Montag, 10. November 2008, 18.30 Uhr
Aula der TU, Pockelsstraße 11
Dr. Staffan Müller-Wille, Exeter
Dr. Skúli Sigurdsson, Berlin/Reykjavik
Moderation: Prof. Dr. Norbert F. Käufer, TU Braunschweig
Die genomisch orientierte Medizin versucht, Vorhersagen über Krankheiten und Arzneimittel-Wirkungen auf das einzelne Individuum herunterzubrechen. Ist dieses Vorhaben Erfolg versprechend? Wer verfügt über das Zugangsrecht zu den für die Gewinnung solcher Erkenntnisse notwendigen Daten? Welche therapeutischen und versicherungstechnischen Konsequenzen können solche Informationen haben? Wer darf über individuelle Daten zur genetischen Ausstattung von Individuen verfügen? Haben die heutigen Konflikte, z.B. über das kontroverse deCODE Datenbankprojekt in Island, eine un-heimliche Geschichte?
Dr. Staffan Müller-Wille arbeitet am Forschungszentrum für Genomik in der Gesellschaft an der Universität Exeter. Er ist Biologe und Wissenschaftshistoriker. Stationen seiner wissenschaftlichen Karriere sind Bielefeld, Berlin und Tel Aviv. Er ist maßgeblich am internationalen Projekt „Kulturgeschichte der Vererbung“ beteiligt.
Dr. Skúli Sigurdsson ist Rathenau Senior Research Fellow am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin. Er forscht über die Geschichte von Wissenschaft und Technik nach 1800 und hat den Verlauf des Projekts von DeCode in Island von Anfang an kritisch begleitet.
Responsible:
Andreas Steinsieck
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