Das IÖCA bietet in Zusammenarbeit mit der Materialprüfanstalt für Bauwesen folgende Master-/Diplomarbeit an:
Methodenentwicklung zur Analyse des Insektizids Fenoxycarb (Farox) in Holz
Jährlich werden ca. 40 Mio m3 Holz geschlagen, ein Großteil davon findet Verwendung im Bauwesen. Um die Dauerhaftigkeit des Baustoffes gegen holzzerstörende Insekten und Pilze deutlich zu erhöhen, werden in der Regel Insektizide und Fungizide eingesetzt.
Das Insektizid Fenoxycarb wirkt als Häutungshemmer. Aufgrund seiner selektiven und guten Wirksamkeit gegenüber Zielorganismen wird es heute alternativ zu den Pyrethroiden eingesetzt, die aufgrund ihrer Gesundheits- und Umwelt- gefährdung (Wirksamkeit gegen Nichtzielorganismen) in die Kritik geraten sind.
Die gute Wirksamkeit des Fenoxycarbs bedingt, dass die Holzschutzformulierungen nur sehr geringe Wirkstoff- konzentrationen im Bereich von 0,015 bis 0,05 % enthalten. Die damit verbundenen sehr geringen Gehalte im behandelten Holz sind mit den gängigen Analyseverfahren zur Zeit nur schwer nachweisbar.
Ziel dieser experimentellen Arbeit ist es, eine Analysenmethode für den Wirkstoff Fenoxycarb in mit Holzschutzmittel behandeltem Holz zu entwickeln, die als Routineanalytik bei Materialprüf- anstalten, Behörden und Holzschutzmittelherstellern zur Qualitätskontrolle oder bei Schiedsverfahren eingesetzt werden kann. Die Methodenentwicklung soll die Extraktion, Abtrennung von Matrix-bestandteilen, die Anreicherung des Analyten und die Ermittlung geeigneter Messparameter zur Analyse mit der HPLC/UV-Vis und DAD umfassen. Daneben soll ein systematischer Methodenvergleich mit gekoppelten Techniken GC/MS (unter Einsatz von Derivatisierungsreaktionen) und HPLC/MS erfolgen.
Unterstützt wird die Arbeit in Form von Sachmitteln durch die Deutsche Gesellschaft für Holzforschung und namhafte Holzschutzmittelhersteller.
Interessentinnen/Interessenten wenden sich bitte an
Dr. Marit Kolb, Tel.: 0531-391-5963, e-mail m.kolb@tu-bs.de
Responsible:
Bernd Rother
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