ausgeliehen werden, so dass dieses Angebot in Eigenregie auch an den Schulen durchgeführt werden kann. Kontakt: Kistenverleih

 

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Stoffkreisläufe: Der Kohlenstoffkreislauf

Angebot

Die SchülerInnen können im Labor Versuche zum Thema "Kreislauf des Kohlenstoffs" durchführen. Diese behandeln den Zusammenhang von Biomassebildung durch Fotosynthese unter Bildung von Sauerstoff, sowie die Verbrennung zu CO2 und Wasser. Auch die Möglichkeiten, Produkte des Kreislaufs zu deponieren, z.B. CO2 in Form von Carbonaten oder Glucose in Form von Stärke, werden experimentell bearbeitet.
Die Versuche  umfassen eine Reihe von Nachweisreaktionen und stellen Zusammenhänge zu Energiefragen und Ernährung her.

Neben Versuchsvorschriften und separaten Informationen zu den Experimenten steht eine interaktive Power-point-Grafik als Begleitmaterial zur Verfügung. Ein Flyer gibt eine Übersicht über das Thema „Stoffkreisläufe“, das auch am Beispiel des Brauchwassers („Abwasserreinigung“) und von (Bio)polymeren („Recycling/Kompostierung“) behandelt wird (s. unter Themen & Experimente sowie unter downloads).

Geeignet z.B. für Sek I,
   → Biologie/ Klasse 8 Fotosynthese, Ernährung
   → Chemie/ Klasse 8 Luft, Verbrennung, Klima

Versuche

   → Nachweis von CO2 (bei Verbrennung und Atmung)
   → Speicherung von CO2 (z.B. in Kalkstein, Muscheln)
   → Eigenschaften von CO2 (Treibhausgas)
   → Sauerstoffbildung durch Wasserpest und Nachweis mit der Glimmspanprobe
   → oder mit Indigocarmin
   → Stärke und Zuchernachweis in grünen Blättern
   → Abbau von Stärke durch Speichel und Zuckernachweis

Alle Versuche sind unter Downloads & Schnellzugriff einzusehen.

Hintergrund

Im Rahmen eines von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Projektes „Nachhaltige Chemie im Agnes-Pockels-SchülerInnen-Labor – Neue pädagogische Angebote zu Stoffkreisläufen und Ressourcenschonung“ haben wir in enger Zusammenarbeit mit der RS Maschstraße Experimente zum Thema „Stoffkreisläufe“ entwickelt. Vor dem Hintergrund der Klimaproblematik und endlicher fossiler Ressourcen ist dies ein wichtiges gesellschaftliches Thema.

Der Kreislauf des Kohlenstoffs

Woher kommt die Biomasse, die wir als Nahrung, als chemische Energie brauchen? Gibt es „CO2-Neutralität“? Stoffe verschwinden nicht einfach, sondern unterliegen Umwandlungen, die immer auch mit Energieumwandlungen verknüpft sind. Am Beispiel von Fotosynthese und Atmung/Verbrennung wird experimentell verfolgt, wie sich die Umwandlung von CO2 und Wasser in Biomasse und Sauerstoff und deren Rückbildung zu einem Kreislauf zusammenfügen, der die Umwandlung von Sonnenenergie in chemische Energie („Brennstoffe“, Lebensmittel) ermöglicht. Dabei wird auch die unterschiedliche Geschwindigkeit der Teilschritte thematisiert, die eine Speichermöglichkeit von Zwischenprodukten erfordert. So wird deutlich, dass dieser Kreislauf wiederum an andere Kreisläufe gekoppelt ist.

Erfahrungen

Die Versuche zum Thema Nachhaltigkeit wurden zwischen 2010 und 2012 in enger Zusammenarbeit mit den FachlehrerInnen der RS Maschstraße entwickelt und erprobt. Die Erfahrungen fließen zurück in unsere Arbeit. Der Besuch des Agnes-Pockels-Labors zu diesen Themen ist fester Bestandteil des Lehrplans der RS Maschstraße.

Information und Anmeldung

 

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Stoffkreisläufe: Abwasserreinigung

Angebot

Die SchülerInnen können im Labor Versuche zum Thema der „Kreislauf des Wassers“ mit dem Schwerpunkt auf der Abwasserreinigung durchführen. Anhand eines Modellabwassers lernen Sie die physikalischen, chemischen und biologischen Reinigungsschritte kennen und kontrollieren mit Nachweisreaktionen den Erfolg

Neben Versuchsvorschriften und separaten Informationen zu den Experimenten steht ein Poster zur als Begleitmaterial zur Verfügung, das die Experimente im Labor in Beziehung zu den Prozessen in der Kläranlage setzt. Ein Flyer gibt eine Übersicht über das Thema „Stoffkreisläufe“, das auch am Beispiel des Kohlenstoffs und von (Bio)polymeren („Recycling/Kompostierung“) behandelt wird (s. unter Themen & Experimente sowie unter downloads).

Geeignet für Sek I, Klasse 6

  → Trinkwassergewinnung/ Abwasserreinigung
  → Nutzung von Stoffeigenschaften zur Stofftrennung
  → Trennoperationen und Nachweisreaktionen

Versuche

   → Mechanische und chemische Reinigung von Abwasser

  → Der Rechen
  → Das erste Absetzbecken (Sandfang)
  → Abschöpfen von Fetten
  → Das zweite Absetzbecken - chemische Reinigung und Filtration
  → Was passiert bei der chemischen Reinigung?
  → Der Büroklammertest
  → Stärkenachweis im Modellabwasser

   →Biologische Reinigung von Abwasser

  → Biologische Reinigungsstufe - Abbau des Zuckers
  → War die biologische Reinigung erfolgreich? - Nachweis von Glucose
   →(Fehling-Probe)

Alle Versuche sind unter Downloads & Schnellzugriff einzusehen.

Hintergrund

Im Rahmen eines von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Projektes „Nachhaltige Chemie im Agnes-Pockels-SchülerInnen-Labor – Neue pädagogische Angebote zu Stoffkreisläufen und Ressourcenschonung“ haben wir in enger Zusammenarbeit mit der RS Maschstraße Experimente zum Thema „Stoffkreisläufe“ entwickelt. Vor dem Hintergrund der Klimaproblematik und endlicher fossiler Ressourcen ist dies ein wichtiges gesellschaftliches Thema.

Die Abwasserreinigung als Teil des Wasserkreislaufs

Wie bekommt man aus einer dunklen Brühe mit festem Unrat wieder klares Wasser? – Um die Schritte in einem Klärwerk im Labor nachzustellen, wenden die SchülerInnen die mechanische (physikalische), die chemische und die biologische Reinigung auf ein Modell-Abwasser an. Den Erfolg ihrer Operationen überprüfen sie durch einfache Nachweisreaktionen. Sie nutzen die unterschiedlichen Eigenschaften der Stoffe, um sie abzutrennen (Filtration, Sedimentation, Dekantieren, Fällung, Flockung, mikrobieller Abbau).

Erfahrungen

Die Versuche zum Thema Nachhaltigkeit wurden zwischen 2010 und 2012 in enger Zusammenarbeit mit den FachlehrerInnen der RS Maschstraße entwickelt und erprobt. Die Erfahrungen fließen zurück in unsere Arbeit. Der Besuch des Agnes-Pockels-Labors zu diesen Themen ist fester Bestandteil des Lehrplans der RS Maschstraße.

Information und Anmeldung

 

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Stoffkreisläufe: Recycling und Kompostierung

Angebot

Die SchülerInnen können im Labor Versuche zum Thema der „Recycling und Kompostierung“ durchführen. Kunststoffe und Biopolymere werden sortiert, physikalisch umgeformt (werkstoffliches Recycling) oder auch chemisch oder biologisch (Kompostierung) abgebaut. Wie immer enthält das Programm, aus dem man einzelne Experimente zusammen stellen kann, auch Nachweisreaktionen.

Ein Flyer gibt eine Übersicht über das Thema „Stoffkreisläufe“, das auch am Beispiel des Kohlenstoffs und von Wasser („Abwasserreinigung“) behandelt wird (s. unter Themen & Experimente sowie unter downloads).

Geeignet u.a. Sek I, Chemie, Klasse 10

  → Werkstoffe, Abfallwirtschaft
  → Biopolymere, Kunststoffe

Versuche

   → Recycling

  → Umformung von Polystyrol und Herstellung einer Polystyrol-Folie
  → Wiederaufschäumen von Polystyrol
  → Synthese von Polymilchsäure (PLA) und Herstellung einer PLA-Folie
  → Abbau der PLA durch Hydrolyse
  → Herstellung einer Stärkefolie

   →Kompostierung

  → Kompostierbarkeit einer Polystyrol-, PLA- und Stärkefolie
  → Kompostierung einer Polystyrol-, PLA- und Stärkefolie und
   →anschließender CO2-Nachweis (beschleunigte Methode)

Alle Versuche sind unter Downloads & Schnellzugriff einzusehen.

Hintergrund

Im Rahmen eines von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Projektes „Nachhaltige Chemie im Agnes-Pockels-SchülerInnen-Labor – Neue pädagogische Angebote zu Stoffkreisläufen und Ressourcenschonung“ haben wir in enger Zusammenarbeit mit der RS Maschstraße Experimente zum Thema „Stoffkreisläufe“ entwickelt. Vor dem Hintergrund der Klimaproblematik und endlicher fossiler Ressourcen ist dies ein wichtiges gesellschaftliches Thema.

Recycling und Kompostierung

Was passiert eigentlich mit den gesammelten Kunststoffen in der Abfallwirtschaft? – Zum Thema „rohstoffliches Recycling“ werden Aufbau- und Abbaureaktionen  von Polymeren durchgeführt. Als Beispiele für „werkstoffliches Recycling“ werden z.B. Thermoplaste umgeformt. Die SchülerInnen lernen dabei auch, dass die Erscheinung und die Eigenschaften eines Stoffes nicht nur von der Chemie, sondern auch von der Anordnung der Moleküle abhängen. So kann aus geschäumtem Polystyrol (Styropor®) nach Lösen eine transparente Folie erhalten werden.

Bei der vergleichenden Kompostierung von Bio- und synthetischen Polymeren soll deutlich werden, dass der chemische Aufbau für die Abbaubarkeit entscheidend ist, nicht primär die Herkunft des Stoffes.

Erfahrungen

Die Versuche zum Thema Nachhaltigkeit wurden zwischen 2010 und 2012 in enger Zusammenarbeit mit den FachlehrerInnen der RS Maschstraße entwickelt und erprobt. Die Erfahrungen fließen zurück in unsere Arbeit. Der Besuch des Agnes-Pockels-Labors zu diesen Themen ist fester Bestandteil des Lehrplans der RS Maschstraße.

Information und Anmeldung

 

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Katalyse

Angebot

Es werden verschiedene Versuchsreihen zum Thema Katalyse angeboten. Als synthetischer Katalysator wird Braunstein eingesetzt, der den kinetisch gehemmten Zerfall von Wasserstoffperoxid eindrucksvoll katalysiert.

Am Beispiel von Stärke wird die Hydrolyse der Glycosidbindungen unkatalysiert, chemisch katalysiert (d.h. mit Säure) und enzymatisch katalysiert verglichen. Der Erhalt des Katalysators sowie die Bildung von Abbauprodukten (reduzierende Zucker) wird  nachgewiesen. Zusätzlich kann der Einfluss der Reaktionsbedingungen überprüft werden, z.B. der Temperatur, die sich auf die chemische und enzymatische Katalyse unterschiedlich auswirkt. Es bestehen Ergänzungsmöglichkeiten aus den Projektbereichen „Makromoleküle (z.B. enzymatischer Aufbau von Stärke).

Ein Flyer gibt eine Übersicht über das Thema „Katalyse“.

Geeignet für Sek I (HRS, RS, IGS, Gym)

Biologie, Klasse 8

Stoffwechsel und Energieumwandlung beim Menschen

Ernährung und Verdauung: Die Zerlegung der Nährstoffe durch Enzyme

ggf. im Rahmen eines Wahlpflichtkurses (WPK) Biologie/Chemie, Klasse 8 möglich, parallel zum Kernunterircht mit dem Thema "Ernährung"

WPK Chemie, Klasse 10

Biochemie

  → Nährstoffe/Verdauung

Chemie / Technik, Klasse 10

  → Energieprofile, Kinetik, Aktivierungsenergie
  → Prinzip der Katalyse
  → Autoabgaskatalysator
  → Katalysatoren als Beitrag der Chemie zur Senkung des Energieverbrauchs
  → Katalysatoren für die gezielte Lenkung von chemischen Prozessen

   →Bezüge zu
  → Kompostierung, Bioabbaubarkeit
  → Biosynthese
  → Energie
  → Umwelt

Versuche

Versuche zum Katalysatorprinzip/-eigenschaften

  → Braunstein als Katalysator
  → Nachweis des gebildeten Sauerstoffs (Glimmspanprobe)

Versuche zur Hydrolyse von Stärke
(Einsatz verschiedener Katalysatoren für eine Reaktion)
 
  → Nachweis von Stärke
  → Nachweis von reduzierenden Zuckern (Glucose, Maltose)
  → Kochen von Stärke in Wasser (ohne Katalysator)
  → Behandeln von Stärke mit wässriger Mineralsäure (H+ als Katalysator)
  → Behandeln von Stärke mit Pankreatin und Speichel (enzymatische
   →Hydrolyse, Enzym als Biokatalysator)

Welche Rolle spielen die Reaktionsbedingungen?

  → Einfluss der Temperatur auf die saure Hydrolyse
  → Einfluss der Temperatur auf die Enzymaktivität
  → Einfluss des pH-Wertes auf die Enzymaktivität

 Alle Versuche sind unter Downloads & Schnellzugriff einzusehen.

Hintergrund

Im Rahmen eines von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Projektes „Nachhaltige Chemie im Agnes-Pockels-SchülerInnen-Labor – Neue pädagogische Angebote zu Stoffkreisläufen und Ressourcenschonung“ haben wir in enger Zusammenarbeit mit der RS Maschstraße u.a.Experimente zum Thema „Katalyse“ entwickelt. Katalysatoren erlauben es, Reaktionen unter milderen Bedingungen ablaufen zu lassen und dienen somit der Energieeinsparung. Enzyme als Biokatalysatoren besitzen i.d.R. eine besondere Spezifität und Selektivität und ermöglichen dadurch gezielte, auch stereoselektiv verlaufende Umsetzungen.

Reaktanten müssen immer einen Energieberg überwinden, selbst wenn die Reaktion exotherm, also energetisch bergab verläuft. Dieser „Zaun“, der verhindert, dass Stoffe unkontrolliert reagieren, nicht einfach den Berg hinab stürzen, ermöglicht es, chemische Energie in Gegenwart von potenziellen Reaktionspartnern zu speichern. Holz verbrennt nicht einfach an der Luft.

Das ist die gute Nachricht, aber  es bedeutet auch, dass man Energie aufbringen muss, um die Reaktanten „über den Zaun zu heben“. Um diesen Energiebedarf zu senken, kann man einen Katalysator einsetzen. Der Katalysator gibt „Hilfestellung“ oder wirkt wie ein Treppchen, vor dem Zaun.  Dieses Prinzip soll durch die Versuche deutlich werden.

Erfahrungen

Die Versuche zum Thema Nachhaltigkeit wurden zwischen 2010 und 2012 in enger Zusammenarbeit mit den FachlehrerInnen der RS Maschstraße entwickelt und erprobt. Die Erfahrungen fließen zurück in unsere Arbeit. Der Besuch des Agnes-Pockels-Labors zu diesen Themen ist fester Bestandteil des Lehrplans der RS Maschstraße.

Information und Anmeldung

 

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Wärmespeicherung / Wärmedämmung

Angebot

Es werden verschiedene Versuchsreihen zum Thema Wärmedämmung und -speicherung angeboten. Als sogenannter Latentwärmespeicher bzw. als Phasenwechselmaterial (Phase Change Material) werden Wasser und Paraffin eingesetzt. Als anwendungsnahes Beispiel wird ein mit Paraffin gefüllter, doppelwandiger „Thermobecher“ hergestellt und der Temperaturverlauf beim Abkühlen untersucht. Zur besseren Handhabbarkeit kann das Paraffin in einem weiteren Experiment mit Alginat verkapselt werden.

Geeignet u.a. Sek I (HRS, RS, IGS, Gym)

Physik, Klasse 7

  → Energieerhaltungssatz
  → Wärmelehre
  → Schmelzen und Kondensieren
  → Wärmekapazität

Chemie, Klasse 10

  → Organische Chemie: Kohlenwasserstoffe
  → Aufbau, van der Waals-Kräfte
  → Schmelzpunkt bzw. -bereich, C-Zahl
  → Vergleich der Wärmekapazitäten von Wasser und Paraffin

   →Fachwissen
  → Einfache Energieumwandlung
  → Innere Energie als Energieform
  → Atombindungen
  → Van der Waals-Kräfte
  → Zusammenhang von Kettenlänge und Schmelzpunkt bei Alkanen
  → Wärmehaushalt der Erde: Pufferung von Temperaturschwankungen
   →durch die Wärmekapazität des Wassers - auch schon
   →ohne Phasenübergang - maritimes Klima

Versuche

  → Vergleich des Temperaturverlaufs beim Abkühlen von Wasser
   →mit und ohne Isolierung
  → Wasser als Latentwärmespeicher
  → Der Paraffinbecher - Paraffin als Latentwärmespeicher
  → Mikroverkapselung von Paraffin mit Alginat
  → Thermobecher mit mikroverkapseltem Paraffin
  → Weiterführende Experimente: "Wärmekissen" als Latentwärmespeicher

 Alle Versuche sind unter Downloads & Schnellzugriff einzusehen.

Hintergrund

Im Rahmen eines von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Projektes „Nachhaltige Chemie im Agnes-Pockels-SchülerInnen-Labor – Neue pädagogische Angebote zu Stoffkreisläufen und Ressourcenschonung“ haben wir in enger Zusammenarbeit mit der RS Maschstraße u.a.Experimente zum Thema „Wärmespeicherung und Wärmedämmung“ entwickelt.

Stoffe leiten Wärme und dies unterschiedlich gut. Wenn man kein Vakuum herstellen kann, wie es in Thermoskannen oder Dewar-Gefäßen üblich ist, kann ein schlechter Wärmeleiter als Isoliermaterial verwendet werden.
Ein typischer Stoff ist Polystyrol (Styropor®).  Hier lassen sich Experimente zu den stofflichen Eigenschaften des weit verbreiteten Styropors anschließen  (s. unsere Experimente zu Makromolekülen).Ein wesentlicher Aspekt einer effizienten Nutzung von Energie besteht darin, unerwünschte Erwärmung bzw. Abkühlung, z.B. in Räumen oder von Heiβgetränken, zu verhindern oder zumindest zu verlangsamen. Neben der einfachen „Isolierung“ bieten Phasenwechselmaterialien (phase change materials, PCM) die Möglichkeit, Energie zu speichern. Die Änderung der Aggregatzustände steht am Anfang des naturwissenschaftlichen Unterrichts. Dass die Temperatur während des Phasen-übergangs konstant bleibt, ist experimentell leicht zu beobachten.

Die SchülerInnen lernen zwei unterschiedliche PCMs kennen, die hinsichtlich ihrer Schmelztemperaturen für unterschiedliche Arbeitsbereiche der Latentwärmespeicherung geeignet sind. Wasser ist allgegenwärtig und seine besondere Eignung zur Dämpfung von Temperaturschwankungen hat elementare Bedeutung für das Klima. Die Paraffine stellen die einfachsten Kohlenwasserstoffe dar. An Wasser kann man die H-Brücken, am Paraffin die hydrophoben Wechselwirkungen sowie den Zusammenhang von Kohlenstoffzahl und Schmelzpunkt thematisieren.
Beim Bau eines „Thermobechers“ lernen die SchülerInnen das Verfahren der Mikro­verkapselung und damit eine für viele praktische Anwendungen wichtige und faszinierende Technik kennen.
Aufgrund der Knappheit fossiler Energieträger sowie hoher Schadstoffemissionen, haben die PCMs als Latentwärmespeicher in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Ihre Fähigkeit, die für das Schmelzen zugeführte Wärmeenergie zu speichern und diese beim Erstarren wieder abzugeben, ermöglicht z.B. im Bau-bereich eine effizientere Energienutzung und somit Senkung des CO2-Ausstoßes.
Zum Thema passt auch die Untersuchung von „Wärmekissen“ auf Natriumacetatbasis, deren Effekt auf der Bildung einer unterkühlten Schmelze beruht.


Erfahrungen

Die Versuche zum Thema Nachhaltigkeit wurden zwischen 2010 und 2012 in enger Zusammenarbeit mit den FachlehrerInnen der RS Maschstraße entwickelt und erprobt. Die Erfahrungen fließen zurück in unsere Arbeit. Der Besuch des Agnes-Pockels-Labors zu diesen Themen ist fester Bestandteil des Lehrplans der RS Maschstraße.

Information und Anmeldung

 

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Makromoleküle / Polymere

Angebot

Es werden verschiedene Versuchsreihen zum Thema Makromoleküle angeboten. Bei den Biopolymeren  können Versuche mit verschiedenen Polysacchariden – Stärke, Cellulose und dem ionischen Algen-Kohlenhydrat Alginat -  sowie mit Proteinen ausgewählt werden. Dem gegenüber stehen Experimente mit synthetischen Polymeren, Polyester, Polyamid, Polystyrol, Gummi und Polyacrylat, dem Gegenstück zum Alginat.  Die Experimente  sind alltagsnah (Bezüge: Waschpulver, Gummibärchen, Luftballons, Joghurtbecher, Haargel, Höschenwindeln u.a.) und befasssen sich mit den Aspekten Architektur/Bauprinzip von Polymeren, Auf- und Abbau, typischen Polymereigenschaften, die mit Hilfe von Modellen als Konsequenz ihrer Struktur verstanden werden können.

Geeignet für alle Schultypen

Die Experimente sind prinzipiell für ein breites Altersspektrum, beginnend etwa bei Klasse 4 bis in die Sek II geeignet, die Auswahl und die Art und Tiefe der Diskussion der Struktur-Eigenschaftsbeziehungen muss je nach Alter und Vorkenntnissen angepasst werden. Dies war Bestandteil des Konzepts dieses Projektes (s. Hintergründe)

Bezüge zum Lehrplan

Chemie Klasse 5/6

  Stoffeigenschaften:
  → Unterscheiden von Stoffeigenschaften ausgesuchter Alltagsmaterialien
  → Arbeit mit Modellen

Chemie, Klasse 9

  Ionen:
  → Wichtige Salzeigenschaften
  → Modellarbeit
  → Herstellen von Alltagsbezügen

Chemie, Klasse 10

  Organische Chemie:
  → Stärke und Cellulose im Vergleich
  → Werkstoffe
  → Kunststoffe
  → Thermoplaste, Duroplaste und Elastomere
  → Polymer und Polykondensation
  → Stoffeigenschaften und Baustruktur (Arbeit mit Modellen)

Chemie, Klasse 10 WPK (Wahlpflichtkurs RS)

  → Makromoleküle
  → Werkstoffe
  → Fasern und ihre Verwendungsmöglichkeiten mit Blick auf die Baustruktur der Moleküle

Versuche

A    Biopolymere

Polysaccharide

Stärke

  → Wie sieht Stärke aus?
  → Nachweis von Stärke mit Iod
  → Abbau von Stärke mit Speichel / Abbau von Stärke mit Speichel oder Säure
  → Was macht der Speichel aus der Stärke?
  → Ein starker Kleber?
  → Herstellung einer Folie aus Stärke
  → Enzymatischer Aufbau von Stärke aus Glucose

Cellulose

  → Fasern aus Cellulose: Herstellung von Kupferkunstseide

Alginate

  → Alginat-Spaghetti - Welches Salz können wir verwenden?
  → Alginat-Spaghetti - Wieviel Salz brauchen wir?
  → Alginat-Maccharoni
  → Herstellung restrukturierter Paprikastreifen

Proteine

  → Eiweißabbauende Enzyme im Alltag
  → Was hält das Gummibärchen in Form?
  → Gelatinefolie und -schaumfolie
  → Kunststoff aus Milch

B    Synthetische Polymere

Korrelation von Polymerarchitektur und -eigenschaften am Beispiel von Polyestern und Polyamiden

  → Thermoplast oder Duroplast?
  → Bauprinzipien von Polymeren
  → Veresterung von Glycerin mit unterschiedlichen Säuren
  → Umformung von PET und Vergleich einiger Eigenschaften mit PE
  → Herstellung von Nylon

Verhalten von Thermoplasten am Beispiel Polystyrol

  → Umschmelzen und Tiefziehen von Polystyrol
  → Styropor recyclen
  → Umformen von Polystyrol durch Lösen
  → Wiederaufschäumen von Styropor
  → Polystyrol als Gerüstsubstanz

Elastomere

  → Eigenschaften von Gummi

Wasserbindung von Polyacrylaten

  → Wasseraufnahmeermögen von Stoffen
  → Wasserbindevermögen eines Superabsorbers
  → Polyacrylat im Haargel

Alle Versuche sind unter Downloads & Schnellzugriff einzusehen.

Hintergrund

In der molekularen Struktur von Stoffen liegt der Schlüssel zu ihren Eigenschaften. Ob etwas fest oder flüssig ist, stabil oder leicht entzündlich, süß schmeckt, giftig ist, klebt oder Filme bildet, all das ist in der Struktur der Moleküle angelegt, wenngleich die Eigenschaft oft erst durch Organisation von Molekülen auf eine bestimmte Weise zur Ausprägung kommt. Makromoleküle oder Polymere zeigen aufgrund ihrer Molekülgröße direkt beobachtbare typische Eigenschaften wie Zähigkeit (Viskosität), Gelbildung, Wasserbindung, elastisches, thermoplastisches (= thermisch verformbar) oder duroplastisches (hart, nicht verformbar) Verhalten. Ihr Auf- oder Abbau macht deutlich, dass die kleinen Bausteine andere Eigenschaften haben als die langen Ketten. Auch ohne tiefgehende Kenntnisse über Atomaufbau und Bindungstheorie ist der Zusammenhang zwischen (räumlicher) Struktur und stofflichem Verhalten mit einfachen Modellen darstellbar. Damit ist die Thematik an ein breites Altersspektrum und an alle Schultypen anpassbar.  Ziel dieses Projektes, das unterstützt vom FCI, vom Franz-Patat-Zentrum und von DowWolff Cellulosics unter dem Titel „Von Groß zu Klein“ von Dr. Ilka Deusing-Gottschalk ausgearbeitet wurde, ist es, den Zugang zu einem grundlegenden Konzept der Chemie zu eröffnen.

Erfahrungen

Die Versuchsreihen zu den Polymeren Stärke, Alginat, Proteine, Polystyrol, Elastomere und Polyacrylate wurde bisher mit verschiedenen Schülergruppen der Klassenstufen 4 bis 8 durchgeführt. Die entsprechenden Einführungen bzw. Auswertungen wurden ebenso wie die zur Erklärung verwendeten Modelle an die Vorkenntnisse der SchülerInnen und die Wünsche der Lehrkräfte  angepasst. Die Kinder waren den neuen Themen und Versuchen gegenüber sehr aufgeschlossen.

Beim Bauen von Model­len aus Bausteinen oder beim "Molekül spielen" zeigten besonders die jüngeren Kinder großes Engagement. Die Übertragung der Modellvorstellungen auf ihre Beobachtungen in den Ver­suchen ge­lang den meisten SchülerInnen gut. Sie waren z.B. in der Lage, zugrunde liegende Strukturen oder Abläufe  anhand ihrer Beobachtungen in eigenen Worten korrekt zu erläutern.

Einige Veranstaltungen wurden nachträglich von Lehrkräften beurteilt: das Interesse der SchülerInnen an dem Thema war positiv beein­flusst worden, der Lern­erfolg wurde als groß bewertet.

Information und Anmeldung

 

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Kosmetik

Angebot

Wegen der benötigten Geräte werden diese Experimente nur bei uns im Labor angeboten (Terminvereinbarung s.u.).

Zielgruppe: ab 9.Klasse
Durchführung im Schülerlabor, Dauer ca. 3 Stunden

Versuche

Untersuchung von Inhaltsstoffen eines Duschgels auf ihre Grenzflächenaktivität
Herstellung eines Duschgels
Duftstoffe im Duschgel
Citronensäure in Kosmetika

Mitzubringen sind kleine Flaschen, in denen das selbst hergestellte Duschgel mitgenommen werden kann.

Alle Versuche sind unter Downloads & Schnellzugriff einzusehen.

Hintergrund

Kosmetika spielen im Alltag der Jugendlichen eine große Rolle. Nicht nur Mädchen, auch Jungen wollen gut aussehen und angenehm riechen. Doch welche Bestandteile sind in Duschgel enthalten und welche Funktion haben sie?

Dieser Frage wird beispielhaft in verschiedenen Experimenten nachgegangen. Grenzflächenspannung, Komplexbildung und der Nachweis etherischer Öle sind Themen, die in den Experimenten, die in den Experimenten aufgegriffen werden. Dabei lernen die SchülerInnen Labortechniken wie die Destillation und Dünnschichtchromatografie kennen.

Erfahrungen

Die Experimente wurden mit SchülerInnen von 9. - 10. Klassen aus Realschulen und Gymnasien erprobt. Aufgrund der Vielfalt sind sie inhaltlich anspruchsvoll. Belohnt werden die SchülerInnen mit dem selbst hergestellten Duschgel, das sie zuhause ausprobieren können.


Information und Anmeldung

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Kohlenhydrate in Schokolade

Angebot

Wegen der benötigten Geräte werden diese Experimente nur bei uns im Labor angeboten (Terminvereinbarung s.u.).

Zielgruppe: ab 10. Klasse
Durchführung im Schülerlabor, Dauer ca. 3 Stunden

Versuche

Probevorbereitung
Dünnschichtchromatografie der Zucker
Fehling-Nachweis der Zucker
 

Alle Versuche sind unter Downloads & Schnellzugriff einzusehen.

Hintergrund

Gesunde Ernährung ist immer wieder Thema des schulischen Unterrichts, das hier mit dem Bereich der organischen Chemie verknüpft wird. Die Stoffklasse der Zucker wird mit ihren Eigenschaften und Reaktionen vorgestellt.

Die Experimente bieten über das Thema Diabetes Anknüpfpunkte für fächerübergreifenden Unterricht.

Erfahrungen

Die Experimente wurden mit SchülerInnen von 10. Klassen aus Realschulen erprobt und führen auch zur Erkenntnis, dass Diätschokolade nicht für eine kalorienreduzierte Diät geeignet ist.


Information und Anmeldung

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Fotometrie und Kinetik

Angebot

Wegen der benötigten Geräte werden diese Experimente nur bei uns im Labor angeboten (Terminvereinbarung s.u.).

Zielgruppe: Oberstufe
Durchführung im Schülerlabor, Dauer ca. 3 - 4 Stunden

Versuche

Experimente mit dem Farbstoff aus blauen M&Ms:

Identifizierung des Farbstoffes in blauen M&Ms durch Dünnschichtchromatographie
Absorptionsspektrum von Brillantblau
Konzentrationsbestimmung von Brillantblau in blauen M&Ms

Experimente mit ß-Carotin:

Extraktion von ß-Carotin aus Lebensmitteln
UV/Vis-Spektrum von ß-Carotin
Konzentrationsbestimmung von ß-Carotin in verschiedenen Lebensmitteln

Alle Versuche sind unter Downloads & Schnellzugriff einzusehen.

Hintergrund

Fotometrie steht auf dem Lehrplan der Oberstufe. Um dieses schwierige Thema anschaulich zu machen, wird beispielhaft ein Farbstoff aus M&Ms bzw. ß-Carotin näher untersucht und quantitativ bestimmt.

Der Farbstoff aus M&Ms wird parallel durch Dünnschichtchromatografie identifiziert.

Erfahrungen

Die Experimente wurden mit SchülerInnen von 11. – 12. Klassen aus Gymnasien erprobt. Sie sind inhaltlich anspruchsvoll. Insbesondere das Experiment und die Auswertung zur Reaktionskinetik der Entfärbung von Brillantblau stellen hohe Ansprüche. Die übrigen Versuche können aber auch getrennt davon durchgeführt werden, so dass sich die Laborzeit entsprechend verringert.


Information und Anmeldung

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  aktualisiert am 11.08.2017
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