Nr. 97/2010 vom 6.7.2010 Forschungsneubau setzt internationale Maßstäbe in der Luftfahrttechnik Grundsteinlegung Forschungsneubau Campus Forschungsflughafen Mit dem Forschungsneubau am Campus Forschungsflughafen schafft die Technische Universität für die Luft- und Raumfahrttechnik einzigartige Möglichkeiten in einem optimalen Umfeld. Der Grundstein für den Neubau wurde am 6. Juli 2010 im Beisein von Vertreterinnen und Vertretern der Politik und Wirtschaft gelegt. „Der Forschungsflughafen wird mit dem Forschungsneubau national und international an Profil gewinnen und die wissenschaftliche Zusammenarbeit der dort angesiedelten Forschungseinrichtungen fördern“, so der Präsident der Technischen Universität Braunschweig.
Prof. Dr. Johanna Wanka, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Prof. Dr.-Ing. Jürgen Hesselbach, Präsident der TU Braunschweig, und Prof. Dr.-Ing. Rolf Radespiel, Vorstandsvorsitzender des Campus Forschungsflughafen, beim Einmauern der Zeitkapsel
„Mit dem Bauvorhaben am Campus Forschungsflughafen setzt Niedersachsen international Maßstäbe. In Braunschweig entsteht Raum für Hochleistungsforschung im Verbund. Von dieser profitiert der Luftverkehr von morgen und zugleich die Menschen. Denn deren Bedürfnisse nach Mobilität und Lebensqualität stehen ebenfalls im Fokus. Gleichzeitig ist dies ein bedeutender Entwicklungsschritt für die Niedersächsische Technische Hochschule: Wir stärken in Braunschweig das Know-how des Hochulverbundes in der Luft- und Raumfahrttechnik,“ betonte die Niedersächsische Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka. Der Forschungsneubau, entworfen von springmeier architekten - bmp architekten, wird im Herbst 2011 fertiggestellt. Die Institute für Flugantrieb und Strömungsmechanik der TU Braunschweig werden dort untergebracht. Drei weitere TU-Institute sind bereits seit 2002 in der ehemaligen Kaserne auf dem Forschungsflughafen angesiedelt. Der Forschungsneubau am Campus Forschungsflughafen mit Versuchshalle, Triebwerksprüfstand, Büros, Hörsaal und Forschungsgroßgeräten eröffnet für die Luft- und Raumfahrttechnik einzigartige Möglichkeiten in einem optimalen Umfeld. Bund und Land investieren hier 22,8 Mio. Euro. Zusätzlich steuert die TU Braunschweig eigene Mittel in Höhe von 2,5 Mio. Euro für Großgeräte und noch einmal über 2 Mio. Euro für die hohen Anforderungen an den Lärmschutz und die Besonderheiten der Grundwasserverhältnisse bei. Die Stadt Braunschweig hat das Grundstück von 6.000 Quadratmetern durch Übertragung des Erbbaurechts kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Forschungsneubau unterteilt sich in zwei Bereiche: ein Bürotrakt im Osten und die Versuchshalle im Westen. Alle Büros sind zu einem gemeinsamen Innenhof ausgerichtet. Im Erdgeschoss werden Hörsaal, Cafeteria und Bibliothek untergebracht. Die Technikhalle enthält sieben Sheds für Windkanäle, Wasserkanäle, Verdichterprüfstände.
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Der Forschungsbau am Campus Forschungsflughafen in Stichworten:
Forschungsprogramm am Campus Forschungsflughafen:
Das „Bürgernahe“ Flugzeug
Die Vision des Forschungsprogramms „Bürgernahes Flugzeug“ ist es, einen großen Teil des innereuropäischen Flugverkehrs in Zukunft von stadtnah gelegenen Flughäfen aus zu ermöglichen. Dies erspart dem Reisenden die Anfahrt zu den weit außerhalb gelegenen Großflughäfen, welche heute oft länger dauert als der eigentliche Flug. Um einen solchen Flugverkehr ohne Einschränkungen durch Nachtflugverbote durchführen zu können, ist es erforderlich, die Lärmemissionen gegenüber den heutigen Flugzeugen um mindestens 20 Dezibel zu senken. Um die Nutzung von stadtnahen Flughäfen in dicht besiedelten Gebieten zu ermöglichen, müssen zukünftige Flugzeuge außerdem mit viel kürzeren als den heute üblichen Start- und Landebahnen auskommen. Dieses anspruchsvolle Ziel ist nur mit längerfristiger Grundlagenforschung an neuen Technologien zu verwirklichen. Im neuen Forschungsprogramm „Bürgernahes Flugzeug“ am Campus Forschungsflughafen werden viele dieser Technologien gemeinsam von der Technischen Universität Braunschweig, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und der Leibniz Universität Hannover entwickelt. Ein großes Teilprojekt dieses Programms untersucht die Nutzung der Synergiewirkungen von Hochauftriebssystem und Flugantrieb bei Start und Landung.
Hintergrund Campus Forschungsflughafen
Der Campus Forschungsflughafen ist eine wissenschaftliche Einrichtung der TU Braunschweig in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt am Forschungsflughafen Braunschweig. Er baut auf einer 80jährigen Tradition der Luftfahrtforschung und Flugerprobung in Braunschweig auf und verfügt über eine international einmalige Infrastruktur mit Forschungsflugzeugen, Windkanälen, Simulatoren und Prüfständen.
Hier arbeiten sechs Institute der Luft- und Raumfahrttechnik der TU Braunschweig sowie vier luftfahrttechnische Institute des DLR Seite an Seite. Auch die Leibniz Universität in Hannover ist, entsprechend der Philosophie der Niedersächsischen Technischen Hochschule, eng mit eingebunden.
Kontakt Prof. Dr. Rolf Radespiel Institut für Strömungsmechanik Tel.: +49 531 391 2970 E-Mail: r.radespiel@tu-braunschweig.de Weitere Informationen: | |
Für Rückfragen und Anregungen stehen wir Ihnen unter der Mailadresse presse@tu-braunschweig.de oder der Rufnummer 0531 / 391-4124 gerne zur Verfügung. | |
Responsible:
Dr. Elisabeth Hoffmann
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