Molekulare Komplexe von biomedizinischer Relevanz
Unter diesem Motto fördert auch in diesem Jahr (2006) wieder das Land Niedersachsen besonders befähigte und ausgewählte Nachwuchswissenschaftler mit Georg-Christoph-Lichtenberg Stipendien und einer Finanzierung für Verbrauchsmittel und Reisekosten in mehreren Fachbereichen. Im Rahmen dieser Förderung startete im Oktober diesen Jahres (2006) das Internationale Graduiertenkolleg "Molekülkomplexe von biomedizinischer Relevanz". Insgesamt neun Stipendiaten werden innerhalb von drei Jahren ihre Doktorarbeiten an der TU-Braunschweig und dem Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig anfertigen.
Die Promotionsarbeiten beschäftigen sich mit Zell- und Molekularbiologie, Mikrobiologie, Immunbiologie, Protein-Biochemie oder Entwicklungsgenetik. Ein dementsprechend interdisziplinäres Angebot bestehend aus Vorlesungen, Praktika und Seminaren sorgt für eine umfassende praktische und theoretische Ausbildung der Stipendiaten, in der über die eigene Arbeit hinaus Einblick in die anderen Projekte und in den Themenkomplex vermittelt wird. Die Betreuer aus den beteiligten Arbeitsgruppen bieten des weiteren Kurse an, in denen Methoden und Techniken erlernt werden können, für die die jeweilige Arbeitsgruppe eine Expertise aufweist. Außerdem werden in einer von den Stipendiaten eigens organisierten Seminarreihe Wissenschaftler dazu eingeladen, öffentliche Vorträge im thematischen Rahmen des Graduiertenkollegs zu halten.
Forschungsschwerpunkte der Doktorarbeiten umfassen unter anderem die Analyse von Proteinkomplexen bei Säugern, Nematoden, Hefekulturen, Pflanzen und Bakterien. Deren Formation und Dynamik sind maßgebend bei bestimmten Prozessen der Signalübertragung und Gestaltbildung während der Zellteilung und Zelldifferenzierung. Fehlsteuerungen dieser Prozesse auf molekularer Ebene können zu pathologischen Erscheinungen führen, zum Beispiel zu Muskelerkrankungen, Störungen molybdän-abhängiger Stoffwechselprozesse, Immuninkompetenz oder sogar zu Krebs.
Die Lichtenberg-Stipendien und das Internationale Graduiertenkolleg leisten so einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs und zur Internationalisierung der niedersächsischen Hochschulen. Es verstärkt die Profilbildung im Sinne der von der wissenschaftlichen Kommission des Landes Niedersachsen bescheinigten Leuchtturmfunktion der Lebenswissenschaften an der TU Braunschweig.
Über die Region Braunschweig:
- Braunschweig wurde zur "Stadt der Wissenschaft 2007" gewählt
- Die Region Braunschweig wurde innerhalb der EU als ein "Nummer 1 Forschungsbereich" identifiziert (höchste Forschungseffizienz pro Einzwohner).
Verantwortlich:
Manuela Schüngel
Feedback an m.schuengel@tu-bs.de